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Luftgitarren-Flair im Stadtkulturhaus

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Handgemachte Musik trifft in Grimmen wieder auf großes Interesse / 400 Besucher feiern Rocknacht

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Der Gitarrist der Band Still Crazy im Scheinwerferlicht. Die Gruppe begeisterte mit dem Song „Jump“ von Van Halen.

Grimmen Als Dirk Brodmann , Schlagzeuger der Band „Like a Rock“ aus Richtenberg am Samstagabend zum ersten Mal seine Drumsticks rhythmisch zusammenschlug, war der Saal des Stadtkulturhauses bereits gut gefüllt.

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Handgemachte Musik trifft in Grimmen wieder auf großes Interesse / 400 Besucher feiern Rocknacht

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Eine super Veranstaltung. Bei dieser tollen Stimmung im nächsten Jahr gerne wieder.“Manuela Ohlendorf (52)

Etwas mehr als 400 Besucher und damit rund 100 mehr als bei der ersten Auflage der Bandnacht wollten das Kulturhaus rocken. „Wir waren im letzten Jahr schon mit dabei und es hat uns super gefallen.

Endlich hat Grimmen solch eine Veranstaltung zurück“, freute sich Besucherin Kerstin Baumann aus Brandshagen. Und „Like a Rock“ gelang es sofort, die Tanzfläche zu füllen. Dies lag sicher auch an der Fülle verschiedenster Rocksongs. „Definitiv für jeden etwas dabei. Klasse, dass sie auch drei Bläser mit im Repertoire haben. Coole Gruppe, toller Sound“, brachte es Besucher Dominik Wüsthoff aus Stralsund auf den Punkt. Die Richtenberger Band, die neben Holger Krumm , Jan Bodenhagen , Dirk Brodmann

, Nicole Becker und Volker Baltschus bei manchem Titel auch durch Uwe Schützmann an der Trompete, Wiebke Brodmann am Saxophon und William Schmuhl an der Posaune besteht, sorgte gleich in der ersten Stunde für richtig rockige Partystimmung. „Ein guter Auftakt“, fand auch Kulturhausleiter Morten Kabisch . Der Moderator der Veranstaltung schickte die Besucher anschließend ins Foyer. „Wir haben bereits im vergangenen Jahr diesen Raum mitgenutzt. Während der kurzen Umbauphasen können die Gäste dort handgemachte Musik der Grimmener Band Sanddorn erleben“, verriet er. Und diese spielten als kleines Kontrastprogramm zu den etwas härteren Klängen im großen Saal des Stadtkulturhauses Swing, Jazz, Flamenco und Blues. „Die Idee hat wirklich was. Total entspannte, aber zugleich mitreißende Musik, bei der man sich nebenbei auch noch mit anderen Leuten unterhalten kann — eine prima Idee“, fand Besucherin Birgit Utech aus Loitz.

So schunkelten die Besucher bei drei oder vier Stücken mit und schon wartete auf der Kulturhausbühne das nächste Highlight. Einfach verrückt, hätte man sagen können. War aber passenderweise auch der Name der nächsten Band. „Still Crazy“ nahm die gute Atmosphäre auf und zelebrierte mit „Jump“ einen wahren Ohrwurm von Van Halen aus dem Jahre 1984. Gesprungen wurde auf der Tanzfläche zwar noch nicht, aber die ersten Luftgitarren wurde bereits zu dieser frühen Stunde der langen Bandnacht ausgepackt. „Bei diesem Song kommen so viele Erinnerungen hoch. Damals haben wir so tolle Feiern erlebt“, war Besucher Jürgen Venske aus Grimmen total begeistert.

Anschließend wies ein gelbes Schild mit der Aufschrift „Transit“ auf den nächsten musikalischen Leckerbissen hin. „Zu DDR-Zeiten war die Band einfach Kult. Erst kannte sie gar keiner, aber bald waren ihre Songs in aller Ohren“, erinnerte sich Besucher Peter Thoms aus Barth. Transit wurde 1973 von Egon Linde und Siegfried Scholz gegründet.

DDR-weit bekannt wurden Transit aber vor allem wegen der Stimme des Leadsängers Linde und aufgrund des ersten Erfolgshits „Ich fahr an die Küste“. Bei der Grimmener Bandnacht waren sie für die liedhafteren und ruhigeren Rocksongs zuständig. Also jene Titel, zu denen man richtig langsam tanzen konnte.

Bis in die frühen Morgenstunden hinein wurde das Stadtkulturhaus weiter gerockt. Den krönenden Abschluss lieferte dem Publikum die Band „Lebenszeit“, die es seit 2012 gibt und die mit Titeln von Karat, Karussell oder von den Puhdys begeisterte.

Von Raik Mielke

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