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Grimmen Neues Wohngebiet: Anwohner wütend über Bauverkehr
Vorpommern Grimmen Neues Wohngebiet: Anwohner wütend über Bauverkehr
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00:05 10.06.2016

Sandberge türmen sich auf der Brachfläche, rot-weiße Warnschilder wurden aufgestellt: In der Stadtrandsiedlung neben der Heinrich-Heine-Straße haben die Vorarbeiten für ein neues Wohngebiet begonnen (B-Plan 88): Bagger rollen hin und her. Und genau das ist ein Problem, meint Anwohner XXX Kadau. Denn die schwer beladenen Kipper beschädigten die Heinrich-Heine-Straße.

Kadau wohnt in jenem Abschnitt der Straße, der erst letztes Jahr aufgerissen, mit neuen Wasserleitungen versehen und frisch gepflastert wurde. Seit Dezember sind diese Arbeiten abgeschlossen, die Straße wurde zur Spielstraße mit Schrittgeschwindigkeit erklärt.

„Ruhe haben wir trotzdem nicht“, schimpfte Kadau am Mittwochabend bei einer Sitzung der Ortsteilvertreter Innenstadt. „90 Prozent der Fahrer halten sich nicht an die Schrittgeschwindigkeit“, behauptete er. Und vor allem sei es Wahnsinn, dass der Bauverkehr für das neue Wohngebiet hier durch rumpele: „Eine neu angelegte Straße wird als Baustraße genutzt“, schimpfte er. So werde sie gleich wieder ruiniert. Seine Forderung: Die Baufahrzeuge sollten über die Georg-Büchner-, die Scharnhorst- oder die Herder-Straße anrollen.

Fred Wixforth, Leiter des Tiefbau- und Grünflächenamts der Stadt, schüttelte den Kopf. „Damit der Verkehr nicht an Ihrem Grundstück vorbeiführt?“, fragte er in der Ortsteilvertretung. „Die Heinrich-Heine-Straße ist eine öffentliche Straße und sie ist so gebaut, dass sie für Baustellenverkehr geeignet ist!“ Die Georg-Büchner- und die Herder-Straße seien in einem schlechten Zustand. „Wir haben den Verkehr extra nicht durch diese Straßen geleitet, weil damit zu rechnen wäre, dass sich der Ausbauzustand verschlechtern würde, und Reparaturen würden hier zu keiner Besserung führen.“ Er versprach aber: Mängel am frisch sanierten Abschnitt der Heine-Straße würden später beseitigt, wenn sie die „Toleranzmaße der geltenden Vorschriften überschreiten“.

Bei Kadau schien das wenig Eindruck zu machen, die Stadt habe sich bisher „einen Scheiß“ um die Heine-Straße gekümmert, schimpfte er. Ortsteilvertreter Gamal Khalil (Bürgerliste) griff ein und bat um einen gemäßigten Tonfall. Auf Nachfrage von Nikolaus Kramer (AfD) betonte Fred Wixforth, für etwaige Nachbesserungen an der Heine-Straße würden die Anwohner nicht zur Kasse gebeten.

Die angebliche Raserei in der Heine-Straße kommentierte Wixforth dann so: „Geschwindigkeit ist etwas sehr Subjektives. Wir brauchen erstmal objektive Daten.“ Die Stadt könne aber gern mobile Messgeräte aufstellen, „das ist kurzfristig möglich.“ Stellt sich dann heraus, dass tatsächliche viele Autofahrer in der Heine-Straße zu schnell unterwegs sind, könne man über Aufpflasterungen nachdenken,sagte Fred Wixforth.

Ein ähnliches Verfahren hat die Stadt gerade in der Büchner-Straße hinter sich (die OZ berichtete). Dort hatten Messungen ergeben, dass 85 Prozent der Fahrer sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten. Drei Aufpflasterungen sollen eingebaut werden – und die Raser ausbremsen.

Sybille Marx

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