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Grimmen Mit zwölf Pilgern durch Grimmen
Vorpommern Grimmen Mit zwölf Pilgern durch Grimmen
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00:00 05.05.2017
Zwölf Pilger aus Braunschweig und Umgebung machten in Grimmen Station und ließen sich von Stadtführerin Gudrun Rech (Mitte, links) bei einem Rundgang durch die Altstadt die Sehenswürdigeiten erklären. Quelle: Foto: Peter Franke

Schon seit 15 Jahren im Dienst – und nun diese Premiere! Gudrun Rech, Grimmens ehrenamtliche Stadtführerin, führte jetzt gleich zwölf Pilger, die auf dem Jakobsweg unterwegs waren, auf einmal durch die Straßen und Gassen der Altstadt.

„Wir kommen alle aus Braunschweig und der Umgebung“, berichtet Herbert Meyer. Der 79-jährige Pastor im Ruhestand ist der Initiator der Pilgerreise und begleitet diese auch geistlich, wie er erklärt.

Alle zwölf Reisenden seien zwischen 60 und 80 Jahre alt und stammen allesamt aus verschiedenen Berufen, erzählt Herbert Meyer. „Wir sind schon verschiedene Wege gegangen und machen das schon ein paar Jahre gemeinsam“, so Meyer. „Im vorigen Jahr sind wir bis nach Greifswald gekommen. 15 bis 20 Kilometer sind wir pro Tag unterwegs.“ In Greifswald startete die Gruppe diesmal, übernachtete in einem Hotel. In Horst bekam das pilgernde Dutzend eine höchst interessante Führung durch die Kirche geboten, ist zu erfahren. Nun also Grimmen als nächste Zwischenstation, bevor die Reise nach Tribsees weitergehen soll. „Ich liebe Mecklenburg-Vorpommern“, begründet Dorothea Bertling, die ihr Alter lächelnd mit „Anfang 70“ angibt und gemeinsam mit ihrem Mann in der Pilgergruppe unterwegs ist: „Die Weite des Landes, die Baudenkmäler – das alles hat schon was.“ Seit 1990 besuche sie regelmäßig Bekannte hier. Das hiesige Bundesland sei schon fast wie eine zweite Heimat, schwärmt Dorothea Bertling über Meck-Pomm.

Eine Stunde lang führt Gudrun Rech die Gäste durch die Stadt. Besichtigt wird Sehenswertes wie das Rathaus, die historischen Stadttore, die Marienkirche und anderes mehr. „Den Wasserturm haben wir leider nicht mehr geschafft, aber es hat allen sehr gut gefallen“, erzählt die Grimmener Stadtführerin später.

Nun mögen die Senioren der Pilgergruppe aus verständlichen Gründen nicht jeden Kilometer mittels eigener Beinkraft absolvieren. So soll es also mit dem Bus weitergehen nach Tribsees. Doch dann der Schreck: Der öffentliche Nahverkehr fährt zu ursprünglich geplanten Abfahrtszeit nicht mehr. Nach einer Bitte der Stadtführerin sorgt Stadtrat Roland Wildgans unbürokratisch für Hilfe in der Not. Der Mann aus dem Rathaus organisiert zwei Kleinbusse des Fahrdienstes Rodewald, mit denen die zwölf Pilger bequem zum nächsten Ziel ihrer Reise gebracht werden. „Die Besucher waren sehr angetan von Grimmen und haben sich vor allem über die freundlichen und hilfsbereiten Menschen gefreut“, resümiert die Stadtführerin. „Im nächsten Jahr wollen wir von Bad Doberan in Richtung Lübeck aufbrechen“, verrät Pilger Herbert Meyer.

Peter Franke

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