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Nachwuchsarbeit immer wichtiger

Grimmen Nachwuchsarbeit immer wichtiger

Feuerwehren der Region setzen auf gut ausgebildete junge Leute

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Mit einem dicken Grinsen im Gesicht haben die Jugendfeuerwehrleute im Einsatzfahrzeug Platz genommen.

Grimmen. Die Feuerwehren der Region kämpfen um jedes neue Mitglied, um die Einsatzbereitschaft rund um die Uhr aufrecht zu erhalten. Ein immer wichtigerer Faktor spielt dabei die Jugendarbeit. Die OSTSEE-ZEITUNG sprach mit Nachwuchsfeuerwehrleuten und Jugendwarten aus fünf Wehren und erlebte viel Leidenschaft bei den Ausbildern, enormen Spaß für die Jungen und Mädchen, aber auch Probleme, die einer erfolgreichen Eingliederung in den Feuerwehrdienst im Wege stehen.

OZ-Bild

Feuerwehren der Region setzen auf gut ausgebildete junge Leute

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Nach dem Schulabschluss bricht ein Großteil weg

In der Grimmener Jugendfeuerwehr lernen derzeit 14 Jungen und Mädchen unter Jugendwart Andreas Alms und Stellvertreter Maik Arlt das Feuerwehr-Abc. „Wir haben jetzt eine gute Truppe zusammen, die sich einmal in der Woche trifft“, erklärt der Jugendwart. In den vergangenen Jahren haben einige Jungen und Mädchen den Sprung in die Freiwillige Feuerwehr geschafft. „Immer wieder Nachwuchsleute so auszubilden, dass sie irgendwann bereit sind, bei Einsätzen mitzufahren, ist das Hauptziel“, findet Andreas Alms und kennt die Schwierigkeiten: „Mit 16 Jahren geht die Suche nach der Lehrstelle los.

Viele verlassen dann Grimmen und somit auch die hiesige Wehr. Was wirklich oben ankommt, weiß man meistens erst dann, wenn sie ihre Berufsausbildung abgeschlossen und in Grimmen oder der näheren Umgebung Arbeit gefunden haben“, erklärt der Grimmener Jugendwart.

Mehr als nur die Ausbildung zum Feuerwehrmann

„Im ländlichen Raum ist die Jugendfeuerwehr eine der wenigen Möglichkeiten, dass die Kinder nicht vorm TV hängen bleiben und mit Freunden gemeinsam aktiv werden“, nennt Zarrentins Wehrführer Olaf Schmidt einen weiteren wichtigen Aspekt der Nachwuchsarbeit. Die Jugendfeuerwehr in Zarrentin zählt derzeit sechs Mitglieder. Volker Klatt und Andre Buchholz kümmern sich um die Ausbildung. „ Zwei der Mitglieder sind schon 14 beziehungsweise 16 Jahre alt. Wir sind guter Dinge, dass beide zu gegebener Zeit in die Einsatzabteilung wechseln“, blickt Olaf Schmidt optimistisch in die Zukunft. Die Jugendlichen treffen sich im Gerätehaus fast jeden Freitag, um Theorie und Praxis zu lernen. „Es soll Spaß machen und so ist neben Kontinuität vor allem Abwechslung im Training wichtig“, findet der Wehrführer.

Aufstieg in die Einsatzabteilung wesentlich einfacher

„Für mich war es das perfekte Sprungbrett“, beschreibt Abtshagens Jugendwartin Katja Schliecker. Sie war eine der ersten, die es einst aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung schaffte. „Die Vorkenntnisse, die man aus der Jugendfeuerwehr mitnimmt, erleichtern die spätere Truppmann-Ausbildung enorm, weil wir so die Handgriffe von der Pike auf lernen“, findet sie. In der Jugendfeuerwehr in Abtshagen gibt es aktuell 15 Mitglieder und ein Aufschwung ist zu verzeichnen. „In den letzten Monaten sind einige dazugekommen“, freut sich die Jugendwartin und betont den enormen Stellenwert einer kontinuierlichen Nachwuchsarbeit. Sicher einer der Gründe, dass es in Abtshagen zusätzlich eine Feuerwehrgruppe für Knirpse unter sieben Jahre gibt. „In diesem Alter kommen sie dann nämlich zu uns in die Jugendfeuerwehr“, erklärt Katja Schliecker.

Sinkende Zahlen aktiver Kameraden einbremsen

„Vor 15 Jahren hatte die Feuerwehr Süderholz 150 Aktive und 40 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr. Heute sind es nur noch 60 Aktive und der Trend geht weiter. In zehn Jahren werden es 30 Aktive sein“, beschreibt Tobias Lembke den negativen Trend. Der Jugendabteilungsleiter der Gemeinde Süderholz betont: „Wir stehen heute schon vor einem großen Problem. Die kontinuierliche Jugendarbeit ist eine Möglichkeit, dies einzubremsen.“ Und diese wird in der Gemeinde Süderholz ebenfalls sehr intensiv betrieben. Wie Tobias Lembke findet, sind zuerst einmal qualifizierte Jugendwarte von Nöten. „Unsere fünf Jugendwarte nehmen an Weiterbildungen teil, um den jungen Leuten auch fachlich richtig etwas bieten zu können“, sagt er. Zurzeit zählt die Süderholzer Jugendfeuerwehr 14 Mitglieder. Hinzu kommen 23 Knirpse aus der Feuerwehr-Arbeitsgemeinschaft. „Ich wünsche mir für die nächsten Jahren eine bessere Zusammenarbeit mit der Kreisjugendfeuerwehr Vorpommern-Rügen. Es sollte dort wieder mehr um die Kinder und weniger um Karrieren gehen“, findet Tobias Lembke klare Worte.

Vom Spielerischen zum Handwerklichen

Mit derzeit 30 Mitgliedern ist die Jugendfeuerwehr Sundhagen die zahlenmäßig größte der fünf vorgestellten. „Wir können den jungen Leuten nur alle 14 Tage so eine tolle Ausbildung in Bremerhagen bieten, weil wir ein engagiertes Ausbilderteam von zwölf Kameraden haben“, freut sich Jugendwart Frank Schröder und erklärt: „Es gibt eine Gruppe für die Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren.

Hier werden sie spielerisch an die Feuerwehr herangeführt. Die älteren bis 16 Jahren üben dann für Wettkämpfe, was für sie den besonderen Reiz ausmacht“, ist sich der Jugendwart sicher.

Raik Mielke

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