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Nordvorpommern Glocke läutet erstmals wieder am 1. Advent
Vorpommern Grimmen Nordvorpommern Glocke läutet erstmals wieder am 1. Advent
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00:01 01.12.2017
Glockenspezialist Udo Griwahn aus Grimmen hatte den Einbau der Glocke in die Rakower Kirche zum Heiligen Leichnam übernommen. Quelle: Fotos: Reinhard Amler

Sonntag ist es nun soweit: Die neue bronzene Kirchenglocke in Rakow wird ertönen. Um 14 Uhr soll das sein, wenn der Festgottesdienst in der Kirche zum Heiligen Leichnam beginnt. Alle Bürger sind dazu herzlich eingeladen.

Fünf Jahre war Rakow ohne Geläut / Sonntag um 14 Uhr beginnt der Festgottesdienst

Fünf Jahre war Rakow ohne Glockengeläut. Klar, dass die Vorfreude auf dieses Ereignis sehr groß ist. Pastor Rolf Kneißl fiebert dem 1. Advent deshalb auch schon seit langem entgegen. Er freut sich ganz besonders, dass es der 1. Advent ist, an dem die Glocke erstmals läuten wird. Denn auch die beiden gusseisernen Vorgängerglocken, die wegen Materialermüdung ausgebaut werden mussten und jetzt einen neuen Platz vor der Kirche gefunden haben, wurden an einem 1. Advent erstmals geläutet. 1922 war das. Der Zufall will es sogar, dass dieser 1. Advent auch auf den 3. Dezember fiel. Am vergangenen Freitag war die neue Glocke deshalb auf einem festlich geschmückten Pferdewagen vom Hof Lübs, wo sie eine Nacht zwischengelagert war, zur Kirche transportiert worden. Trotz strömenden Regens hatten sich dazu viele Rakower und Gäste eingefunden. Unter ihnen auch Pröpstin Helga Ruch aus Stralsund, die sich gerade auf einer Visitationswoche in Rakow befand, wie sie sagte. „Eine neue Glocke ist immer etwas ganz Besonderes“, meinte sie. „Man hat während einer Amtszeit nicht so oft Gelegenheit, so etwas zu erleben“, sagte auch Alexander Benkert, Bürgermeister von Süderholz, der natürlich die Glocke auch begleitet hatte. Sie ist nun im alten Glockenstuhl befestigt und zwar von Udo Griwahn, dem Grimmener Glockenspezialisten. 100 Glocken habe er in diesem Jahr schon bewegt. Davon 20 neue, sagte er.

Die neue Glocke ist 740 Kilogramm schwer. Sie wurde in Karlsruhe bei der Firma Bachert gegossen. 25000 Euro hat sie gekostet. Bezahlt wurde das gute Stück vornehmlich aus Spenden, die zu einem großen Anteil auch von Windenergie-Unternehmern aus der Region stammen. Auch der Kirchenkreis habe Geld gegeben. Ursprünglich hatte die Rakower Kirche drei Glocken, so Rolf Kneißl: eine Taufglocke, eine Sterbeglocke und eine Gebetsglocke. Wobei die dritte Glocke eigentlich aber mehr Schaden am Glockentrum angerichtet habe, wie er hinzufügt.

Um an diese Glocken zu erinnern, trägt die neue Glocke jetzt auf einer Seite die Inschrift: „Ich klinge dem Fröhlichen zum Dank, dem Traurigen zum Trost und Gott zur Ehre“. Nachdem die alten Glocken übrigens ausgebaut waren, stellte man fest. dass auch der Glockenturm marode ist. Er konnte inzwischen ebenfalls saniert werden und wurde 2015 wieder eingeweiht.

Reinhard Amler

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