Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Grimmen Erdmännchen ziehen in Eingangsbereich um
Vorpommern Grimmen Erdmännchen ziehen in Eingangsbereich um
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:11 31.10.2018
Mitglieder der Grimmener Ausschüsse für Wirtschaft, Tourismus und Verkehr sowie Schulen, Sport und Kultur beim Rundgang im Tierpark. Quelle: Almut Jaekel
Grimmen

„Natur erleben, begreifen, verstehen“ soll in Zukunft noch mehr das Motto des Heimattierparks sein. Das zumindest beschlossen die Mitglieder der Ausschüsse für für Wirtschaft, Tourismus und Verkehr sowie Schulen, Sport und Kultur mit der Zustimmung zur neuen Konzeption während ihrer Sitzung nach einem Rundgang durch den Park. Endgültig werden die Stadtvertreter über das Konzept entscheiden.

Teich muss saniert werden

Zahlreiche bauliche Maßnahmen sind als Grundlage für die Umsetzung des Konzepts notwendig. Seit Jahren wird beispielsweise bereits über die Teichsanierung gesprochen. „Der Teich führt sehr wenig Wasser, obwohl der Bereich früher immer überschwemmt gewesen ist.“, sagte Burkhard Niedermeyer, Fachbereichsleiter in der Stadtverwaltung. Sowohl Tierparkleiterin Christin Trapp als auch Stadträtin Heike Hübner wiesen darauf hin, dass der Teich keinesfalls übermäßig verschlammt ist. Nach der Ursache des Niedrigwassers werde weiter gesucht, zusätzliche Regenentwässerung in den Teich sollen geprüft werden. Nach der Sanierung soll es eine Flachwasserzone mit Teichrosenbesatz geben, es werden dort Entenarten präsentiert, und es entstehen fuchssichere Inseln, die über Unterwasserstege für die Pfleger erreichbar sind.

Eingangsbereich aufwerten

Laut Konzeption wird auch der Eingangsbereich aufgewertet: Das alte Tor verschwindet, die Kasse des Vertrauens durch ein lange diskutiertes Kassensystem ersetzt. Außerdem werden die Erdmännchen in Nähe des Eingangs umziehen. Dafür bietet sich das derzeitige Nachtquartier des Geflügels an. „Besucher könnten durch große Glasscheiben in das erst 2012/13 errichtete Warmhaus schauen, sehen tagsüber aber nichts, weil es leersteht. Das Haus bietet sich für unsere Erdmännchen an“, sagte die Tierparkchefin. Allerdings müsse das Außengelände für die possierlichen Tiere ausbruchssicher gemacht werden. Die Gänse könnten in einer Gebäudehälfte ihr Nachtquartier behalten. Die Störche sollen nach Greifswald umsiedeln. „Hier bei uns können sie nicht brüten, da sie nachts immer weggesperrt werden müssen“, begründet Christin Trapp.

Uhus und Alpakes beliebt

Beliebt bei den Tierparkgästen seien die Uhus. „Ihr Gehege ist in die Jahre gekommen und muss saniert werden“, betonte Trapp. „Erneuert werden muss auch das Alpaka-Gebäude“, informiert Christin Trapp. Eine Absperrmöglichkeit für die Tiere ist nicht vorhanden – das ist beispielsweise beim Schauscheren zu Ostern notwendig – und der Stall wird bei großen Niederschlägen überschwemmt.

Ferkelgehege wird begehbar

Auch das Schweinegehege –in Grimmen werden Wollschweine gehalten –wird neu gestaltet. Mit im Boot ist dabei der Tierparkförderverein. „Der Ferkelbereich soll begehbar werden“, sagte dessen Vorsitzender Klaus Wohlfahrt. „So etwas gibt es in MV bisher noch nicht und wir hätten dann ein Alleinstellungsmerkmal“, informierte Christin Trapp.

Sehr viel ist bereits in der Anlage geschehen. So sei beispielsweise das Ziegengehege toll, wird in der Konzeption eingeschätzt, und auch der Vorsitzende des Tourismusauschusses, Marco Jahns, lobt die Arbeit im Zoo. An einigen Stellen treffen ältere Haltungen aber auf gesetzliche Einschränkungen. Beispielsweise reichen die Abmessungen des Kapuzineräffchen-Geheges nicht aus. Eine Möglichkeit wäre, sie im ehemaligen Tigergehege unterzubringen, in dem Nasenbären wohnen. Christin Trapp: „Das Außengehege ist dort top, ein neues Warmhaus müsste gebaut werden.“ Nasen- und Waschbären dürfen in Zukunft in Europas Zoos sowieso nicht mehr gehalten werden, da es sich um invasive Arten, handele, die bei Ausbruch heimische Arten verdrängen würden.

Ein wichtiger Bestandteil der künftigen Arbeit im Tierpark werden Schaufütterungen. Zwei Schaufütterküchen sollen entstehen. Beanstandet wurde während des Rundgangs das Heulager am „Hexenhaus“, dem wohl ältesten Gebäude. Das Lager müsse großzügiger gestaltet und dabei möglichst das alte Gebäude erhalten werden. Diese Maßnahme ist jedoch erst für 2026 vorgesehen.

Almut Jaekel

Eine Grimmener Delegation von Kirche und Stadt bringt Spenden der Grimmener an polnische Kinder in die Partnerstadt.

31.10.2018

Quote sinkt in Grimmen und Umgebung um 0,3 Prozentpunkte auf aktuell 8,2 Prozent.

30.10.2018
Grimmen Gesichter der Region - Meist auf Baustellen unterwegs

Alexander Jahns (46) aus Grellenberg hat sich 2005 im Tief-, Straßen- und Rohrleitungsbau selbstständig gemacht.

30.10.2018