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Grimmen Ziegeleigebäude werden 2019 abgerissen
Vorpommern Grimmen Ziegeleigebäude werden 2019 abgerissen
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09:00 05.12.2018
Die Gebäude der einstigen Ziegelei verschwinden im kommenden Jahr. Quelle: Peter Franke/OZ-Archiv
Grimmen

Große Investitionspläne treffen auf eine defizitäre Haushaltslage in Grimmen. Derzeit werden in den städtischen Ausschüssen Haushaltssatzung und Haushaltsplan für das kommende Jahr vorgestellt jüngst im Bauausschuss. Rosig sieht die finanzielle Lage der Stadt schon lange nicht mehr aus, das ist nicht neu. Und trotzdem hat sich die Stadt ein ehrgeiziges Investitionsprogramm auferlegt, wie Bauamtsleiterin Heike Hübner sagte.

„Wir haben den Haushalt so aufgestellt, dass wir das, was unsere Prioritäten sind und das, was wir uns in den vergangenen Jahren vorgenommen haben, weiterführen“, leitete sie ein. Seit Jahren ein Thema: Ein Erweiterungsbau für die Regionalschule „Robert Koch“, die ein erhebliches Platzproblem hat. Diesbezüglich hatte Heike Hübner gute Neuigkeiten: „Wir gehen davon aus, dass wir im Jahr 2020 wirklich mit den Bauarbeiten beginnen können“, sagte sie. Noch in diesem Monat würden die Planungsleistungen EU-weit ausgeschrieben werden und sich im kommenden Jahr intensiv mit der Planung beschäftigt werden. Ebenfalls seit Jahren auf der Agenda der Stadt ist der Abriss der Gebäude der ehemaligen Ziegelei in der Stralsunder Straße linksseitig Richtung Abtshagen. 1,5 Millionen Euro sind für dieses Vorhaben eingeplant. „Wir haben es jetzt geschafft, dank der sehr guten Zusammenarbeit mit dem Land, dass wir über die Kofinanzierung 272 000 Euro Fördermittel einfahren konnten und noch einmal 1,1 Millionen EFRE-Mittel (Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung; Anm. d. Red.) einsetzen können“, informierte sie. Damit stehe fest, die Industriebrache weicht im kommenden Jahr. „Und ich denke, das ist für unser Stadtbild, für den Ortseingang aus Richtung Stralsund, ein erster Schritt in die richtige Richtung“, sagte Heike Hübner. Die Fertigstellung Haus III der Stadtverwaltung, die Fertigstellung des Anbaus der Grundschule „Dr. Theodor Neubauer“ nannte sie ebenfalls. Diese Baumaßnahmen laufen bereits, sollen im kommenden Jahr abgeschlossen werden.

Als kleine Stadt trotz der Finanzlage zu investieren halte sie für richtig und auch sehr wichtig. Jedoch sei bei der Planung immer berücksichtigt worden, ob Fördermöglichkeiten bestünden. Sie appellierte deshalb, dass sich auf anderer Ebene Gedanken gemacht werden muss, wie Gemeinden eine vernünftige Finanzausstattung bekommen. „Es geht nicht mehr darum, wo kann ich jetzt noch etwas streichen“, sagte sie. Nicht ohne Grund. Denn neben der Kreisumlage schlagen die freiwilligen Leistungen der Stadt im Haushalt hoch zu Buche. Aber: Sachen wie Tierpark, Bibliothek oder auch das Kulturhaus seien eben wichtig für das Leben in der Stadt. „Natürlich muss sorgsam und wirtschaftlich mit Steuergeldern umgegangen werden. Aber es muss auch Überlegungen geben, wie die Kommunen finanziell so ausgestattet werden, dass sie tatsächlich kommunale Selbstverwaltung auch leben können“, sagte sie. Derzeit sei dies ihrer Meinung nach nicht so. „Wir gucken, wo wir Fördermittel herbekommen, an welchem Tropf wir hängen - wann wir was machen, ist von Fördertöpfen abhängig. Eine Gemeinde muss doch finanziell so ausgestattet sein können, dass sie auch selbst entscheiden kann, wann etwas nötig ist“, appellierte sie.

Anja Krüger

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