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Nordvorpommern Amt Miltzow: Es wird so viel gebaut wie noch nie
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00:00 28.10.2017
Miltzow

Was Bauen anbelangt, werden im Amt Miltzow aktuell große Räder gedreht. „Wir hatten noch nie so viele Bauvorhaben wie jetzt“, sagt Andreas Heite, der leitende Verwaltungsbeamte. Erst kürzlich feierte die Gemeinde Wittenhagen Richtfest für ihr Feuerwehrgebäude in Abtshagen, das immerhin 750000 Euro kostet und laut Bürgermeister Frederic Beeskow (Wählergemeinschaft) die größte Investition der vergangenen 20 Jahre ist. Es soll über den Winter ausgebaut werden. Die Gemeinde Sundhagen plant ebenfalls den Neubau eines Feuerwehrgebäudes in Brandshagen mit einem etwa gleich hohen Investitionsaufwand. In Miltzow soll 2018 Baubeginn für die neue Schule samt Sporthalle sein. Kostenpunkt: fünf Millionen Euro. In Elmenhorst soll der Straßenbau Neu Elmenhorst endlich erfolgen. „Daneben gibt es auch eine Reihe kleinerer Projekte“, so Heite, und nennt als Beispiel die durch den Januarsturm in Mitleidenschaft gezogenen Strandaufgänge in Stahlbrode.

Wir brauchen dringend Bauinge- nieure.Andreas Heite, leitender Verwaltungs- beamter im Amt Miltzow

„Das alles muss durchs Amt begleitet werden“, erklärt Heite. Allerdings gibt es dort durch den plötzlichen Tod des für Hoch-, Tiefbau und Vergabe zuständigen Mitarbeiters Jens Rabsch nun keinen Bauingenieur mehr.

„Wir haben die Stelle ausgeschrieben“, erklärt Heite, „weil die umfangreichen Bauvorhaben keinen Stillstand zulassen. Und wir haben durch Umstrukturierung im Amt sogar eine weitere Stelle für einen Bauingenieur geschaffen“, fügt er hinzu. „Wir sind hoffnungsvoll, dass wir beide Stellen bald besetzen können“, sagt Heite. Die ersten Bewerbungen seien bereits eingetroffen.

21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat das Amt, das für die drei Gemeinden Sundhagen (5325 Einwohner), Wittenhagen (1183) und Elmenhorst (729 zuständig ist.

Neben der Begleitung von Bauobjekten, wozu auch die Vergabe von Aufträgen zählt, ist das Amt auch für die allgemeine Ordnung und Sicherheit, Baumschutz, Winterdienst und die Durchführung von Wahlen zuständig. Eine wichtige Aufgabe sei auch die Erstellung und Begleitung der Haushaltspläne für die einzelnen Gemeinden, aus denen sich am Ende dann auch die Bauvorhaben ergeben. Und dann sind für alle Gemeinden Jahresabschlüsse zu erstellen, die den Gemeindevertretungen vorgelegt werden müssen.

Da heutzutage kaum eine Maßnahme ohne Fördermittel auskommt, müssen auch die entsprechenden Anträge durchs Amt bearbeitet werden. Das alles sei ein Wust von Arbeit, sagt Heite, „weil auch sämtliche Fördermittelanträge natürlich wieder abgerechnet werden müssen.

Als Herkulesaufgabe wartet demnächst auch der geplante Breitbandausbau auf das Amt (siehe auch Seite 12). „Das bedeutet, dass der gesamte Amtsbereich im Grunde einmal aufgegraben wird.“

Reinhard Amler

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