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Ein Verein, der das Dorfleben bestimmt

Klevenow Ein Verein, der das Dorfleben bestimmt

Beim Fußball- Sport-Verein (FSV) Klevenow wird nicht nur Fußball gespielt.

Klevenow. Nach und nach trudeln die Fußballer des FSV Klevenow am Donnerstagabend auf dem Sportplatz im Park zum Training ein. Einige auch erst kurz vor Ultimo. „Das ist aber nur beim Training so. Wenn es um die Pünktlichkeit vor dem Spiel geht, sind meine Jungs disziplinierter“, versichert Frank Alms. Er trainiert die Männermannschaft. Letztendlich stehen neun Mann bei Flutlicht auf dem Platz — dem Fußballfeld „An der Dorfstraße“. Denn der Verein ist in der glücklichen Lage, zwei Spielflächen im Ort zu haben. Auch die Zahl der Trainingsteilnehmer täuscht: „Bei unseren letzten beiden Vorbereitungsspielen saßen sechs Spieler auf der Auswechselbank“, erzählt der 54-jährige Klevenower.

Die Mannschaft kämpft in der Kreisklasse um Tore und Punkte, steht derzeit auf dem neunten Rang. Zu Saisonbeginn lautete das Ziel: Vorne mitspielen. Die Frage, woran es liegt, dass es derzeit so nicht ist, beantwortet Frank Alms scherzhaft mit: „Am Trainer!“ Das sehen seine Schützlinge aber nicht so. Sie finden, er macht einen tollen Job.

Trainer ist Frank Alms, der auch in Klevenow aufgewachsen ist, etwa seit der Wende. So genau wisse er das nicht mehr, denn der Übergang vom aktiven Spieler zum Trainer sei fließend gewesen, sagt er.

„Zuerst habe ich mich im Notfall nochmal eingewechselt, dann auch mal bei den Alten Herren ausgeholfen“, erzählt er.

Fußball spielen kann man in Klevenow seit 1969. Seitdem ist auch Frank Alms, der von allen Emmi gerufen wird, dabei. „Otto Sternberg hat den Verein ins Leben gerufen“, erinnert er sich. „Wir waren damals junge Gören und sind einfach losgelaufen zum Fußball.“ Seitdem ist Frank Alms dem Fußball treu geblieben. Und solange keine Nachfolger in Sicht ist, will er auch weiter für die Mannschaft und den Verein da sein. „Klevenow ohne Fußball ist nicht vorstellbar“, sagt er.

Potenzielle Nachfolger sowohl für Trainer- beziehungsweise Übungsleitertätigkeiten als auch den Vereinsvorstand wünscht sich Sigrid Hausdörfer (51) als Vereinsvorsitzende. „Wir sind beinahe alle über 50 Jahre alt, es wäre schön, wenn sich mehr junge Leute einbringen würden“, erklärt sie. Den Ort ohne den FSV kann und will auch sie sich nicht vorstellen. „Wir bestimmen auch das Dorfleben mit und fördern das Zusammengehörigkeitsgefühl.“ Und dies geschieht nicht allein durch den Fußball.

Zum FSV Klevenow gehört auch eine Frauensportgruppe. Jeden Montag von 19.30 bis 20.30 Uhr treffen sich die Damen zum Sport im „Grünen Salon“. „Unter Leitung von Diana von Koß wird da aber kein Hausfrauensport betrieben, die Einheiten sind schon sehr intensiv“, weiß Sigrid Hausdörfer. Wem das zu anstrengend ist, der hat jeden Sonnabendvormittag ab 9 Uhr die Möglichkeit zum Nordic-Walking.

„Es ist schon so, dass zwei Drittel der 95 Vereinsmitglieder Männer sind, aber der FSV organisiert eine Reihe Veranstaltungen für die Dorfbewohner und alle, die sich gern dazu gesellen“, sagt die Vorsitzende. So wird sich das ganze Dorf zum Beispiel am 17. April wieder auf dem Sportplatz im Park treffen, wenn um 19 Uhr das Osterfeuer angezündet wird.

 



Anja Krüger

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