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Grimmen Mastanlage: Ausbau erst ab Herbst
Vorpommern Grimmen Mastanlage: Ausbau erst ab Herbst
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00:01 05.04.2016

Ursprünglich sollten die Pläne zur Erweiterung der Wolgaster Schweinemastanlage bereits ab dem vorigen Jahr umgesetzt werden. Nun meldet die Groß Ernsthofer Feldfrucht- und Tierproduktions GmbH eine Verschiebung des Baubeginns bis voraussichtlich ins dritte Quartal 2016. Wie Peter Witt von der Geschäftsführung gestern informierte, sollen die Haltungsbedingungen für die Masttiere gegenüber dem anfänglichen Projekt verändert, sprich verbessert werden. Hierzu seien eine Überarbeitung der Pläne und damit verbundene neue Genehmigungen seitens der zuständigen Behörden notwendig.

„Angesichts der allgemeinen Diskussion um das Tierwohl wollen wir den Tieren in unseren neuen Ställen mehr Platz anbieten. Geplant sind strukturierte Buchten und Komfortliegeboxen“, sagte Peter Witt. „Wir hoffen, dass wir damit eine höhere Akzeptanz für unsere Pläne erreichen.“

Im Moment verfügt die Anlage an der Netzebander Straße über 4796 Plätze. Laut Witt werden die Ferkel in Dänemark aufgekauft und nach Wolgast gebracht, wo sie bis zur Schlachtung gemästet werden. Die ursprünglichen Pläne sahen vor, die Anlage auf 11 016 Tierplätze zu erweitern. Vor dem Hintergrund der beabsichtigten verbesserten Haltungsbedingungen werde sich diese Zahl etwas verringern. Außerdem sei vorgesehen, die Jungtiere in MV einzukaufen, um lange Transportwege in der Zukunft zu vermeiden. Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) Vorpommern hat die Erweiterung der Schweinemastanlage in Wolgast bereits genehmigt. Die Investitionen in Höhe von etwa 2,5 Millionen Euro sehen anstelle mehrerer vorhandener, zurzeit ungenutzter Ställe den Neubau von fünf Schweinemastställen mit insgesamt 5120 Mastschweineplätzen und die Umnutzung eines Gebäudeteils zum Ferkelaufzuchtstall mit 1100 Aufzuchtplätzen vor. Zudem sollen sechs der perspektivisch neun Ställe mit einer biologischen Abluftreinigungsanlage ausgerüstet werden.

Als vor vier Jahren die Expansionspläne öffentlich bekannt wurden, regte sich in der Stadt Widerstand. Fast 1000 Einheimische trugen sich in eine Unterschriftenliste ein. Das Stalu lehnte später die Einwände gegen das Projekt als unbegründet ab. Tom Schröter

OZ

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