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Mit dem Wässern des Sportplatzes ging es los

Grimmen Mit dem Wässern des Sportplatzes ging es los

Durch einen Zufall kam Günter Müller 1999 zur Feuerwehr / Heute wird er 65 Jahre alt

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In seinem Element: Günter Müller (l.) von der Grimmener Feuerwehr wird heute 65 Jahre alt.

Quelle: Raik Mielke

Grimmen. Löschmeister Günter Müller wird heute 65 Jahre alt. Normalerweise würde dies das Ende des aktiven Dienstes in der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Grimmen bedeuten. Doch durch das neue Brandschutzgesetz des Landes darf der passionierte Feuerwehrmann aufgrund seines guten Gesundheitszustandes noch zwei Jahre weitermachen.

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Das neue Brandschutzgesetz macht es möglich

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In der Regel endet der aktive Dienst durch Übertritt in die Ehrenabteilung mit Ablauf des Kalenderjahres, in dem das 65. Lebensjahr vollendet wird.

Wenn die gesundheitlichen Voraussetzungen vorliegen, kann der Übertritt zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, spätestens jedoch mit Vollendung des 67. Lebensjahres.

„Ich wollte nie Feuerwehrmann werden“, erzählt Müller. Doch als die Feuerwehr im Juni 1999 in Klevenow den neu angelegten Fußballplatz bewässert und ein Kumpel von Günter Müller ihn bittet, mal kurz anzupacken, war der erste Schritt gemacht. „Wenig später habe ich meine ersten Einsatzstiefel vom Wehrführer bekommen. Als Feuerwehrmann auf Probe ging es dann los“, erinnert sich der Jubilar. „Wir haben öfter mal den Ernstfall geprobt. Je mehr man über die Technik erfuhr, desto mehr wurde die Leidenschaft geweckt“, beschreibt Günter Möller seine Motivation. Von Beginn an ist es die Gemeinschaft die dem nunmehr 65-Jährigen an der Feuerwehr Klevenow am besten gefällt. „Man trifft sich, übt gemeinsam und hat unglaublich viel Spaß.“

Und auch der erste Einsatz ließ damals nicht lange auf sich warten. „Wenn die Alarmierung kommt, ist man unglaublich aufgeregt.“, sagt er. „Natürlich kommt mit jedem weiteren Einsatz mehr Routine dazu, aber eine gewisse Aufregung gehört ganz einfach dazu. Ich glaube dies hilft einem auch, sehr konzentriert zu sein“, erzählt er und ergänzt schmunzelnd: „Der erste Einsatz war eine Fehlalarmierung.“

Mit dem Aufbau des Löschzuges der Gemeinde Süderholz übernimmt Müller immer mehr Aufgaben. „Ich habe in Kandelin an der Schule eine Feuerwehr-Arbeitsgemeinschaft der ersten bis vierten Klasse ins Leben gerufen und beim Ferienlager, das den Schwerpunkt Feuerwehr hatte, geholfen“, beschreibt er und erklärt: „Die Feuerwehr hat mir viel gegeben. Ich habe immer wieder versucht, auch etwas zurückzugeben.“

Als sich der immer größer werdende Löschzug in Süderholz ein Einsatzfahrzeug zulegt, ist es Müller, der damit unterwegs ist. „Dies war eine völlig neue Erfahrung. Ich war im Einsatzfall jetzt viel mehr organisatorisch gefordert“, erklärt er. Besonders intensiv kümmert sich der in Klevenow lebende Rentner um das dreiräderige Brandschutzmobil. „Ich war mit ihm auf allen möglichen Dorffesten“, sagt er.

Als bei bei ihm bei einer Routineuntersuchung 2010 Magenkrebs diagnostiziert wird, ist es auch die Kameradschaft, die ihm Kraft gibt, die Krankheit zu überweinden.Günter Müller schafft es. Danach hat er sofort wieder bei der Feuerwehr weitergemacht“, verrät er.

Vor nunmehr drei Jahren entschied sich Günter Müller zur Freiwilligen Feuerwehr nach Grimmen zu wechseln. „Es ist einfach beeindruckend, was es hier für eine moderne Feuerwehr gibt. Ich wurde super aufgenommen und bin froh, dass ich noch ein bisschen weitermachen kann“, freut sich das Geburtstagskind. Und eines ist für ihn schon jetzt klar: „Ich werde auch nach meinem 67. Geburtstag der Feuerwehr fest verbunden bleiben.“

Von Raik Mielke

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