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Grimmen Monster-Gurken und Riesen-Tomaten
Vorpommern Grimmen Monster-Gurken und Riesen-Tomaten
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00:00 16.08.2016

Der fünfjährige Karl Ole Bruchnow aus Wendisch Baggendorf präsentiert eine Riesentomate. Geerntet hat der Knirps sie in Opas Gewächshaus in Bretwisch. Stolze 492 Gramm bringt sie bei einem Umfang von 31 Zentimetern auf die Waage. Insgesamt 13 Tomatenpflanzen hatte Karl Oles Opa als „Stabtomaten“ aus einem Katalog bestellt. Zwölf der Pflanzen tragen normal große Tomaten, doch eine Pflanze fällt mit ihren Früchten aus dem Rahmen. Die seien allesamt gigantisch, ist zu erfahren. 20 bis 25 der Riesentomaten habe die Pflanze hervorgebracht. Gut drei bis vier Wochen habe es gedauert, bis die Frucht rot war. Bei Familie Bruchnow wird sie nun zu Salat verarbeitet, ganz einfach mit Zwiebeln, Salz, Pfeffer, Essig und Öl.

Ein wahres Gurkenjahr erwischte Jürgen Wolff aus Grimmen. „Bislang habe ich 270 Gurken geerntet, acht Pflanzen habe ich“, erzählt er stolz. Damit hat er seinen alten Rekord aus dem Jahr 2006 – er liegt bei 188 Früchten – längst getoppt. Eine Gurke hatte Jürgen Wolff übersehen. „Die hab ich einfach vergessen abzunehmen“, erzählt der Grimmener. Mit ihren 46 Zentimetern, 2157 Gramm und einem Umfang von 27 Zentimetern sei sie nun für einen Gurkensalat nicht mehr verwendbar. „Wir machen jetzt Schmorgurken daraus, dazu gibt es Klopse“, erzählt Wolff. Seine Enkel Ben-Mattheo (3) und Hannah-Luisa (9) ist's recht. Sie mögen Gurken in jeder Form. Das Geheimnis der Gurkenflut sieht Jürgen Wolff in der Düngung. „Ich habe in diesem Jahr Pferdemist untergegraben“, erzählt er. Seitdem gedeihen die Gurken- und Tomatenpflanzen in seinem Gewächshaus, welches er im Frühjahr neu gebaut hat, prächtig und tragen unglaublich viele Früchte.

Ein wenig tropisches Flair hat sich Familie Lange aus Glewitz in den heimischen Garten geholt. Vor fünf Jahren pflanzte Manfred Lange dort eine Bananenstaude. Knapp 20 Zentimeter hoch war das Pflänzchen damals. Heute ist daraus eine stattliche Pflanze von 3,10 Metern Höhe geworden. „Wir nehmen sie im Winter nicht ins Haus“, erzählt Petra Lange. Damit die tropische Pflanze den kalten Glewitzer Winter übersteht, baute Manfred Lange ein Gestell, welches – mit Dämmwolle und Folie umwickelt – die Banane vor Frost und Kälte schützt. Neben der Bananenstaude haben Langes noch weitere Exoten wie Palmen und rote Bananen in ihrem Garten angebaut. „Wenn wir schon nicht wegfahren, dann holen wir die Tropen eben zu uns", sagt Petra Lange lachend.

614 Gramm wiegt eine riesige, verzweigte Mohrrübe, die der Holthofer Eddi Schuck jetzt in seinem Garten geerntet hat. „Schon der Kopf sah komisch aus, als er noch in der Erde steckte“, sagt er.

Eine weitere und gerade gewachsene Möhre, die er mit in die Grimmener OZ-Lokalredaktion brachte, wiegt beachtliche 341 Gramm. „So große Möhren hatte ich noch nie“, meint der Hobby-Gärtner. Ins Kartoffelbeet säte er seine Möhren Ende März. Doch in diesem Jahr wollten sie zunächst nicht auflaufen. Radieschen waren zu sehen und auch der Salat, aber von Möhren keine Spur. Doch dann kamen sie, und zwar mit Wucht. Und was macht Familie Schuck jetzt mit diesen großen Dingern? „Wir frosten sie für den Winter ein, dann schmecken sie wie frisch aus dem Garten“, erklärt Eddi Schuck. Und weil es jetzt so viele und so große Möhren sind, will er seiner Frau auch beim Schippeln helfen.

Überaus kuriose Tomaten hat Hannelore Schulz auf Grimmen in diesem Jahr in ihrem Kleingarten im Birkenweg geerntet. „Wir haben den Garten schon über 40 Jahre, aber so etwas hatten wir noch nie“, sagt die 66-Jährige. Die roten Früchte, die als erste in diesem Jahr reif geworden waren, sind mit zahllosen kleinen Gnubbeln bedeckt. „Die haben wir abgemacht und die Tomaten dann trotzdem gegessen“, erklärt Hannelore Schulz. Über die Tomatensorte weiß sie nichts genaues zu sagen. „Die Samen hatten wir von Bekannten bekommen. Vermutlich ist es eine russische Sorte.“

Almut Jaekel, Claudia Noatnick und Peter Franke

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