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Erst die Hälfte der Waschräume ist saniert

Tribsees Erst die Hälfte der Waschräume ist saniert

91 Fenster wurden in der Tribseeser Kita am Verbindungsweg bislang erneuert. 48 davon noch kurz vor Weihnachten. „Das war schon ein gewaltiger Kraftakt, den wir aber dank vernünftiger Planung und guter Zusammenarbeit mit den Eltern und Bauarbeitern gemeistert haben“, sagt Leiterin Cornelia Werner.

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Kita-Leiterin Cornelia Werner zeigt auf einen noch unsanierten Waschraum in der ASB-Einrichtung.

Tribsees. Trotz dieser immensen Investition ist aber noch sehr viel Sanierung in dem dreistöckigen Plattenbau, der 1986 eröffnet worden war, not- wendig.

174 Mädchen und Jungen können hier betreut worden. Solche Einrichtungen entstanden zu DDR-Zeiten eigentlich nur in größeren Städten. Aber Tribsees war mit seinem VEB Pumpenreparatur und anderen Betrieben, vor allem im landwirtschaftlichen Bereich, kein unbedeutender Ort im damaligen Bezirk Rostock. Allein fünf Krippengruppen mit 120 Mädchen und Jungen gab es knapp vier Jahre vor dem Ende der DDR hier.

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162 Mädchen und Jungen werden derzeit in der Tribseeser Kita betreut. Zehn Waschräume gibt es hier. Fünf davon sind bereits mit neuer Sanitärkeramik ausgestattet und saniert worden. Fotos (2): Reinhard Amler

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Mittlerweile sind 26 Jahre vergangen, die auch am Plattenbau ihre Spuren hinterlassen haben. Hinzu kommt, dass es von Anfang an keinerlei Dämmung gegeben hat. Weder im Keller noch an der Fassade. Das ist mit heutigen energetischen Standards natürlich nicht mehr vereinbar. Auch die Elektroleitungen bis hin zu den Lichtschaltern stammen noch von damals und sind also auch dringend überholungsbedürftig. Von den insgesamt zehn Waschräumen wurden fünf erneuert. Einer ist noch Baustelle. In den anderen stammt die Sanitärkeramik aber noch aus der DDR.

Sollte das Prinzip der Inklusion, also die Einbeziehung behinderter Kinder in ganz normale Gruppen, weiter verfolgt werden, fehlt auch ein Fahrstuhl. Denn kein Behinderter würde in die oberen Stockwerke gelangen, sagt die Kita-Chefin.

„Es gibt noch sehr viel zu tun.“ Das weiß auch Bürgermeister Thomas Molkentin (CDU). Deshalb ist er auch permanent bemüht, Mittel in den Haushalt einzustellen, was aber zunehmend schwerer wird. Denn ebenso wie andere Kommunen hat auch Tribsees keinen ausgeglichenen Haushalt mehr.

„Wir sind sehr dankbar, dass uns die Stadt so unterstützt“, sagt Cornelia Werner wertschätzend. „Unser Bürgermeister hat ein großes Herz für die Kita“. Und nicht nur er. Denn obwohl auch in Tribsees das Geld hinten und vorn nicht reicht und freiwillige Aufgaben dieser Größenordnung eigentlich nicht mehr gewuppt werden können, hatte die gesamte Stadtvertretung im Sommer letzten Jahres noch die 60 000 Euro für die neuen Fenster bewilligt.

Bürgermeister Molkentin möchte auch in diesem Jahr, dass es in der Kita weitergeht, zum Beispiel mit der Wärmedämmung, aber da er keinerlei Eckzahlen hat und auch noch nicht genau weiß, wie am Ende die Umlagen an den Kreis und das Amt aussehen, kann er dazu noch keine Äußerungen machen.

„Wir sind natürlich auch bemüht, von uns aus Förderanträge zu stellen“, sagt Cornelia Werner. Im Landeswettbewerb zur Sicherung der Daseinsfürsorge habe sie dies schon dreimal getan gestellt. Leider wurde bislang noch keiner ihrer Anträge angenommen.

Derzeit werden in der Kita „Vier Jahreszeiten“ 162 Mädchen und Jungen betreut: 34 in der Krippe, 93 im Kindergartenalter und 35 im Hort. Das ist gemessen an den meisten Einrichtungen im Umkreis viel.

„Der Bedarf ist auf jeden Fall da“, sagt Chefin Werner. Tribsees ist im Umkreis die einzige Kita. Die nächsten befinden sich in Bad Sülze, Grammendorf und Gremersdorf. Diese sind aber zum Teil deutlich kleiner.

Für 174 Kinder hat die Tribseeser Kita in Trägerschaft des Arbeiter-Samariter-Bundes eine Betriebserlaubnis. „Ich denke wir werden diese auch ausschöpfen, wenn im Sommer das Gesetz auf einen Kita-Platz greift“, sagt die Leiterin. Möglicherweise muss Tribsees sogar noch einen Antrag auf Erweiterung stellen. „Denn Kinder gibt es genug“. Und diese finden trotz mancher baulicher Defizite in den Tribseeser „Vier Jahreszeiten“ gute Bedingungen vor. Vor allem, was die inhaltlich-pädagogische Arbeit anlangt, denn 21 Erzieherinnen sorgen sich um die Lütten, die größtenteils aus sozial schwachen Familien kommen.

Es gibt auch einen Plan für besondere Höhepunkte. Der beinhaltet demnächst zum Beispiel die Verteidigung der im Februar 2012 errungen Plakette „Fit for Kids“, bei der der Nachweis für gesundes Essen erbracht werden muss. Die Tribseeser Kita bietet Vollverpflegung für die hier betreuten Kinder an.

Kita hat 174 Plätze
162Mädchen und Jungen werden derzeit in der Tribseeser ASB-Kita „Vier Jahreszeiten“ betreut. Die Betriebserlaubnis in dem dreistöckigen Plattenbau lässt 174 Kinder zu.

91 neue Fenster wurden in den 1986 errichteten Plattenbau eingebaut, davon 48 noch kurz vor Weihnachten.

 

60 000Euro hatte die Stadtvertretung für diese Maßnahme noch im Sommer 2012 locker gemacht. Ob der Haushalt 2013 noch solche Ausgaben zulässt, ist mehr als fraglich. Derzeit gibt es aber noch keinerlei Eckzahlen.

Weder die Fassade noch der Keller sind wärmegedämmt, die E-Installation stammt ebenfalls noch aus der DDR-Zeit.“Cornelia Werner (39), Leiterin der Kita

Reinhard Amler

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