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Grimmen Neuer Markt mit Fontäne und Schachspiel
Vorpommern Grimmen Neuer Markt mit Fontäne und Schachspiel
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06:45 14.08.2013
So stellt sich der Pensionär Ulf-Harry Kugelmann die Gestaltung des Neuen Marktes vor — mit einer Wasserfläche, mobilen Bänken und Blumen- kübeln, gepflastert im Rautenmuster. Für einige wenige Autos könnte eine Parkspur eingerichtet werden. Als Ersatzparkplatz würde Kugelmann den jetzigen Busbahnhof nutzen. Der wiederum könnte seinen Platz am Bahnhof erhalten, schlägt der Stralsunder vor.
Stralsund

Das Tor zur Altstadt. Dieser Rolle soll der Neue Markt als einer der beiden Pole der Einkaufsmeile künftig besser gerecht werden. Mit beruhigter Verkehrssituation, aber trotzdem erreichbar für Fahrzeuge. „Wichtig ist, dass der Platz mit Kirche, Post und Banken Alltagsort der Stadtgesellschaft ist“, hatte Architektin Prof. Iris Reuther vom Leipziger Büro für urbane Projekte im März betont.

Seit Januar — nach einem Anrainertreffen und einer Bürgerwerkstatt — wird in der Stadt über die künftige Markt-Gestaltung diskutiert. Das Mitspracherecht der Bürger ist ausdrücklich erwünscht. Und das nutzt jetzt der Hansestädter Ulf-Harry Kugelmann, der in der Arbeitsgruppe Bürgerbeteiligung mitarbeitet. Der Pensionär, der sich sehr für Architektur interessiert, hält den Neuen Markt „nicht nur für eine optische Herausforderung“.

Sein Vorschlag: Der autofreie Marktplatz kann realisiert werden, wenn der bisherige Busparkplatz an den Bahnhof verlegt wird. Die Fläche, die dadurch frei wird, würde Kugelmann als Ersatzparkplatz für die jetzigen Stellflächen auf dem Neuen Markt nutzen.

„Wer eine historische Stadt besichtigt, für den ist es kein Thema, dass man nicht in die Stadt hineinfahren kann“, meint der frühere Beamte, der beruflich für das Auswärtig Amt tätig war, nach eigenen Erfahrungen bei zahlreichen Reisen.

Und so sieht Kugelmanns Idee im einzelnen aus: Die Parkbucht vor der Bäckerei Junge würde er schließen und erweitern, um mehr Freiplätze für das Café zu gewinnen und den Gästen einen freien Blick auf den Neuen Markt und die angrenzenden Gebäude zu ermöglichen. Die Busse für die Stadtrundfahrten würde er hinter dem Taxistand platzieren.

Vor der „Brasserie“ und dem Italiener „La Piazza“ würde der Stralsunder in der Urlaubssaison nur einen Halt für den Lieferantenverkehr ermöglichen. Damit auch hier der Restaurant-Gast den freien Blick auf die Marienkirche, den Markt und die Bürgerhäuser genießen kann.

Den Restaurantbetreibern würde es der Stralsunder freistellen, ob sie die Bewirtungsfläche über die Straße hinaus auf den Neuen Markt ausdehnen, so wie es bereits auf dem Alten Markt geschieht.

Gegenüber dem Ehrenmal würde Kugelmann einen Parkstreifen einrichten, der zur Hälfte von Schwerbehinderten genutzt werden kann. Den Platz würde er durch eine Hecke abtrennen, durch die man aber an einer Stelle hindurchgehen kann.

Den Marktplatz selbst stellt sich Kugelmann mit einem Wasserbecken und einer Fontäne vor. „Wasser gehört für mich einfach zur Entspannung dazu“, findet der Mann, der aus Neuwied (Rheinland-Pfalz) stammt und seit zehn Jahren in der Hansestadt lebt. Außerdem würde er zwei Flächen mit Schachbrettmuster auf das Pflaster bringen, auf denen man auch Dame spielen kann. „Wird der Platz nicht für den Wochenmarkt oder sonstige Veranstaltungen genutzt, kann er mit abschraubbaren Bänken und fahrbaren Blumenkübeln verschönert werden“, schlägt Kugelmann vor. Wichtig ist ihm: Der Marktplatz sollte über einen barrierefreien Zugang von allen Seiten verfügen.

Top, die Wette gilt, ob die Kugelmannschen Vorschläge Gehör finden. Ideen jedenfalls dürfen weiterhin eingereicht werden. Denn eine Bebauung werde frühestens in drei Jahren beginnen, hieß es aus der Stadtplanung.

Mehr über das Projekt „Stadtraum Neuer Markt“ erfährt man auch unter

www.stralsund.de.

Marlies Walther

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