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Haus „Trebelblick“ wird ein Hingucker

Grimmen Haus „Trebelblick“ wird ein Hingucker

60 barrierefreie Wohnungen sollen entstehen / Aufräumarbeiten sind bereits im Gange

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So soll sich das neue Wohnhaus hinterm Grimmener Ärztehaus demnächst präsentieren. Hier entstehen 60 altengerechte Wohnungen, alle barrierefrei. Baubeginn soll im Frühjahr 2018 sein. GRAFIK: Scheitor

Grimmen. Eines muss man zugeben: Die Umgebung des sich jetzt in Planung befindlichen altengerechten Wohnhauses hinterm Ärztehaus ist sehr grün. Und ruhig. Wenn man Glück hat, hört man vom Balkon sogar die nahe Trebel plätschern. „Da liegt es natürlich nahe, das Haus ’Trebelblick’ zu nennen , freut sich Martin Scheitor.

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60 barrierefreie Wohnungen sollen entstehen / Aufräumarbeiten sind bereits im Gange

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Der Grimmener Unternehmer erklärt, dass das Wohnprojekt, das gleiche sei, wie jenes, das er bereits in der Greifswalder Straße verwirklicht hat. Dort eröffnete Scheitor 2013 ein Wohnhaus mit 23 altengerechten Wohnungen. Alle sind seither belegt. Es existiert sogar eine lange Warteliste, sagt er. Und dieser Umstand hat die beiden Brüder Michael und Martin Scheitor zusammen mit Claus Jürgen Vogt aus Langenfelde bei Glewitz bewogen, für Grimmen jetzt dieses neue Projekt zu starten.

„Ich habe keine Sorge, dass wir die Wohnungen nicht vermietet bekommen“, erklärt Martin Scheitor, der sowohl die Planung als auch die Bauleitung übernommen hat. „Jede Wohnung wird über ein separates Schlafzimmer verfügen. Von 52 der insgesamt 60 Wohnungen werden das Wohnzimmer und der Balkon die Blickrichtung zur Trebel haben“, schwärmt Scheitor schon mal. Zwei Fahrstühle werden neu errichtet.

„Alle Badezimmer“, sagt er weiter, „sind geräumig und haben ebenerdige Duschen. Ebenso ist im Projekt ein Gemeinschaftsraum vorgesehen, in dem Familienfeiern stattfinden können.“ Eine Carportanlage mit Schuppen wird es auch geben.

Scheitor nennt bereits eine Miete von zehn Euro pro Quadratmeter und sagt, dass diese für zehn Jahre festgeschrieben sein wird. Mit den zehn Euro sei dann alles abgegolten. Auch Heizung, Strom und Fernsehen...

Die Wohnungsgrößen betragen 39 bis 70 Quadratmeter Fläche. Die Mietbindung für zehn Jahre könne man sich leisten, weil es eigene Anlagen zur Energieversorgung geben wird. Scheitor spricht schon heute von einer energetischen Meisterleistung, die geplant sei. Photovoltaikanlagen sollen den größten Teil des Stroms und der Wärme bereitstellen. Außerdem wird das Gebäude hochgradig wärmegedämmt sein und eine Dreifach-Verglasung erhalten. Und noch eines versprechen die Investoren Michael Scheitor und Claus Jürgen Vogt: Sie werden bestrebt sein, alle Aufträge für den Umbau an Grimmener Firmen zu vergeben. Das ehemalige Pflegeheim, wie es genau hieß, war am 1. Mai 1990, kurz vor Ende der DDR, eröffnet worden. Es hatte 160 Betten. Die letzten Jahre, in denen es einer Familie aus Frankfurt/Main gehörte, stand es leer. In dieser Zeit ist es mehrfach von Vandalen aufgesucht worden, die leider viel zerstört haben. Es gibt kaum noch ein heile Fensterscheibe, so dass das Haus zur Ruine verkommen ist. Vor einigen Tagen haben die neuen Besitzer aber damit begonnen, sowohl im Inneren als auch im Umfeld der Immobilie aufzuräumen.

Wie sehen nun Grimmener die Pläne? Jörn Kurowski sagt bei facebook „Sehr gut!“. Rosemarie Frank meint: „Finde ich super , dass jetzt etwas gemacht wird.“ Und die bekannte Linkenpolitikerin Christiane Latendorf aus Bremerhagen schreibt: „Es ist gut, dass das inzwischen zur Ruine verkommene Seniorenheim eine neue Nutzung findet.“ Sie ärgert sich aber offenbar noch immer darüber, dass der ehemalige Betreiber das Heim damals auf Verschleiß bewirtschaftet hat. Ein Neubau mit riesiger Landesförderung schien wohl lukrativer, mutmaßt die Kreistagsabgeordnete der Linken auf facebook.

1993 hatte Kursana die kommunale Trägerschaft des Heimes - es gehörte dem Landkreis - abgelöst. Das Unternehmen baute dann am Bahnhof ein neues Domizil. Dieses wurde 2002 bezogen und ist zum Wohnen seither sehr begehrt. Bürgermeister Benno Rüster (CDU) freut sich natürlich auch, dass Grimmener hier etwas Neues für ihre Stadt schaffen. Er sieht damit die Grimmener Wohnungsbaugesellschaft noch mehr in Zugzwang. Bekanntlich hat diese mit großem Wohnungsleerstand zu kämpfen.

2018 soll es losgehen

Das ehemalige Altersheim wird komplett entkernt. Das heißt, im Grunde bleiben nur noch die Außenwände stehen. Baubeginn soll 2018 sein.

60 Wohnungen sind geplant. 52 werden das Wohnzimmer und den Balkon mit Blickrichtung Trebel haben.

Zu den Annehmlichkeiten des Hauses „Trebelblick“ gehören auch Carports mit Schuppen sowie ein Gemeinschaftsraum, in dem auch Familienfeiern stattfinden können.

Reinhard Amler

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