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Grimmen Neue Runde im Wettstreit um Geld aus Europa
Vorpommern Grimmen Neue Runde im Wettstreit um Geld aus Europa
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00:00 25.03.2014
Auf Initiative des Fördervereins wurde die Rolofshagener Kirchenruine schon mehrfach mit EU-Mitteln unterstützt. Quelle: Peter Franke
Grimmen

Die Kirchenruine in Rolofshagen, das Wegenetz in Hohenwieden, der Nehringer Graureiher und der Stahlbroder Schulbauernhof bekamen in den letzten Jahren Unterstützung der EU.

In all diese Projekte floss Geld über das Förderprogramm Leader, durch das seit 1994 europäische Mittel für den ländlichen Raum der Leader-Region Nordvorpommern bereitgestellt werden.

„Die letzte Förderperiode lief bis 2013, die neue startet jetzt und ist zeitlich an den EU-Haushalt gekoppelt, geht also bis 2020“, sagt Walther Benkert, Regionalmanager der Leader-Aktions-Gruppe (LAG) Nordvorpommern. Knapp 70 Projektideen liegen derzeit für die neue Förderperiode des Programms Leader für die Region Nordvorpommern vor. Aber noch wirkt die vergangene Förderperiode nach. „Das Geld kann bis Juni 2015 ausgegeben werden“, erklärt Benkert. Konkret heißt das, in diesem Jahr fließt zum Beispiel Geld in das Franzburger Schwimmbad. Für eine erste Sanierung gab es schon einmal Leader-Geld, jetzt wird im zweiten Bauabschnitt Folie ins Becken gelegt. Benkert: „Den Zuwendungsbescheid wird es demnächst geben“.

Die Gemeinde Süderholz habe auch noch einen Antrag laufen, über den das Gewässernetz am Schloss Griebenow saniert werden soll. „Es wird sich in dieser Woche entscheiden, ob das klappt“, sagt Assistent Erik Trebesch, der ab 1. April für den in den Ruhestand ausscheidenden Walther Benkert das Regionalmanagement übernimmt. Alternative zum Griebenower Vorhaben ist eines im Vogelpark Marlow. „Ein anderes Vogelpark-Projekt, eine Spielarche, war eines der schönsten im vorigen Förderzeitraum“, schwärmt Trebesch.

Auf ähnliche Projekte hoffen die beiden Mitarbeiter der Kreisverwaltung Vorpommern-Rügen, bei der das Management der LAG Nordvorpommern angesiedelt ist. Vorsitzender ist übrigens der Leitende Verwaltungsbeamte des Nieparser Amtes, Peter Forchhammer. Gegenwärtig werde die neue Förderperiode vorbereitet, sagt Benkert. „Leader ist nicht ein Programm wie viele andere“, sagt Benkert. Bevor Gelder verteilt werden können, müsste die Strategie der LAG erarbeitet werden. Erst wenn sie bestätigt ist, gibt es ein Kontigent, das sich an Bevölkerungszahlen und Fläche orientiert. Derzeit stehen der LAG Nordvorpommern für den Zeitraum bis 2020 insgesamt 5,8 Millionen Euro in Aussicht.

„Projektideen, die zur neu erarbeiteten Strategie passen, können auch noch bis kurz vor Ende der Förderperiode eingereicht werden“, sagt Erik Trebesch. Die derzeit etwa 45 LAG-Mitglieder entscheiden dann über deren Aufnahme in die Prioritätenliste. Benkert empfiehlt: „Wer anstrebt, durch das Leader-Programm gefördert zu werden — seien es Vereine, Kommunen oder Privatpersonen — sollte sich also zunächst mit deren aktueller Strategie beschäftigen.“

Die Mehrzahl der aktuellen Projekte konzentrieren sich deutlich nördlich der B 105. Überwiegend Vereine und Gemeinden aus dem Norden Nordvorpommerns seien finanziell in der Lage, die Kofinanzierung zu leisten. Oft fördern die Projekte den Tourismus in Barth, auf dem Darß oder rings um Stralsund. An der Kofinanzierung soll sich deshalb im Interesse der Gleichbehandlung etwas ändern. Geplant ist, dass die EU künftig zu 90 Prozent (bisher 80 der Netto-Kosten) die Kosten übernimmt und sich an den restlichen zehn Prozent das Land beteiligt.

Leader in der Ruine:
Ín der Rolofshagener Kirchenruine werden seit Jahren kleinere Projekte mit EU-Mitteln realisiert. Die Mauern der beiden Gewölbeansätze, die nicht überdacht sind, wurden im vorigen Jahr mit Hilfe von Leader-Geldern saniert, informiert Barbara Frentzel-Beyme, Vorsitzende des Vereins zur Erhaltung der Feldstein-Kirchenruine in Rolofshagen. LAG-Manager Nordvorpommerns Walther Benkert: „Rolofshagen wird auch in den nächsten Jahren dabei sein“. Dringend nötig sei jetzt die Restaurierung des Südwestpfeilers der Ruine, in den Efeu eingewachsen ist. „Dadurch sind bis zu acht Zentimeter breite Risse entstanden“, sagt Barbara Frentzel-Beyme.



Almut Jaekel

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