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Grimmen Neue Kita soll bis Jahresende fertig sein
Vorpommern Grimmen Neue Kita soll bis Jahresende fertig sein
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13:01 15.09.2018
Neue Kita - neuer Name, nach der Sanierung heißt die Kindertagesstätte in Tribsees „Trebelfroscher“. Quelle: Ines Sommer
Tribsees

„Trebelforscher“ steht auf einem großen, bunten Logo an der Hauswand der Tribseeser Kita. Die Fassade ist schon fertig, sieht aus, als könnten die Kinder schon morgen einziehen. Doch im Inneren des Dreigeschossers geht die Post ab, auf allen Ebenen wird gehämmert, gebohrt, gemalert und montiert. 21 Gewerke haben ihre Mitarbeiter auf die Baustelle geschickt, und zwar gleichzeitig.

Gute Nachricht für Eltern in Tribsees (Vorpommern-Rügen): Die Sanierung der Kita soll bis Jahresende abgeschlossen sein. 2,2 Millionen wurden hier investiert, das Land gab 1,9 Millionen Euro Förderung.

„Bei so einem Riesenprojekt ist es wichtig, dass die Baufirmen untereinander klarkommen. Und das ist hier der Fall. Die Abstimmung läuft super“, lobt Susanna Masur vom Bauamt Recknitz-Trebeltal und schiebt hinterher: „Man kooperiert miteinander, und tauchen in der Bauphase Fragen auf, stehen uns die Bauleute auch mit ihrer Erfahrung zur Seite, da denkt nicht jeder nur an sich.“ Das mache auch den Reiz dieses Großprojektes aus.

2,2 Millionen Euro investiert die Stadt Tribsees in die grundlegende Sanierung der Kindertagesstätte. Rund 1,9 Millionen Euro davon werden aus verschiedenen Töpfen gefördert. „Der Wunsch, die Kita zu modernisieren, stammt schon von 2013. Wir haben ja gemerkt, dass Tribsees wieder mehr Kinder hat. Und darauf wollten wir natürlich reagieren, denn die Familien sollen sich hier zu Hause fühlen“, sagt Bürgermeister Thomas Molkentin (CDU).

Ab 2016 lief das zeitintensive, nervenaufreibende Genehmigungsverfahren (mit etlichen fahrten nach Schwerin gespickt). Im Sommer 2017 rollten dann endlich die Bagger an. Der Abbruch begann.

„Wir haben hier wirklich alles rausgerissen, so dass nur noch die nackten Wände dastanden. Alle Fußböden kamen raus, auch Heizung und Sanitär wurden komplett rausgerissen. Kein Rohr, kein Kabel blieb drin. Wir haben nur die Fenster gelassen, die die Stadt zwischendurch schon mal erneuert hatte“, sagt Britt Zöllner-Fröbel vom gleichnamigen Planungsbüro in Tribsees, das für dieses Projekt den Hut aufhat. Ihr Mann ergänzt: „Zum Glück hatten wir in dem Gebäude kaum Schadstoffbelastungen, und vor allem keinen Asbest.“ Abgesehen von kleinen Überraschungen, die man ja auf jeder Baustelle findet, sei nur das Dach ein Sorgenkind gewesen. „Da war zunächst eine Sanierung geplant, das reichte aber nicht aus, wir müssen das neu machen“, so Susanna Masur beim Rundgang durchs Haus. Sie lobt auch die gute Zusammenarbeit mit der BIG-Städtebau.

Im Erdgeschoss wirbeln die Maler. Hier sollen später 48 Krippenkinder betreut werden. Sie haben für die Zeit der Bauarbeiten ihr Domizil im gegenüberliegenden Container und sollen als Erste ins neue Haus einziehen. Die Übergangslösung hatte die Stadt übrigens über 150 000 Euro gekostet, da es sich um eine Spezialanfertigung für die Krippe handelte.

In der zweiten Etage werden sich die Kindergartenknirpse über neue Gruppenräume, Kinderküchen, Kreativraum oder Bausstellenbereich freuen. Im Obergeschoss sind noch Kita-Gruppen, aber auch Hortkinder untergebracht. Insgesamt beherbergt die neue Kita dann 234 Mädchen und Jungen. Bisher waren es 205. „Wir freuen uns besonders über den kleinen Anbau, in dem wir dann größere Veranstaltungen machen können. Das ist ein Highlight“, so Kita-Leiterin Cornelia Werner. Und da es sich bei der ASB-Kita „Trebelforscher“ um eine integrative Einrichtung handelt, die auch Knirpse mit Handicap betreut, wird noch ein Fahrsthul eingebaut. „Die genaue Aufteilung der Räume überlegen wir uns, wenn alles fertig ist. Wir wollen unser Konzept dann ja auch weiter entwickeln. Fest steht, wie arbeiten teiloffen und widmen uns dem Umgang mit Natur und Umwelt. Eine Forscherhütte haben wir ja schon.“

Die Kita-Sanierung ist zwar etwas teurer geworden, doch das konnte die Kommune im Rahmen des Haushaltes stemmen. Bürgermeister Thomas Molkentin meint: „Die Modernisierung kommt uns trotzdem billiger als Abriss und Neubau.“ Da werden ihm sicher nicht alle zustimmen. Aber dennoch hatte Tribsees Glück: Auf die 21 Lose hatten sich 160 Firmen beworben. So blieben die Preise im Rahmen. Heute undenkbar.

Sommer Ines

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