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Nordvorpommern Eingemottete Seilbahn soll wieder Kinder erfreuen
Vorpommern Grimmen Nordvorpommern Eingemottete Seilbahn soll wieder Kinder erfreuen
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00:01 19.07.2016
So viel Spaß wie hier im Vogelpark Marlow sollen auch die Kinder in Barth mit ihrer Seilbahn haben. Quelle: OZ

Seit mehr als fünf Jahren lässt die Stadtverwaltung in Barth eine Seilbahn bei einem Unternehmen lagern. Damit soll nun Schluss sein. Schon bald sollen die Barther Kinder die 25 Meter lange Seilbahn nutzen können. Die Stadtvertreter haben während ihrer jüngsten Sitzung die Stadtverwaltung beauftragt, nach einem geeigneten Standort zu suchen und das Spielgerät dann dort fachgerecht aufbauen zu lassen.

Den Antrag hatte Stadtvertreter Mario Galepp (parteilos) eingebracht. „Dieses Spielgerät wurde nicht angeschafft, um es einzumotten, sondern um Kinder in unserer Stadt damit glücklich zu machen“, begründete Galepp.

Zu einer finanziellen Auswirkung auf den Haushalt merkte Galepp an, dass die im vergangenen Jahr eingeplanten 13000 Euro für Spielplatzinventar noch nicht verbraucht sein dürften, da die Stadt keine neuen Spielgeräte angeschafft habe. Für 2016 sehe der Stadthaushalt 2000 Euro für Spielplatzinventar vor. Mario Galepp hatte die Verwaltung und Stadtvertreter bereits in der vorangegangenen Sitzung über das eingelagerte Spielgerät informiert. Trotzdem konnte auch während der jüngsten Stadtvertretersitzung niemand aus der Verwaltung die Frage des FDP-Fraktionsvorsitzenden Dirk Leistner zur Herkunft der Seilbahn zufriedenstellend beantworten. Leistner wollte wissen, wo das Geld dafür hergekommen sei und wer die Anschaffung damals genehmigt habe. Sowohl Stefan Kerth (SPD), dessen erste Amtszeit als Bürgermeister 2007 in der Boddenstadt begann, als auch Kämmerin Doreen Pohland mussten passen. Kerth: „Ich habe darüber kein Wissen.“ Pohland: „Das liegt länger als 2011 zurück, da müsste man tiefer graben.“ SPD-Fraktionsvorsitzender Holger Friedrich sagte: „Wichtig ist, dass die Seilbahn vorhanden ist und dass wir sie jetzt schnell aufbauen. Das Andere ist Verwaltungssache.“

Ein Recht, zu erfahren, woher sie komme und wie sie finanziert worden sei, hätten die Stadtvertreter aber trotzdem.

Bürgermeister Stefan Kerth plädierte dafür, mit der Seilbahn nichts zu übereilen. „Ein Schnellschuss wäre das Verkehrte. Ich habe Sorge, dass das dann mit der Seilbahn nicht richtig gut wird. Es kommt jetzt nicht auf Monate an.“

Stadtpräsidentin Petra Meinert (CDU) drängte in diesem Zusammenhang auf einen klaren Auftrag an die Stadtverwaltung. Alle Stadtvertreter folgten ihr. Sie stimmten dafür, dass sich die Verwaltung darum kümmere, dass die Seilbahn den Barther Kindern wieder zugänglich werde. Als möglichen Standort schlugen mehrere Stadtvertreter die sogenannte Hannemannsche Wiese vor.

Detlef Lübcke

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