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Nordvorpommern Bricht die Jugendarbeit im Amt auseinander?
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04:09 06.09.2013

Nach dem Ausstieg des Stralsunder Chamäleonvereins aus der Nieparser Jugendarbeit liegt die Hauptlast der Finanzierung der Jugendpfleger wieder beim Amt und damit bei den zehn Gemeinden. Nur eine Jugendarbeiterin ist noch beim Kreisdiakonischen Werk angestellt — bis zum 31. Dezember 2013.

Danach sollen neue Wege beschritten werden, doch wo die hinführen, ist längst noch nicht klar. Bevor der Amtsausschuss zusammenkommt, beraten nun die Bürgermeister hinter verschlossenen Türen. „Wir müssen uns ja erst einmal einig werden, welche Projekte fortgeführt werden sollen. Auch die Öffnungszeiten der Klubs müssen abgestimmt werden“, sagt Verwaltungschef Peter Forchhammer gegenüber unserer Zeitung und deutet an, dass man hier noch Redebedarf hat. „Mal auf den Punkt gebracht: Bevor wir die Jugendarbeit zum 1. Januar neu ausschreiben und einen Träger suchen, müssen wir natürlich wissen, wieviele Gemeinden dabei bleiben.“ So hatte Niepars angekündigt: Sollte sich die Struktur der Jugendarbeit mit einem Amtsjugendpfleger unter „Amtsfuchtel“ und zwei Jugendarbeitern, die einem Verein unterstellt sind, nicht ändern, steigt die Kommune aus. „Wir geben im Jahr 28 500 Euro in die Amtsjugendarbeit. Hinzu kommen noch einmal 8000 Euro für den Nieparser Jugendklub. Das ist eine Menge Geld“, findet die Nieparser Bürgermeisterin Bärbel Schilling. Und für diese Summe sei ihr in der Vergangenheit einfach zu wenig passiert. „Ich habe immer wieder die Arbeit an der Basis angemahnt, doch nichts ist passiert. So kann es nicht weiter gehen, deshalb unser Ultimatum. Passiert nichts, lösen wir uns in puncto Jugendarbeit aus der Amtsträgerschaft heraus und setzen uns selbst den Hut auf, suchen einen Träger und legen unsere Schwerpunkte bei Projekten und Klubarbeit fest“, erklärt das Gemeindeoberhaupt von der Wählergemeinschaft. Wie Verwaltungschef Peter Forchhammer durchblicken lässt, würden sich nach einem Weggang von Niepars auch Kummerow und Neu Bartelshagen verabschieden. „Das wäre nicht gut, deshalb habe ich einen Kompromiss vorgeschlagen. Wir suchen uns für alle Jugendarbeiter im Amtsbereich einen sozialpädagogischen Träger, der die fachliche Beratung und Anleitung übernimmt.“ Für Bärbel Schilling ist auch bei diesem Vorschlag nicht klar, wie das funktionieren soll. „Wer bezahlt was, wer ist wem unterstellt — genau das muss eindeutig beantwortet werden.“ Die Verwaltung geht davon aus, dass man die Jugendarbeit noch im dritten Quartal ausschreiben könne. Geliebäugelt wird da mit dem Kreisdiakonischen Werk in Stralsund. Geschäftsführer Frank Hunger zeigt sich diplomatisch: „Mit uns hat noch keiner gesprochen. Aber wir werden uns diese Ausschreibung genau angucken und dann entscheiden. Ich denke, zunächst müssen sich mal alle Gemeinden einig werden, vorher braucht man keinen neuen Träger zu suchen.“ Der KDW-Chef würde es gut finden, wenn man das komplette Paket Jugendarbeit mit allen Angestellten an einen freien Träger gebe.

Ines Sommer

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