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Abtshagen ist Zentrum für Junge Gemeinde

Abtshagen Abtshagen ist Zentrum für Junge Gemeinde

Dienstags treffen sich die Jugendlichen im Pfarrhaus

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Gemeinsam schnippeln die Jugendlichen Äpfel, aus denen dann Mus werden soll. Schon beim jüngsten Übernachtungswochenende drehte sich alles um den Apfel.

Quelle: Fotos: Almut Jaekel

Abtshagen. „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“, soll Martin Luther einst gesagt haben. Die Mitglieder der Jungen Gemeinde in Abtshagen gehen sicherlich nicht davon aus, dass die Welt so schnell dem Ende entgegensieht, ein Bäumchen haben sie aber trotzdem gepflanzt. Bereits vor ein paar Tagen im Pfarrgarten beim Übernachtungswochenende. Und Äpfel im Pfarrgarten gesammelt, gepflückt, gewaschen, nach Neubrandenburg zum Pressen gebracht. Auch in dieser Woche beim Treffen der Jungen Gemeinde stand der Apfel noch einmal im Mittelpunkt des Geschehens. „Wir kochen Apfelmus. Vielleicht können wir einige Gläser davon sogar beim Adventsbasar verkaufen und das Geld wieder für unsere Jugendarbeit nutzen“, sagte Albrecht Stegen (33), studierter Religionspädagoge und derzeit als Gemeindepädagoge in der Propstei Stralsund angestellt. Er betreut in Abtshagen und Reinkenhagen die Jungen Gemeinden und in Tribsees den Konfirmandenunterricht.

OZ-Bild

Dienstags treffen sich die Jugendlichen im Pfarrhaus

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Etwa zehn Jugendliche aus Abtshagen, Elmenhorst, Steinhagen und Franzburg kommen einmal in der Woche ins Abtshagener Pfarrhaus zu Albrecht Stegen. Wenn alle da sind, sind es 14. „Die Gruppe ist recht jung in zweierlei Hinsicht: Es gibt sie erst wenige Monate, und die Teilnehmer sind auch relativ jung. „Hier kommen auch die Vorkonfirmanden schon dazu“, erzählt Stegen. In Reinkenhagen beispielsweise sei das Durchschnittsalter fast 17 Jahre. Und so sei jedes Treffen in jeder Gemeinde etwas völlig Anderes, Neues.

Der 13-jährige Melvin ist in Grün Kordshagen zu Hause und seit einem halben Jahr dabei – solange sich die Junge Gemeinde in Abtshagen trifft. Mittlerweile hat er seinen Freund Florian aus Stoltenhagen bei Grimmen überzeugt, regelmäßig mitzukommen. Im Gegensatz zu Melvin ist der ebenfalls 13-Jährige nicht kirchlich, hat auch nicht vor, sich konfirmieren zu lassen. „Aber es macht Spaß

hier und ist immer interessant“, sagt Florian. Melvin stammt ebenso wie Hans aus einem kirchlichen Haushalt. Der 14-jährige Hans fährt immer von Elmenhorst gemeinsam mit seinen beiden Schwestern und deren Freundin mit dem Rad, andere werden von Albrecht Stegen mit dem Kleinbus geholt, erzählen sie, während die drei Jungen das gesamte große Pfarrhaus mit seinen vielen Zimmern zum Spielen, Klönen, Essen, Ausruhen und Erzählen zeigen.

Ankommen, miteinander reden, das ist wichtig in der Jungen Gemeinde. Bei einem „Heißen Schweden“ – natürlich mit dem Hauptbestandteil Apfelsaft – erzählen die Jugendlichen, für was sie sich in der vergangenen Woche Zeit genommen haben und für welche Dinge zu wenig. Es gibt viele Gemeinsamkeiten: Zeit war da für Freunde, zum Fußballspielen, Musikhören, auch fürs Essen und Telefonieren. Und zu wenig bei den meisten fürs Lernen und die Hausaufgaben. Einige Test sollen entsprechend ausgefallen sein, verrieten die Jungen und Mädchen. Aber auch genau das Gegenteil wurde genannt. Wenn man zu viel Zeit in das Lernen investiert, bleibt kaum welche für Freunde.

„Besonders schön an solchen Runden ist, dass jeder immer wieder etwas Neues von den anderen erfährt“, resümiert Albrecht Stegen, bevor sich alle zum Apfelschnippeln aufmachen. Beispielsweise, dass Melvin einen eigenen Youtube-Kanal bespielt.

Junge Gemeinde: Pfarrhaus Abtshagen, immer dienstags 18 Uhr

Almut Jaekel

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