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Nordvorpommern Biotonne sorgt für rauchfreie Gärten
Vorpommern Grimmen Nordvorpommern Biotonne sorgt für rauchfreie Gärten
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00:00 06.10.2017
Grimmen

Die vor knapp zwei Jahren im Landkreis eingeführten Biotonnen scheinen dafür zu sorgen, dass in den Gärten weniger Grünschnitt verbrannt wird. Während in vergangenen Jahren im Oktober vielerorts dichte Rauchschwaden über Gärten und Grundstücken zu beobachten waren, hält sich dieses Phänomen in diesem Jahr in Grenzen – offenbar, weil die Gartenabfälle verstärkt in die Abfallbehälter geworfen werden.

„Immer mehr Menschen entscheiden sich für die braune Tonne“, weiß Sandra Jahn von Landkreis Vorpommern-Rügens Eigenbetrieb Abfallwirtschaft. Im Vergleich zum vergangenen Jahr haben in diesem Jahr – Stand September – 2403 Haushalte mehr eine Biotonne im Bereich Nordvorpommern. „Das ist eine sehr positive Entwicklung“, schätzt sie ein. Insgesamt 23077 Biotonnen werden in diesem Entsorgungsbereich nun alle zwei Wochen geleert. „Hinzu kommen beispielsweise jene, die nur saisonal geleert werden“, sagt Sandra Jahn.

Aber was schluckt die Biotonne, die es kostenlos in zwei Größen – als 120- oder 240-Liter-Behälter – gibt? Neben Küchenabfällen kann tatsächlich alles, was der Kleingärtner in den Jahren zuvor im Oktober verbrannt hat, in der braunen Tonne entsorgt werden. Vom Heckenschnitt bis hin zu Ästen und auch Sägespänen. „Das Verbrennen ist laut Landesverordnung nur noch erlaubt, wenn die Nutzung der Biotonne nicht möglich oder nicht zumutbar ist“, weiß Landkreis-Pressesprecher Olaf Manzke.

Allerdings gebe es auch Alternativen zur Biotonne – ganz allgemein und auch im Bezug auf das Verbrennen von Gartenabfällen. „Das ist zum einen die Eigenkompostierung, zu der sich jeder Grundstücksbesitzer verpflichtet, der keine Biotonne hat. Darüber hinaus werden Gartenabfälle auf den Wertstoffhöfen kostenpflichtig angenommen“, sagte Manzke.

Im vergangenen Jahr hatte das Thema eine heiße Diskussion entfacht. Zunächst, als der Landkreis ein generelles Verbot, Gartenabfälle zu verbrennen, aussprach. Und dann, als Landrat Ralf Drescher (CDU) plötzlich wieder zurückruderte. „Wir haben tatsächlich viele Anrufe, Schreiben und E-Mails von Bürgern bekommen, die gegen das generelle Verbot waren. Aber sehr viele Bürger kritisierten auch das Einlenken“, betonte Manzke. Deshalb sollte jeder gut überlegen, ob es ein Feuer sein müsse. Wichtig sei es in jedem Fall, Rücksicht auf die Nachbarn zu nehmen.

Anja Krüger

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