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Grimmen Loch in A-20: Rückbau beginnt
Vorpommern Grimmen Loch in A-20: Rückbau beginnt
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06:07 11.04.2018
Bauarbeiter zerschneiden die Asphaltbrocken an der Einsturzstelle der A 20 mit einer sogenannten Wandsäge. Quelle: Alexander Salenko
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Tribsees

Am A-20-Krater geht es jetzt voran. Die Grimmener Baufirma Papenburg hat Ende voriger Woche mit dem Abbruch des Straßendamms begonnen. Besondere Herausforderung ist dabei das Abtragen der Asphalt- und Betonschicht direkt an der Einsturzstelle.

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Grimmener Firma Papenburg beginnt mit Rückbau des Straßendammes bei Tribsees.

Die Firma Papenburg war bereits 2001 am Bau eines anderen Abschnitts der A 20 tätig. Sie beschäftigt etwa 100 Mitarbeiter. Den Auftrag zum Abbruch bekam Papenburg per Ausschreibung. Das Auftragsvolumen beträgt 1,4 Millionen Euro.

Asphaltschollen schneiden

Gestern zerteilten die Mitarbeiter von Papenburg riesige Asphaltbrocken im Autobahnkrater mithilfe eines Drucklufthammers und einer Wandsäge. Bei ihr bewegt sich ein kreisförmiges, diamantbeschichtetes Sägeblatt entlang einer Schiene, die direkt am Asphalt befestigt ist. Ein Bauarbeiter setzte die Säge immer wieder neu an, um tiefer in die Fahrbahn einzudringen. Er war mit einem Sicherungsgurt an ein Stahlseil angebunden, denn die Arbeit zwischen den Asphaltschollen ist gefährlich.

Der Asphalt wird aufgebrochen und in kleine Stücke zerteilt, um ihn abtransportieren zu können. Normalerweise trenne man die Fahrbahndecke mit einem Fugenschneider, sagt Geschäftsführer der Diamant-Technik Sanitz GmbH, Frank Weu, die für die Sägearbeiten zuständig ist. Doch an vielen Stellen sei ihr Einsatz nicht möglich: Eine Maschine, die über einen halben Meter ins Asphalt schneiden könnte, sei mit einem Gewicht von 600 Kilogramm viel zu schwer.

Weiterer Einbruch nicht auszuschließen

Auf einer Länge von 800 Metern soll der beschädigte Straßendamm komplett zurückgebaut werden. Die Arbeiter beginnen direkt am Krater und bewegen sich dann nach und nach Richtung Westen. Besonders wichtig sei es, den Damm gleichmäßig auf seiner gesamten Breite zurückzubauen, berichtet Polier Michael Schiefler. Anderenfalls könnte er wieder ins Rutschen kommen. „Die Gefahr eines erneuten Einbruchs besteht weiterhin“, sagt der 50-Jährige.

Sechs Mitarbeiter von Papenburg waren gestern an der Baustelle tätig. Ein Bagger und ein Lkw waren bereits vor Ort. Im Verlauf der Arbeiten werde weiteres Großgerät wie Betonfräsen anrücken, sagt Ronald Normann vom Straßenbauamt in Güstrow. Wenn mit dem Abtransport des Bauschutts begonnen wird, werden auch mehr Leute auf der Baustelle sein.

Alte Pfeiler bleiben im Boden

Der gesamte Rückbau soll bis Mitte Juni erfolgen, sagt Normann. Da kein neuer Straßendamm geplant ist, könne das abgetragene Erdreich nicht wieder an Ort und Stelle verwendet werden und werde abtransportiert. Danach werde ein Tochterunternehmen einer niederländischen Firma eine zweispurige Behelfsbrücke errichten, erklärt das Verkehrsministerium. Die 15 Zentimeter dicken Pfeiler, die den Damm stützten, verbleiben im Boden. Die Bohrpfähle der neuen Behelfsbrücke sollen nach dem Abbruch des Dammes an gleicher Stelle in den Boden gerammt werden.

Alexander Salenko

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