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Noch mehr Betten für Rügen: Pädagogium soll Hotel werden

Putbus Noch mehr Betten für Rügen: Pädagogium soll Hotel werden

Der neue Eigentümer der einstigen IT-Schmiede hat sein Grobkonzept präsentiert / Demnach soll auch das Hostel erweitert und ein Schulungszentrum etabliert werden

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Das Pädogogium am Circus in Putbus. Gebaut wurde es im Auftrag des Fürsten als Bildungseinrichtung für die Landeskinder.

Quelle: Norbert Fellechner

Putbus. Hostel, Hotel, Schulungszentrum, öffentliches Restaurant – so kann die Zukunft des Pädagogiums in Putbus aussehen. Ein entsprechendes Konzept für das Objekt präsentierte Manfred Althoff, Kopf der Unternehmerfamilie aus Münster, am Montagabend den Putbuser Stadtvertretern. „Es ist ein grobes“, sagte der neue Eigentümer des 1833 im Auftrag des Fürsten errichteten Baus am Circus.

In dessen Besitz kam Althoff erst im zweiten Anlauf. Bei der Auktion war er dem Meistbietenden unterlegen. Doch der – die Mondopia GmbH mit Sitz in Berlin – ließ mehrere Zahlungsfristen verstreichen.

Nach dem Ablauf der letzten im Juni war Althoff die Immobilie dann angeboten worden. Der packte zum Preis des Meistbietenden zu – 2,3 Millionen Euro (OZ berichtete). „Und am 3. August ist die Kaufsumme auf einem Notaranderkonto eingegangen“, blickte Putbus Bürgermeister Beatrix Wilke (parteilos) am Montagabend zurück.

Das aktuelle ist nicht das erste Engagement von Althoff auf Rügen. Seit 2009 betreibt die Familie das nach der Wende gebaute Hotel Lauterbach. „Aber das ist mit seinem 20 Zimmern sehr klein und rechnet sich wirtschaftlich eigentlich nicht mehr“, machte Althoff deutlich. Aber die Rechnung solle mit Immobilie am Circus wieder aufgehen. Das dort schon existierende Hostel soll um 35 Zimmer erweitert werden. „Zudem soll in dem Gebäudeteil zum Circus hin, ein Hotel mit 30 Zimmern eingerichtet werden“, blicke Althoff voraus und legte auch den Finger in die Wunde: „Dieser Gebäudeteil mit bis zu 2500 Quadratmeter Fläche macht uns Sorgen, weil er so gut wie unsaniert ist.“

Saniert wurde seinerzeit für etwa 10 Millionen Euro der Querbau des ab 2002 als IT-College genutzte Pädagogiums. 2012 schlitterte die höhere Berufsfachschule in die Insolvenz. Im März 2014 war der Sanierungsplan gescheitert, der Schulbetrieb aufgegeben. Der soll, so Althoff, dort wieder aufgenommen werden – in einem Ausbildungs- und Schulungszentrum. Die Räume seien sehr gut ausgestattet. Bloß angebissen habe ein Nutzer noch nicht. „Zwei Anfragen sind gescheitert. So hat sich beispielsweise die Idee eines Ferienschulzentrums für Banken und Versicherungen zerschlagen“, räumte Althoff ein, der den Querbau vermieten wolle.

Im Unterschied dazu werde die Familie das Hostel und das Hotel selbst betreiben. Ebenso die einstige Mensa des Colleges. Aus der solle ein öffentliches Restaurant werden, in dem Hostel- und Hotelgäste sowie auswärtige Besucher bedienst werden. In diesen Bereichen – das Hostel wird am 1. Oktober wieder geöffnet – wird Sohnemann Robin Althoff den Hut aufhaben. Der gelernte Bankkaufmann und studierte Event- und Tourismusmanager führt seit etwa zwei Jahren auch die Geschicke im Hotel Lauterbach.

Ein Haus der Bildung

176 Jahre Bildungstradition sind mit dem Pädagogium verbunden. Das hatte Fürst Malte zu Putbus 1833 erbauen lassen, um Bildung und Erziehung zu fördern.

300 Schülerinnen und Schüler sind zu Spitzenzeiten im IT-College am Circus unterrichtet worden. Deren Zahl war mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens drastisch zurückgegangen.

Insolvenzverwalter Uwe Degen-Gellenbeck hatte vergeblich nach einem Investor gesucht. Ein großes Problem dabei ist, dass die Unterhaltung des Pädagogiums teuer ist. Die Stadt hatte die jährlichen Betriebskosten mal mit 84000 Euro angegeben.

Chris-Marco Herold

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