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Grimmen 540 000 Euro flossen in den Bau
Vorpommern Grimmen 540 000 Euro flossen in den Bau
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05:30 03.11.2018
Antonia und Joline Panzenhagen (l.) mit ihrem Pony Pepe freuen sich über das Ende der Bauarbeiten in Grellenberg. Quelle: FOTO: Carolin Riemer
Grellenberg

Die Zeit der Schlaglöcher im Grimmener Ortsteil Grellenberg sind Geschichte. Seit Ende Oktober schnurren die Autoreifen über die neue Asphaltstraße. „Lange wurde sie geflickt, aber vor der Sanierung befand sie sich trotzdem in einem so schlechten Zustand, dass sie dringend erneuert werden musste“, sagt Bauamtsleiterin Heike Hübner. Viele Eigenheime seien in dem Ortsteil entstanden. Grellenberg habe sich gut entwickelt. 540 000 Euro kostete der Bau der Ortsdurchfahrt. 250 000 Euro stammen aus dem Fördertopf „Kommunaler Straßenbau“ des Landes.

Doch so sehr sich die Bauamtschefin auch über die Sanierung und die Fördermittel freut, es gibt auch einen Wermutstropfen –und der nennt sich Straßenausbaubeiträge. Schätzungsweise 90 000 Euro werden auf die Anwohner Grellenbergs umgelegt. „Niemand soll denken, dass wir das gern tun. Es ist schlicht und einfach eine Regelung des Landes, die wir nicht umgehen können.“ Aktuell werden die genauen Beträge, die die Grellenberger zahlen müssen, berechnet. Die Höhe richtet sich nach der Grundstücksgröße.

In zwei Bauabschnitten arbeiteten die Mitarbeiter der Firma RESD, die die Post für die Anwohner zwischenzeitlich auf ihren Radladern zustellten. Im ersten Abschnitt wurde die Ortszufahrt von der Landesstraße 19 bis nach Grellenberg erneuert. Die Arbeiten waren im vergangenen Jahr abgeschlossen. Nun war der zweite Teil, die Ortsdurchfahrt, dran. Die 376 Meter lange Straße wurde auf eine Breite von 5,50 Meter ausgebaut und an beiden Straßenseiten Hochborde gesetzt. Auch ein 1,50 Meter breiter Gehweg und eine neue Regenentwässerung entstanden. In der nagelneuen Buswendeschleife, in der eine zusätzliche Straßenlampe für mehr Licht sorgt, fehlt aktuell noch ein Buswartehäuschen. „Aber auch das kommt noch“, verspricht Heike Hübner. Sie habe sich erfolgreich bemüht, ausschließlich einheimische Firmen für die Arbeiten gewinnen zu können. „Schließlich finanzieren wir den Straßenbau aus Steuergeldern und einheimische Firmen zahlen ihre Steuern bei uns - so haben alle Beteiligten etwas davon.“ Außerdem sei es einfacher, mit hiesigen Firmen über eventuell anfallende Nacharbeiten zu verhandeln.

Die Bauarbeiter hätten sich während der ganzen Zeit bemüht, die Anwohner so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Dass es für so manchen Grellenberger trotzdem eine etwas nervenaufreibende Zeit war, berichten Antonia (17) und Joline Panzenhagen (15). „Einige Nachbarn konnten zeitweise nicht auf ihre Auffahrten gelangen und mussten hinter ihren Häusern parken“, erzählt Antonia. Mit 13 Pferden und ihren Eltern leben die Schwestern in Grellenberg. Sie habe der Bau nicht gestört. „Es ging alles reibungslos. Die Straße war oft einseitig befahrbar und die Bushaltestelle, an der auch der Schulbus abfahre, in zumutbare Nähe verlegt worden. „Das war alles kein Problem“, sagt auch Joline. Auch Hengst Pepe kann nun gefahrlos seine vier Hufe über den Asphalt bewegen, ohne in ein gefährliches Schlagloch zu geraten.

Besonders freut sich Bauamtsleiterin Heike Hübner über die erfolgreichen Verhandlungen, die mit der Telekom geführt wurden. Im Zuge der Straßenbauarbeiten wurden nämlich auch die Glasfaserkabel für ein schnelles Internet in der Erde verlegt. In anderen Ortschaften war das nicht immer möglich, denn der Breitbandausbau wird nur gefördert, wenn bereits bestehende Oberleitungen genutzt werden. In Grellenberg jedoch ließ sich die Telekommunikationsfirma auf die Verhandlungen ein und versenkte sie trotz vorhandener Oberleitungen im Erdboden. Noch seien die Haushalte zwar nicht angeschlossen, aber das werde in der kommenden Zeit passieren, berichtet die Bauamtsleiterin.

Carolin Riemer

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