Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Maritime Karte soll ein Trumpf bleiben

Stralsund Maritime Karte soll ein Trumpf bleiben

Das Modellvorhaben in der Stralsunder Frankenvorstadt mit Kinderwerft und vielen Projekten ist ein beliebter Treffpunkt.

Voriger Artikel
Viel los im Kulturhaus
Nächster Artikel
Kreisverwaltung stellt 14 neue Auszubildende ein

Die Arbeit struk- turiert meinen Tag. Es macht Spaß, mit den Kindern Modellbau zu machen.“Thomas Zipperling, ehrenamtlicher Mitarbeiter

Stralsund. Es lag auf der Hand, das Maritime Zentrum in der Frankenvorstadt von Stralsund anzusiedeln. „Dieser Stadtteil ist durch Maritimes geprägt“, sagt Sozialpädagoge Jörn Pardeyke. Bootswerften, der Flotthafen und andere Firmen sind dort angesiedelt. In der Reiferbahn lebten früher die Werftarbeiter.

000109zf.jpg

Ich werde künftig einen Nähkurs mit maritimen Stoffen, wie zum Beispiel Segeltuche, anbieten.“Mandy Beese, Mitarbeiterin im Maritimen Zentrum

Zur Bildergalerie

„Unser Ziel ist es, das maritime Bewusstsein der Bürger wieder zu fördern“, erklärt Projektleiter Martin Gruel. Die Mitarbeiter des bei der Wirtschaftsförderung der Stadt angesiedelten Projektes haben sich eine Menge einfallen lassen. Dazu gehört die Kinder- und Jugendwerft, die sich großer Beliebtheit erfreut. Gemeinsam mit Bootsbaumeister Philipp Schaich bauen Mädchen und Jungen eine Jolle, die im kommenden Jahr auch schwimmen soll.

Für die Kinder und Jugendlichen aus dem Wohngebiet und den Schulen in der Frankenvorstadt gibt es darüber hinaus ein breit gefächertes Angebot. Mechthild Helms bietet Jugendberufshilfe an. Dort übt sie mit Schülern Vorstellungsgespräche und schriftliche Bewerbungen. Außerdem ist die Jugendfirma beim Maritimen Zentrum angesiedelt. Ein Projekt, geleitet von Burkhard Rummler, das Jugendlichen ohne Abschluss helfen soll, in einen Berufsalltag zu finden. „Dort sollen sie Struktur erfahren, lernen, pünktlich zu kommen und das Gefühl haben, selbst etwas zu schaffen“, erklärt Gruel. Vor allem handwerkliche Arbeiten stehen auf dem Programm.

„Natürlich arbeiten wir auch eng mit dem Schulzentrum am Sund und der Jona-Schule zusammen“, sagt Jörn Pardeyke. Modellbau- und Segelkurse werden sowohl im Wahlpflichtunterricht als auch im Rahmen der Ganztagsschule angeboten. „In diesem Jahr machen wir am Schulzentrum gemeinsame Sache mit dem Medienpädagogen Stefan Koeck und werden einen Film drehen“, sagt er.

Die Hauptanlaufstelle des Zentrums, das ein Modellvorhaben des Bund-Länder-Programmes „Soziale Stadt“ ist, befindet sich im Großen Diebsteig 3, also mitten in der Frankenvorstadt. „Mit den zahlreichen Projekten zeigen wir, dass Stralsund und besonders das Maritime durchaus eine berufliche Zukunft bieten können“, erklärt Martin Gruel. „Wir wollen aber ein Treffpunkt für alle sein“, sagt Jörn Pardeyke, auch für die Anwohner.“ Derzeit ist man dabei, einen Raum als Nachbarschaftszentrum herzurichten, als Treffpunkt für Gespräche, Café, Beratungsstelle. Vorstellbar sei, dass das Spielmobil den Raum im Winter nutzen kann oder das Kleewerk vom Verbund für soziale Projekte. „Wir sind offen für die Ideen von Anwohnern, möchten nichts vorgeben, was an der Masse vorbei geht oder jemandem etwas überstülpen“, betont Jörn Pardeyke. „Außerdem freuen wir uns über jeden, der sich vielleicht ehrenamtlich in unserem Projekt engagieren möchte.“ So wie Thomas Zipperling, der seit Anfang April dabei ist und Jugendliche beim Modellbau unterstützt. „Zum einen ist es schön, dass der eigene Tag wieder Struktur bekommt, zum anderen macht die Arbeit mit den Jugendlichen Spaß“, sagt der 50-Jährige.

Sowohl Jörn Pardeyke als auch Martin Gruel ist klar, dass es nicht ohne die vielen Kooperationspartner funktionieren würde. „Wir freuen uns darüber, dass wir gut mit allen anderen angesiedelten Institutionen zusammenarbeiten“, sagt Pardeyke. „Wir sind hier keine Konkurrenten, sondern ziehen im Stadtteil Frankenvorstadt alle an einem Strang.“

Die beiden Verantwortlichen hoffen, das so nachhaltig zu tun, dass es für die Zeit nach dem Projektende am 31. Dezember 2014 eine Perspektive für das Maritime Zentrum Frankenvorstadt geben wird.

 

Miriam Weber

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Grimmen
Verlagshaus Grimmen

Bahnhofstraße 11
18507 Grimmen
Telefon: 03 83 26 / 46 060

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.30 bis 16.30 Uhr

Leiterin Lokalredaktion: Almut Jaekel
E-Mail: lokalredaktion.grimmen@ostsee-zeitung.de

Beilagen
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist