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Aus Konsum ist Wohnhaus geworden

Uns Dörp: Die OZ unterwegs in Bremerhagen Aus Konsum ist Wohnhaus geworden

Familie Sengbusch: Mehrere Generationen leben im Ort. Mieke ist die jüngste Einwohnerin des Dorfes.

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Dieter Sengbusch (64) mit Tochter Sophie Beyer (28) und den Enkelkindern Greta (4) und Mieke. Letztere ist die jüngste Einwohnerin von Bremerhagen.

Quelle: Roswitha Pendzinsky

Bremerhagen. 149 Einwohner hat der Ort Bremerhagen laut der Statistik des Amtes Miltzow. Eine Zahl, die in den vergangenen Jahren recht stabil gewesen ist.

Familie Sengbusch ist mittlerweile mit mehreren Generationen in Bremerhagen vertreten.

Dieter Sengbusch ist einer, der immer neue Ideen hat, anpackt und dazu beigetragen hat, das Dorfbild positiv zu verändern. Schon zu DDR-Zeiten war er für seine Pilzzucht bekannt. Mit der Wende war das vorbei und der heute 64-Jährige baute auf dem Familiengrundstück an und um.

Es entstanden ein Geschäft für die Waren des täglichen Bedarfs und eine Gaststätte. Den Laden musste er nach einigen Jahren schließen, und auch in der Gaststätte wurde nach mittlerweile 20 Jahren der Zapfhahn zugedreht. Aber die Pension läuft gut.

„Zu uns kommen Urlauber aus ganz Deutschland, die ihre Ruhe suchen und dennoch dicht an der Küste sind. Jäger, Bauarbeiter und Spontanurlauber geben sich die Klinke in die Hand“, erzählt Dieter Sengbusch, der vor mehr als 40 Jahren in das Elternhaus seiner Frau Angelika gezogen ist. Er freut sich, dass er inzwischen ein wenig ruhiger treten kann, denn Baumaßnahmen haben ihn sein Leben lang begleitet. Die ehemalige Konsum-Verkaufstelle hat er zu einem Mehrfamilienhaus umgebaut. Gleich daneben entstand ein Häuschen für die jüngste Tochter Sophie (28). Diese genießt gegenwärtig die Elternzeit mit der sieben Wochen alten Tochter Mieke. Die vierjährige Greta hat gerade das Radfahren erlernt und besucht täglich Oma und Opa.

Die junge Familie hat sich bewusst für das Wohnen in Bremerhagen entschieden. „Ich arbeite voll, fahre jeden Tag nach Rostock zur Arbeit und nutze gerne den Vorteil der Kinderbetreuung durch die Großeltern. Außerdem wollten wir nie in der Stadt wohnen“, erzählt die junge Frau. Alle insgesamt sechs Enkelkinder von Angelika und Dieter Sengbusch sind in den angrenzenden Kindergarten gegangen.

„Wenn die Lütten mich am Zaun sehen, rufen alle Opa Sengbusch. Das ist doch schön“, freut sich Sengbusch.

Roswitha Pendzinsky

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