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Namensstreit ums Hummelnest

Kandelin Namensstreit ums Hummelnest

Abmahnschreiben für Kandeliner Kita. Trägerverein zahlt Lizenzgebühr.

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Die Kindertagesstätte in Kandelin heißt „Hummelnest“. Ein Name, der gemeinsam mit den Eltern ausgewählt wurde.

Quelle: Christine Drabsch

Kandelin. Anfang März bekam die Kita „Hummelnest“ in Kandelin überraschend Post aus München. Es war eine Abmahnung, die sich auf die Verwendung des Namens „Hummelnest“

bezog. Diplom-Pädagogin Sabine Hummel hatte ein Anwaltsbüro damit beauftragt; sie selbst meldete laut der Angaben auf ihrer Homepage schon 1992 das Markenzeichen für ein Kinderbetreuungskonzept „Das Hummelnest“ an und ist nun der Meinung, es bestehe eine mögliche Verwechselungsgefahr. Das weist Antje Groß-Klußmann (40) zurück. Die Geschäftsführerin des Familiensozialprojektes Vorpommern ist überzeugt: „Unser Angebot richtet sich nicht an die gleichen Adressaten.“ Vieles spreche gegen eine Konkurrenz zwischen der Kita Kandelin und dem pädagogischen Angebot von Frau Hummel in München.

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Mit sozial hat Frau Hum- mels Verhalten nichts zu tun.“Antje Groß-Klußmann

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„Deshalb haben wir uns erst einmal dagegen gewehrt“, berichtet sie. Hummels Anwälte hätten daraufhin ein Angebot zum Abschluss eines Lizenzvertrages gemacht, erzählt sie. Mit ihm wären, gegen Zahlung von 750 Euro, alle Ansprüche in der Vergangenheit und in der Zukunft abgegolten. Das heißt auch, die Kita Kandelin könnte dann ihren Namen weiterhin tragen, der gemeinsam mit den Eltern Ende der 1990er-Jahre ausgewählt wurde.

„Wir haben überlegt, was wir machen sollen und dabei herausgefunden, dass bereits einige andere Einrichtungen mit dem Namen Hummelnest in Deutschland — zum Beispiel in Leipzig und Dresden, aber auch in unserem Bundesland — von Frau Hummel angeschrieben wurden“, erzählt Antje Groß-Klußmann. Sie, selbst Anwältin, suchte den Kontakt mit Patent- und Markenanwälten in München. Diese meinten, dass die Grimmener nur eine wirtschaftliche Entscheidung treffen könnten — zwischen den 750 Euro und einem Rechtsstreit, bei dem sie noch mehr Geld verlieren könnten und eventuell dann auch die Einrichtung umbenennen müssten. Und das gerade zu einem Zeitpunkt, an dem in Kandelin eine neue Kita gebaut werden soll, und die Planungen der Architekten sogar auf den Namen Hummelnest abgestimmt sind.

„Wir haben schließlich eine wirtschaftliche Entscheidung getroffen und den Lizenzvertrag abgeschlossen“, berichtet Antje Groß-Klußmann. Das auch, um den Kindern der Tagesstätte ihren liebgewonnenen Namen zu erhalten. „Mit dem Hinweis darauf, dass die Lizenzgebühr nur Mitteln entnommen werden kann, die eigentlich für die umfassende Betreuung unserer Kinder vorgesehen sind, ist es noch gelungen, die Lizenzgebühren auf 350 Euro herunterzuhandeln“, erzählt die Geschäftsführerin. Großes Unverständnis für das Verhalten der Münchener Diplom-Pädagogin bleibt. „Mit sozial hat ihr Verhalten so gar nichts zu tun, im Gegenteil. Es ist herzlos, wenn sie in die Taschen der Kleinsten in unserer Gesellschaft greift“, sagt die 40-Jährige. Selbst die 350 Euro seien schmerzhaft für die Kita, schätzt Antje Groß-Klußmann ein. Deshalb wird die Bevölkerung um finanzielle Unterstützung gebeten. Eltern, deren Kinder die Einrichtung besucht haben oder die jetzt dort betreut werden, sind angesprochen. „Unterstützen Sie die Kita in Kandelin, jede noch so kleine Spende hilft“, betont die Geschäftsführerin.

Sie kann auch auf das Konto 632 000 538, BLZ 150 505 00 der Sparkasse Vorpommern überwiesen werden (Verwendungszweck: Lizenz Hummelnest).

 

 

Christine Drabsch

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Kandelin
Die Kindertagesstätte in Kandelin heißt „Hummelnest“. Die Einrichtung wurde abgemahnt, weil eine Münchener Pädagogin Verwechslungsgefahr mit ihrem eigenen Betrieb sieht.

Die Diplompädagogin Sabine Hummel hatte das „Hummelnest" in Kandelin (Vorpommern-Rügen) abgemahnt, weil der Kita-Name mit ihrem Betreuungsangebot verwechselt werden könnte.

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