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Ein Dachreiter für die Starkower Kirche

Starkow Ein Dachreiter für die Starkower Kirche

Für 580 000 Euro entsteht ein Info-Zentrum mit Aussichtsplattform/ Im August soll der Umbau beginnen

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Die Starkower Kirche erhält ein neues touristisches Informationszentrum mit Aussichtsplattform. Dafür stellt das Land 522 000 Euro zur Verfügung.

Quelle: privat

Starkow. Das ist ein richtig großer Brocken: Die Backsteinkirche in Starkow wird für mehr als eine halbe Million Euro umgebaut und damit nicht nur im Inneren, sondern auch von außen ihr Gesicht verändern. 580 000 Euro sollen in ein neues touristisches Informationszentrum fließen.

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Für 580 000 Euro entsteht ein Info-Zentrum mit Aussichtsplattform/ Im August soll der Umbau beginnen

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Geplant ist der Umbau der Seitenschiffe der alten Basilika, wie Dr. Gerd Albrecht, Vorsitzender des Vereins Backstein — Geist und Garten (BGG), erläutert. Zum anderen wird die Dorfkirche, die bislang über keinen Turm verfügt, einen Dachreiter bekommen — eine Aussichtsplattform, von der aus man weit über die Anlage und das Land schauen kann.

„Mitten hinein in das Schreiadlergebiet, in eine wunderbare Natur“, schwärmt Albrecht. Es werde sich um eine gotische Form mit modernen Materialien handeln, beschreibt er die Gestaltung dieses besonderen Aufbaus, dem viele Gespräche mit der Denkmalpflege vorangegangen seien. Genutzt werden könne ein alter mittelalterlicher Aufgang. Und das sei dann auch ein kleines Abenteuer. Für Albrecht ist es ein „tolles Gemeinschafts-Projekt“, das jetzt nach vier Jahren Vorbereitung verwirklicht werden kann. Zur Eröffnung der Kultursaison in Starkow hatte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) eine Zusicherung der Landesförderung in Höhe von 522 000 Euro mitgebracht. Das sei schon eine Überraschung gewesen. „Wir haben nicht gedacht, dass es nun doch so schnell geht“, gesteht Albrecht ein. Den fehlenden Eigenanteil wird die evangelische Kirchgemeinde Starkow-Velgast übernehmen. „Es ist eine sehr gute Dreierkombination zwischen der Kirche, der Gemeinde Velgast und dem Verein als künftiger Betreiber“, freut sich Albrecht.

Einige Hausaufgaben müssten noch gemacht werden. „Aber das sind lösbare Aufgaben“, sagt er. Dazu gehöre unter anderem noch die Abstimmung mit dem Behindertenverband. Der Vereinschef rechnet im August mit dem Baubeginn. Der Landkreis Vorpommern-Rügen sei derzeit noch mit Prüfungen befasst. Aber die entscheidenden Dinge seien jetzt „in trockenen Tüchern“, die Gelder im Haushalt eingestellt.

Die Bedeutung des neuen Ausstellungszentrums liegt für Albrecht in einer „Strahlkraft“ auf die gesamte Region. „Wir werden mehr Besucher ins Hinterland locken“, ist er überzeugt. Man könne vorhandene touristische Wege wie die Backstein- oder Gartenkulturroute und den Pilgerpfad sowie die Natur- und Landschaftsräume Fischland-Darß-Zingst, Recknitz-Trebeltal bis zur Welterbestadt Stralsund besser verknüpfen.

Albrecht ist sich sicher, dass schon im nächsten Jahr der Bau zu sehen sein wird. Das sei für Starkow ein guter Zeitpunkt, denn gefeiert wird das 775. Jubiläum. Albrecht bezieht sich auf eine Urkunde von 1242, mit der vom Rügenfürsten der Bau der Kirche an der Barthe in Auftrag gegeben wurde.

Spuren im Backstein

Die St.-Jürgen-Kirche Starkow stammt aus dem 13. Jahrhundert. Sie liegt am Ufer der Barthe.

Um 1820 galt die Kirche als stark einsturzgefährdet. Sie wurde jedoch mittels Stützbögen und Ankern gesichert.

Die Basilika ist als eine der frühesten Backsteinkirchen Vorpommerns von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz als „Bauwerk von Landesbedeutung“ eingestuft.

Die große Orgel wurde um 1860 vom Stralsunder Orgelbauer Friedrich Albert Mehmel gefertigt.

Der Verein Backstein, Geist und Garten wurde 2002 gegründet und zählt heute rund 90 Mitglieder.

Ziel des Vereins ist es, historische Spuren der Natur und Kultur aufzuspüren, zu bewahren, erlebbar und wieder zugänglich zu machen.

Von Marlies Walther

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