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Maja und Joris räumen ab

Dorow Maja und Joris räumen ab

Schon mit sechs beziehungsweise zehn Jahren treten die Knirpse aus Dorow in die Fußstapfen des Papas

Dorow. Erster Wettbewerb und gleich abgeräumt – Christian Rohlfing ist mächtig stolz auf Tochter Maja (8) und Sohn Joris (10). Die beiden Knirpse sind die besten Fleischrind-Jungzüchter Mecklenburg-Vorpommerns in ihrer Altersklasse. Während Joris bei den Acht- bis Zehnjährigen den ersten Platz belegte, folgte ihm Schwesterchen Maja auf dem zweiten Rang bei der Mela, der Fachausstellung für Landwirtschaft und Ernährung, Fischwirtschaft, Forst, Jagd und Gartenbau.

 

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So sehen Sieger aus. Joris Rohlfing gewann den Jungzüchterwettbewerb. Fotos (2): Christian Rohlfing

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Maja Rohlfing (8) mit ihrem sechs Monate alten Kälbchen Greta.

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So sehen Sieger aus. Joris Rohlfing gewann den Jungzüchterwettbewerb. Fotos (2): Christian Rohlfing

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Maja Rohlfing (8) mit ihrem sechs Monate alten Kälbchen Greta.

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Ich bin mächtig stolz auf Maja und Joris, wie gut sie den Wettbewerb gemeistert haben.“Christian Rohlfing, Landwirt und Vater

Stolz posiert Joris mit dem Uckermärker Kälbchen vor der Kamera – er mit der Goldmedaille und Kälbchen Blacky mit der Siegerschärpe. Aber auch Maja sei mit Feuereifer dabei gewesen. „Die beiden durften nach ihrem Wettbewerb auch bei der Landestierschau ihre Kälbchen präsentieren. Als Majas Greta dann anfing zu rennen, hat sie die Leine nicht losgelassen, versuchte sie zurück zu halten.

Dabei darf man nicht vergessen, dass so ein Kälbchen etwa 200 Kilogramm wiegt“, erzählt Rohlfing eine kleine Episode vom Mela-Wochenende.

„Das haben die beiden wirklich ganz toll gemacht“, meint der stolze Papa, der seit 2005 unter anderem in Bassendorf einen Mutterviehbetrieb hat. Circa 200 Mutterkühe hat er in seinem Bestand. Zwei ganz besondere Kälbchen aus seinem Betrieb hatte die Familie für den Wettbewerb auserkoren. „Blacky war ein Zwillingskälbchen, das von der Mutter keine Milch bekam und Greta eine Waise, ihre Mutter starb“, erzählt der Landwirt. Beide Kälbchen wurden von der Familie mit der Flasche aufgezogen. „Dadurch waren sie natürlich von vorn herein zutraulicher“, berichtet Rohlfing. Vor allem Joris habe dies auch ein wenig zum Sieg verholfen, meint der dreifache Vater. Die eigentliche Vorbereitung habe er dann mit den Kindern und den Kälbchen auch erst circa eine Woche vor dem Wettbewerb begonnen.

„Täglichen Umgang hatten Maja und Joris sowieso, da wir die beiden Kälbchen bei uns zu Hause in Dorow auf einer Wiese hatten und sie nach der Flasche auch noch aus dem Eimer getränkt wurden“, berichtet der Landwirt. Wenige Tage vor der Mela habe Christian Rohlfing dann den beiden Kälbchen das erste Mal ein Halfter angelegt. Was darauf in der Vorbereitung folgte, daran hatte wohl das ganze Dorf Spaß. „Wir sind mit den Kälbchen spazieren gegangen“, erzählt Rohlfing. Dass die kleinen Züchter ihr Tier richtig führen können, sei nämlich ein Bewertungskriterium gewesen, worauf die Jury bei dem Wettbewerb achtete.

Der Landwirt setzt auf nachhaltiges und umweltfreundliches Wirtschaften, noch wichtiger aber ist es ihm, dass seine Kinder es auch als ebenso wichtig erachten, dass die Tiere auch richtig gepflegt werden. „Man darf nicht vergessen, dass Rinder ihre Freiheit lieben“, meint Rohlfing. „Wichtig ist, dass die Kinder lernen, gut mit ihnen umzugehen. Denn schließlich leben wir ja von ihnen“, ergänzt er.

Also mussten Joris und Maja auch der Jury beweisen, dass sie genau das können. „Säubern, striegeln, aber wir haben auch Fellganzpflege eingesetzt“, gesteht der Familienvater. Nur von übertriebenen Styling halte er nichts. „Einige haben ihrem Tier einen Irokesen geschoren oder ein Herzchen ins Fell“, erzählt Rohlfing.

Während sich sein landwirtschaftlicher Betrieb eigentlich auf die Haltung und den Verkauf von Bio-Rindfleisch konzentriert, steht Greta und Blacky eine rosige Zukunft bevor. „Beide bleiben in unserem Betrieb“, sagt er. Blacky werde eventuell Zuchtbulle, da er durch seine Aufzucht eine gewisse Ruhe ausstrahle, die auch für eine Herde gut sei, meint der Dorower.

Greta, das sechs Monate alte Pustertaler-Sprinzen-Mädchen wird irgendwann zu der kleinen Mutterkuhherde dieser Rasse gehören. „Übrigens eine Rasse, die vom Aussterben bedroht ist. Erst seit 2013 züchten wir diese“, erzählt Rohlfing. Aus 16 Mutterkühen bestehe die kleine Herde seines Betriebes. Etwas größer dagegen ist die Herde vom deutschen Gelbvieh. Mit einem dieser Tiere möchte er selbst im kommenden Jahr „in den großen Ring“ – den für Erwachsene. Aber auch seine Kinder wollen bei der Mela 2017 wieder antreten, weiß Rohlfing.

Anja Krüger

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