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Grimmen Müll-Ankauf für Deponie geplant
Vorpommern Grimmen Müll-Ankauf für Deponie geplant
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04:00 18.07.2013
Blick auf die Deponie Camitz. Sie soll bis Ende 2013 verfüllt werden, anschließend erfolgt die Oberflächenabdeckung. Quelle: Eigenbetrieb
Grimmen

Rund 8000 Tonnen Abfälle soll der Landkreis Vorpommern-Rügen erwerben, um damit die kreiseigene Deponie in Camitz endgültig verfüllen zu können. Dienstagabend hat sich der Umweltausschuss des Kreistages auf seiner Sitzung in Stralsund mit diesem Thema beschäftigt.

Worum geht‘s? Die Deponie Camitz soll endgültig verfüllt werden, ein entsprechendes Gutachten geht davon aus, dass das bis 31. Dezember 2013 erfolgt, 2014 würde dann die Oberflächenabdeckung erfolgen. Fürs Verfüllen wird Material benötigt. Sogenannter mechanisch-biologischer Abfall.

Der Landkreis Vorpommern-Rügen hat einen Vertrag mit der Entsorgungs- und Verwertungs GmbH (EVG) Rostock, über das Ablagern von Abfällen mit der Schlüsselnummer 190501 (das sind nicht kompostierbare Siedlungs- und andere Abfälle). Jährlich sollen circa 10 000 Tonnen angeliefert werden, pro Tonne erhält der Landkreis den vertraglichen Preis von 27,25 Euro je Tonne. 2012 habe es Lieferprobleme gegeben, heißt es in der Erläuterung zu der Beschlussvorlage. Voriges Jahr wurden lediglich 8700 Tonnen angeliefert und in Camitz eingebaut. Dieses Jahr sind bis einschließlich 21. Juni nur 810 Tonnen geliefert worden. „Seit letzter Woche bekommen wir wieder Material von der EVG“, erläuterte Hans-Ulrich Taeschner, stellvertretender Leiter des Eigenbetriebes Abfallwirtschaft des Kreises, im Umweltausschuss. Dennoch fehlen noch große Mengen für die endgültige Verfüllung — insgesamt etwa 8000 Tonnen. Andererseits verursacht das Sickerwasser — auch wegen des nassen Wetters in den vergangenen Jahren und auch 2013 — hohe Kosten. 2012 waren das 71137 Euro, dieses Jahr bisher rund 53 000 Euro, bis zum Monat Mai. Die EVG kann nicht zeitnah ausreichende Mengen Abfall liefern. Die Ostmecklenburgisch-Vorpommersche Verwertungs- und Deponie GmbH (OVVD) könnte. Der Landkreis ist Mitglied bei dieser Gesellschaft. Allerdings würde die OVVD nicht zu dem mit der EVG vereinbarten Preis von 27,25 Euro je Tonne liefern. Sondern für 16 Euro je Tonne, Transport inklusive. Der Kreis bekäme pro Tonne 11,25 Euro weniger — und hochgerechnet auf die 8000 Tonnen würde der Kreis etwa 90 000 Euro weniger einnehmen. Der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft hat das Thema deshalb in die Fachausschüsse gegeben. Im Umweltausschuss geht man mit dieser Variante mit. „Ein schnelles Schließen der Deponie ist nötig“, merkte Ausschussmitglied Reinhard Stahlberg an — auch um die weiterführenden Kosten zu minimieren. Eine endgültige Entscheidung trifft der Kreisausschuss auf seiner Sitzung am 12.

August.

Eigenbetrieb
Zuständig für die Deponie Camitz ist der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft des Landkreises. Er hat seinen Sitz in Stralsund. Zum Eigenbetrieb gehören — bzw. werden durch Mitarbeiter des Eigenbetriebes betrieben — auch die Wertstoffhöfe in Samtens und Sagard. Die Wertstoffhöfe in Barth, in Grimmen und in Ribnitz-Damgarten werden im Auftrag des Kreises (Eigenbetriebes) durch private Entsorgungsunternehmen betrieben.

Peter Schlag

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