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Neuer Antrag aus Wrangelsburg

Wrangelsburg Neuer Antrag aus Wrangelsburg

Die Gemeinde bemüht sich um mehr als 300 000 Euro EU-Förderung

Wrangelsburg. Neuer Anlauf in Wrangelsburg: Die 200-Seelen-Gemeinde südöstlich von Greifswald bewirbt sich zum wiederholten Mal um viel Geld aus dem EU-Programm Leader, das der Entwicklung ländlicher Räume gilt. 350000 Euro und damit den Höchstbetrag möglicher Unterstützung möchten die Wrangelsburger haben: für die Instandsetzung einer gut 400 Jahre alten Feldsteinscheune. Das 60 Meter lange Bauwerk in Sichtweite des früheren Gutshauses, immerhin ältestes seiner Art im Gebiet des Altkreises Ostvorpommern, soll schrittweise zu einem vielfach nutzbaren Veranstaltungsort umgebaut werden. Derzeit wird ein Teil seines schadhaften Daches notgesichert.

Auf 2,5 Millionen Euro schätzt Wrangelsburgs Bauausschuss-Vorsitzender Herbert Kautz den Gesamtaufwand. Fast 80000 Euro bekam die Gemeinde 2016 vom Land bewilligt. Um die Arbeiten fortzusetzen, ist man auf weiteres Geld angewiesen. Im vergangenen Jahr war die Feldsteinscheune von Wrangelsburg bei der Vergabe von Leader-Fördermitteln nicht berücksichtigt worden. Bis gestern hatten die Wrangelsburger Zeit, sich neuerlich um Geld aus diesem Programm zu bewerben. „Der Aufbau und die Nutzbarmachung der Scheune können positive Effekte für unsere Gegend haben“, gibt Herbert Kautz zu bedenken. Im September muss er auch andere davon überzeugen. Dann tritt die regionale Arbeitsgruppe zusammen, die über die Vergabe der Leader-Mittel befindet. Antragsteller wie die Gemeinde Wrangelsburg sollen ihre Vorhaben dann glaubhaft präsentieren.

Ganz neu ist der Fall Wrangelsburg aus Leader-Sicht nicht. 2004 erhielt die Kommune 25000 Euro aus dem EU-Programm, damit sie den Zustand der Scheune untersuchen und Vorschläge für Nutzungen erarbeiten konnte.

Sven Jeske

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