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Abgesoffene Keller in Buschenhagen bald passee

Nisdorf Abgesoffene Keller in Buschenhagen bald passee

Der Wasser- und Bodenverband Barthe/Küste hat im Rahmen des Hochwasserschutzes die Rekonstruktion des Schöpfwerkes in Nisdorf beantragt. Kosten: rund 230 000 Euro.

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Das Sch�pfwerk in Nisdorf ist Hochwasserereignissen nicht mehr gewachsen. Deshalb soll es nun rekonstruiert werden. Gesch�tzte Gesamtkosten: 230 000 Euro.

Quelle: Ines Engelbrecht

Nisdorf. Mit jedem Hochwasser wird es deutlicher: Das Schöpfwerk in Nisdorf muss dringend rekonstruiert werden. Bereits 2004/05 hatte der Wasser- und Bodenverband die Anlage in Groß Kordshagen auf Vordermann gebracht. Nun gilt es, dem Nadelöhr an der Grabow zu Leibe zu rücken.

„Wir nutzen den Bereich um Nisdorf als Nebenpolder. Kommt das Hochwasser, sind jedes Mal auch die Ortslagen betroffen. Ich denke da nur an Buschenhagen oder Neu Bartelshagen“, kennt Beatrix Schmidt den Ernst der Lage seit Jahren. Die Geschäftsführerin des Wasser- und Bodenverbandes Barthe/Küste hat gemeinsam mit ihren Kollegen deshalb einen Förderantrag zur Sicherung des Hochwasserschutzes vorbereitet, der beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt bereits auf dem Tisch liegt. Sie unterstreicht noch einmal, dass eine Entwässerung in diesem Bereich nur über die Schöpfwerke funktioniert.

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Das Sch�pfwerk in Nisdorf ist Hochwasserereignissen nicht mehr gewachsen. Deshalb soll es nun rekonstruiert werden. Gesch�tzte Gesamtkosten: 230 000 Euro.

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Geht es um die Flächen im Einzugsgebiet des Schöpfwerkes an der Grabow, sind zwei Gemeinden betroffen, und zwar von der Zahlung des jeweiligen Eigenanteils: Altenpleen mit 1007 Hektar, Neu Bartelshagen mit 826 Hektar. Insgesamt könnten das immerhin 100 000 Euro sein. Zugestimmt haben beide Gemeindevertretungen. Natürlich in der Hoffnung, dass die zu zahlende Summe noch sinkt.

Die Rekonstruktion des Schöpfwerkes in Nisdorf wird in zwei Bauabschnitte eingeteilt. Da geht es zunächst um die Anschaffung einer neuen, leistungsstarken Pumpe, die die alte ersetzen soll. Die könnte 70 000 Euro kosten. „Wir haben jetzt schon mal den Antrag auf einen vorzeitigen Vorhabenbeginn gestellt, denn bei den Pumpen gibt es lange Wartezeiten. Ein halbes Jahr ist keine Seltenheit, denn das sind keine Geräte vom Fließband — die werden speziell für jedes Schöpfwerk gebaut“, erklärt Beatrix Schmidt.

Im zweiten Bauabschnitt soll eine weitere der insgesamt drei Pumpen erneuert werden. Die dritte ist bereits rekonstruiert worden. Zählt man Planung, Elektrik, Steuerung und Rechenreinigungsanlage dazu, ist man hier bei rund 230 000 Euro angelangt. Die maximale „Ausschüttung“ vom StALU liegt bei 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Bleiben 20 Prozent bei den beiden Kommunen. „Wir haben aber auch beim Innenministerium einen Zuschuss aus dem Topf der Kofinanzierungshilfen beantragt. Der wurde ja eigens bereitgestellt für die Gemeinden, die investieren müssen, aber knapp bei Kasse sind. Doch da gibt es natürlich noch kein Signal“, erklärt die Chefin des Verbandes und vermutet, dass dies erst zu hören sein wird, wenn die Maßnahme ausgeschrieben wird.

Die gute Nachricht: Die Sanierung des Nisdorfer Bauwerkes steht beim StALU auf der Projektliste für 2013/14. „Wir liegen jetzt mit der Entwicklungs- und Genehmigungsplanung im Endspurt, und dann heißt es warten“, so Beatrix Schmidt. Auf jeden Fall werde der Wasser- und Bodenverband die Maßnahme mit einem Kredit absichern.

Der Neu Bartelshäger Bürgermeister Horst Badendieck (Linke) kann den Projektstart kaum erwarten. „Die Situation in Buschenhagen ist wirklich bei jedem Hochwasser schlimm. Wir sind froh, wenn die Bürger hier keine voll gelaufenen Keller mehr haben.“ Die Lage in Neu Bartelshagen könne sich im Zuge einer anderen Maßnahme extrem entspannen, nämlich mit Veränderungen am so genannten Graben 3.3.

„Aber hier ist noch nichts in Papier und Tüten“, so das Gemeindeoberhaupt.

Ines Sommer

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