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Grimmen Mörder nach dem Dessert entlarvt
Vorpommern Grimmen Mörder nach dem Dessert entlarvt
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00:00 14.03.2016
Columbo-Verschnitt Schimpanski alias Ullrich Zwintscher (M.) nimmt Florian Faser (Wilfried Kienast) in die Mangel. Quelle: Claudia Noatnick

Der Gärtner ist immer der Mörder? Nicht ganz. In Kaschow gehörte ein solcher noch nicht einmal zu den Tatverdächtigen, stattdessen aber einige Herren und Damen zweier befreundeter Vereine — dem Tauchsportverein Flachwasser und dem Nudistenverein Blickfang.

Ich habe schon drei Kriminal-

Dinner mitgemacht, aber das war heute meine erste Rolle.“Wilfried Kienast, Kandelin

Zu Gast sind die Mitglieder der beiden Vereine in Rademacher‘s Festscheune des Golfparks Kaschow, wo sie während eines leckeren Drei-Gänge-Menüs auf Mörderjagd gehen. Natürlich gehört keiner von ihnen in Wirklichkeit Tauchern noch Nudisten an — vielmehr handelt es sich um 91 Gäste eines Kriminal-Dinners. Was Manfred Clausner und Ullrich Zwintscher von den „Söhnen Mama‘s“ — Organisatoren des Mordsabends — jedoch nicht davon abhält, allen eine mehr oder weniger gewichtige Rolle zuzusprechen.

„Nicht maulen“, ordnet Hausmeister Hempel alias Clausner an, als manche der Gäste mit einem vernehmlichen „oje“ protestieren. Schließlich müsse ein Mord aufgeklärt werden und da habe eben jeder mitzumachen. „Sonst hätten Sie ja gar nicht erst herkommen brauchen“, stellt Hempel schnodderig fest. Gelächter im Saal. Na gut, dann mache man eben mit.

Und was dann folgt, ist ein vergnüglicher Abend, bei dem die Gäste zwischen den einzelnen Gängen des Menüs auf Mördersuche gehen und bei dem so manch einer von ihnen schauspielerisches Talent beweist. Dran glauben musste Dieter Sprotte, seines Zeichens stellvertretender Flachwasser-Vorsitzende, Nichtschwimmer und in etwa so beliebt wie Fußpilz. Deshalb hält sich die Betroffenheit über seinen Tod — er ertrank in einem aufblasbaren Planschbecken für Kleinkinder beim Schnorcheln — arg in Grenzen. Clausner, mittlerweile in die Rolle des Polizeihauptwachtmeisters Hans-Peter Windisch geschlüpft, hat also gemeinsam mit Kommissar Schimpanski alias Ullrich Zwintscher genügend Tatverdächtige.

Florian Faser, Spitzname Fussel, Ex-Ehemann von Gundula Rau-Faser, Fitnesstrainerin der Taucher zum Beispiel. Wilfried Kienast aus Kandelin gibt den langjährigen Vereinschef des Tauchsportvereins Flachwasser e. V. und hat sichtlich Spaß an seiner Rolle. Vehement währt er sich gegen die Unterstellung, er habe 95 Prozent der Mitgliedsbeiträge veruntreut und mit dem Ermordeten ein Hühnchen zu rupfen gehabt. Nervosität? Fehlanzeige. Wilfried Kienast poltert ins Mikro, grummelt, schimpft, lenkt geschickt den Verdacht auf andere.

„Das hat schon Spaß gemacht“, gibt er im Anschluss an die Mördersuche zu. Angesprochen auf seine souveräne Darstellung zuckt er nur mit den Schulter. „Als Vereinsvorsitzender ist man natürlich wer“, meint er lachend. Gefallen? Ja, das hat es. „Nur die Zwischenpausen waren etwas lang, aber sonst war es super“, findet der Kandeliner.

Übrigens: 2017 gibt es in Kaschow wieder ein Kriminal-Dinner mit den Söhnen Mama‘s, Infos gibt es unter www.soehnemamas.de

Von Claudia Noatnick

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