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Grimmen Nach 14 Monaten: A 20 bei Tribsees ab Mittwoch wieder freigegeben
Vorpommern Grimmen Nach 14 Monaten: A 20 bei Tribsees ab Mittwoch wieder freigegeben
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11:06 07.12.2018
Tribsees: Bauarbeiten an der Behelfsbrücke für die abgesackte Autobahn 20 (Archivfoto) Quelle: Bernd Wüstneck/dpa
Tribsees

Auf diesen Termin haben Autofahrer und Anwohner gewartet: Die Autobahn 20 zwischen Bad Sülze und Tribsees (Landkreis Vorpommern-Rügen) ist ab kommendem Mittwoch (12.12.) wieder befahrbar. Die Behelfsbrücke über den im Herbst 2017 abgesackten Teil der A 20 ist fertiggestellt. Das gab das Verkehrsministerium des Landes MV am Donnerstag bekannt. Am Vormittag werde die Fahrbahn in Richtung Stettin geöffnet, einige Stunden später die Fahrbahn in Richtung Rostock.

Damit entfällt der Umweg über Langsdorf. Zu Einschränkungen wird es jedoch weiterhin kommen. In jede Richtung ist nur eine Spur freigegeben, das Tempolimit beträgt 60 Stundenkilometer. Dadurch soll laut Landesverkehrsminister Christian Pegel (SPD) das Unfallrisiko minimiert werden. Jeder Unfall würde eine Vollsperrung und damit erneute Umleitung nach sich ziehen. Damit die Höchstgeschwindigkeit nicht überschritten wird, werde ein Blitzer je Fahrtrichtung aufgestellt.

Fahrbahn auf Brücke hat größere Unebenheiten

Pegel wies außerdem darauf hin, dass die Übergänge zwischen den Fahrbahnteilen im Bereich der Brücke uneben sind und auch deshalb das Tempolimit eingeführt wurde. Dies ist auch auf einem Video deutlich zu erkennen, das in den vergangenen Tagen im Internet für Aufsehen gesorgt hat. Zwischen den 27 je dreiteiligen Brückensegmenten seien Stahlelemente eingebaut worden, um die Ausdehnung des Materials bei Temperaturschwankungen ausgleichen zu können.

Am Montag wurde das letzte Segment für den Westteil der Behelfsbrücke über den inzwischen verschwundenen Krater bei Tribsees eingesetzt. Für die OZ eine gute Gelegenheit, zurückzuschauen.

Damit sind mehr als ein Jahr nach dem spektakulären Zusammenbruch der Autobahn die genervten Anwohner in Langsdorf und Böhlendorf vom Durchgangsverkehr befreit. Wegen der Umleitung rollen täglich rund 20 000 Autos und Lastwagen durch die Dörfer. „An den Wochenenden waren es noch mal mehr“, sagte Langsdorfs Bürgermeister Hartmut Kolschewski.

Im Herbst 2017 war das A20-Teilstück über morastigem Boden in einer Fahrtrichtung erst abgesackt und schließlich vollständig weggebrochen. Kurz darauf wiederholte sich dies auch an der anderen Fahrspur, so dass die Autobahn vollständig unterbrochen wurde.

Kosten für die Brücke: 50 Millionen Euro

Die Behelfsbrücke hat eine Gesamtlänge von 773 Metern. Sie wurde aus insgesamt 81 Stahlsegmenten zusammengesetzt und kostete rund 50 Millionen Euro. Nun könnten die Arbeiten für den Wiederaufbau der eigentlichen Autobahn 20 einsetzen, die Planungen dafür liefen seit geraumer Zeit, hieß es. Für die endgültige Lösung werde eine neue Brücke als Verlängerung der bestehenden Trebeltalbrücke errichtet, zunächst die Fahrbahn in Richtung Rostock. Ist diese fertig, werde der Verkehr von der Behelfsbrücke auf diese verlegt und die zweite Brückenhälfte in Richtung Stettin errichtet. Früheren Angaben zufolge ist mit Gesamtkosten von rund 150 Millionen Euro zu rechnen. Die Brücke soll Anfang der 2020-er Jahre fertig werden.

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