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Grimmen Naturbad war das erste im Bezirk Rostock
Vorpommern Grimmen Naturbad war das erste im Bezirk Rostock
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00:26 09.05.2018
Volker und Heidemarie Preißler in ihrem Garten. Gern erinnert sich das Paar an die Zeit im Grimmener Naturbad zurück. Quelle: Foto: Raik Mielke

Am 2. Juni startet im Naturbad die Badesaison 2018. Schon seit dem 18. Juni 1966 konnten die Trebelstädter in den heißen Sommermonaten im Freibad ihre Seelen baumeln lassen. Einer, der die ersten Jahre miterlebte, ist Volker Preißler.

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Volker Preißler war jahrelang Schwimmmeister und erinnert an die Eröffnung des Grimmener Freibades

„Als das Bad damals eröffnet wurde, war ich noch Student in Zwickau“, erklärt der sportbegeisterte Rentner. In Grimmen lebte damals seine große Liebe und heutige Frau Heidemarie. „Ich war schon mit 14 Jahren in den Sommerferien als Rettungsschwimmer aktiv. Als ich dann gefragt wurde, ob ich mir vorstellen könnte, auch in Grimmen als Bademeister tätig zu sein, musste ich nicht lange überlegen“, erinnert er sich mit großer Freude an die Eröffnungsfeier des Bades. „Damals waren 5000 Menschen im Bad. Wir hatten einen großen Sprungturm, Strandkörbe und einen großen Bau, in dem sich eine Kantine und die Umkleidekabinen befanden.“

Aus dem Buch „Alles mit den Menschen, alles für die Menschen“ in dem es damals um die Entwicklung Grimmens von 1963 bis 1967 ging, geht hervor, dass mehr als 2000 Bürger der Stadt an der Errichtung beteiligt waren. Zudem leisteten „52 Betriebe der Stadt sozialistische Arbeit“. Insgesamt, so steht es geschrieben , gingen 60 000 Arbeitsstunden auf das Konto der Helfer. Lobende Worte gab es damals auch von Harry Tisch, seinerzeit Mitglied des Zentralkomitees und erster Sekretär der Bezirksleitung der SED Rostock. „Euer Bad ist das erste Naturschwimmbad, das im Bezirk Rostock entstand. Es wurde damit ein Beispiel geschaffen, wie man mit geringen Kosten in kurzer Bauzeit und durch Einbeziehung vieler Bürger eine so wichtige Einrichtung schaffen kann“, sagte er. Erst im Herbst 1965 war nämlich mit den Bauarbeiten begonnen worden.

„Der Badeort wurde sofort von den Leuten angenommen. Das Naturbad war immer gut besucht“, erinnert sich Volker Preißler zurück und beschreibt: „Es entstand damals noch eine Brücke, die einmal quer über die 50-Meter-Bahn ging. Wir hatten uns diese gewünscht, damit wir im Ernstfall schneller bei den Badegästen sein konnten.“

Und diese Hilfe brauchte der eine oder andere schon. „Ich war seit 1968 dann Lehrer in Grimmen und habe mit meinen Schülern dort immer den Schwimmunterricht durchgeführt“, sagt der Trebelstädter und erinnert sich an eine Rettungsaktion. „Eine Person bekam einen Schwächeanfall im Wasser und ich konnte ihn gerade noch retten. Dafür habe ich später die Lebensretter-Medaille bekommen“, erzählt er stolz. Aber nicht immer ging es so glimpflich aus. „Damals waren ja auch schon die Angler im hinteren Bereich des Bades aktiv. Als wir eines Abends schließen wollten, entdeckten wir eine Angel und eine Flasche Bier. Daraufhin sind wir den schlammigen Boden abgeschwommen und haben die Leiche dann auch gefunden“, erinnert er sich an eine tragische Geschichte. Insgesamt überwiegen aber die positiven Erinnerungen an den Badeort, der bis heute besteht.

Zwischenzeitlich musste das Bad nach einem Zwischenfall und der Überprüfung der Wasserwerte geschlossen werden. Erst nach umfangreichen Sanierungsarbeiten konnte das Naturbad am 1. Juni 1983 wieder öffnen. Bis heute ist es von Juni bis Ende August ein gut angenommener innerstädtischer Badeort. „Es ist einfach schön, dass wir in Grimmen solch ein Freibad haben“, freut sich Volker Preißler.

Raik Mielke

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