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Nordvorpommern „Ab 1. Mai muss es losgehen!“
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00:00 19.04.2013
Auch die Tribseeser Jugend hat den Wasserwanderrastplatz in den letzten Jahren für sich entdeckt. Quelle: Reinhard Amler
Tribsees

Er nennt es ein zu groß geratenes Hobby, aber er lebt nun mal dafür. Klaus Hänßgen aus Demmin ist im eigentlichen Beruf Rettungsarzt, betreibt aber seit etwa zehn Jahren auch das Kanuhaus in der Peenestadt. Seit kurzem ist er nun auch Pächter des Wasserwanderrastplatzes in Tribsees. Und er hat große Ziele damit.

Denn der Bootstourismus in Vorpommern sei eine Wachstumsbranche, erklärt der einstige Kanute und Übungsleiter. In den letzten Jahren habe er immer mehr Zulauf registriert.

Ein Riesenvorteil für Hänßgen ist, dass er nun Fahrten auf der Trebel von Tribsees nach Demmin und auch umgekehrt anbieten kann, ohne sich um den Rücktransport der Boote Gedanken machen zu müssen.

Das sind Zwei-Tagestouren, für die sich ein Zwischenstopp auf dem Wasserwanderrastplatz in Nehringen geradezu anbietet, sagt der Experte.

Allerdings müsse er in diesem Jahr noch viel improvisieren, denn die Zeit der Vorbereitung auf die nahende Saison sei sehr kurz. Hänßgen hatte erst in der Stadtvertretersitzung am 27. Februar den Zuschlag für das Areal unterhalb der St. Thomas-Kirche erhalten.

Bislang hatte die Stadt den Platz selber unter ihren Fittichen gehabt, sich aber schon lange um einen privaten Betreiber bemüht, weil es ihr immer schwerer gefallen war, diese Aufgabe finanziell zu stemmen. Die Kommune griff dabei immer auf Arbeitslose zurück, die über verschiedene Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes eingestellt wurden. Diese kosteten die Stadt immer einen Eigenanteil. Zudem laufen diese Förderungen nach und nach aus.

Bürgermeister Thomas Molkentin (CDU) ist deshalb natürlich froh, in Hänßgen einen Betreiber gefunden zu haben, der vom Fach ist. Für die Zukunft rechnet er sich deshalb auch eine Belebung dieses Areals aus.

Hänßgen wird zunächst erst einmal das übernehmen, was auch die Stadt bis vor kurzem hier im Angebot hatte: Kanus und Wassertreter. Ein Problem erklärt der Demminer, gäbe es allerdings noch mit dem Personal. Er sei im Moment in straffer Verhandlung mit zwei Interessenten. Bis 1. Mai muss alles erledigt sein, denn dann will er eröffnen. „Ich muss das tun, weil der Bootstourismus nun einmal ein Saisongeschäft ist“, sagt er. Schließlich sei gleich nach dem 1. Mai Himmelfahrt. Kurz darauf folgt Pfingsten.

Auch in Demmin habe er seinerzeit klein angefangen und sei stetig gewachsen. Heute gehöre sein Kanuverleih neben dem in Anklam zu den größten in der Region. In Demmin gibt es auch Ruderboote und Fahrräder im Ausleih. Sogar ein Drachenboot hat Hänßgen angeschafft.

In Tribsees sei leider wesentlich weniger Platz zur Verfügung. Von daher wisse er noch nicht, ob er auch dort das komplette Spektrum anbieten kann. Schön fände er es allerdings.

Der Wasserwanderrastplatz in Tribsees ist in den 1990er-Jahren über den Strukturförderverein Stremlow über Fördermittel errichtet worden. Hier gibt es auch Camping- und Grillmöglichkeiten.

Im letzten Jahr gab es über 1000 Entleihungen. Die Gäste kamen aus ganz Deutschland.

In diesem Jahr muss ich noch viel improvisieren. Die Vorbereitungszeit war einfach zu kurz.“Klaus Hänßgen, Betreiber Wasserwanderrastplatz

Reinhard Amler

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