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Nordvorpommern Heilige Drei Könige stehen im Fokus
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00:01 07.12.2017
Christel Paffenholz baut eine der zahlreichen Krippen in der Grimmener Kirche St. Marien auf. FOTOS (2): ANJA KRÜGER

Sie kommen unter anderem aus Afrika, Amerika, Australien, Europa – die Heiligen Drei Könige, die in diesem Jahr in den Fokus der Krippenausstellung in der Grimmener Kirche St. Marien gerückt werden. Zum elften Mal wird – traditionell in den Tagen vor dem zweiten Advent – in das evangelische Gotteshaus eingeladen. Heute um 11 Uhr eröffnen Heinz Wenzel, Pastor im Ruhestand, sowie Kinder des evangelischen Kindergartens „Kinderkahn“ die Ausstellung mit dem Anzünden der Kerzen.

Rund 90 Krippen werden ab heute bei der diesjährigen Ausstellung in der Marienkirche in Grimmen gezeigt.

Rund 90 Krippen haben Dorothea und Heinz Wenzel sowie Christel und Hans-Joachim Paffenholz zusammengetragen. Die beiden Grimmener Ehepaare sammeln seit geraumer Zeit Darstellungen der Jesus-Geburt.

Wenzels seit 55 Jahren, Paffenholzens seit 36. Einen Teil ihrer Sammlungen stellen sie jährlich in der Kirche aus. „Nach einigen Jahren hörten wir von Besuchern immer wieder, dass es immer die gleichen Krippen seien. Obwohl das nicht so war“, erzählt Christel Paffenholz und nennt damit gleich den Grund, warum seit drei Jahren die Ausstellung unter einen ganz bestimmten Gesichtspunkt gestellt wird.

Zu den neuen Krippen in diesem Jahr gehört unter anderem ein Exemplar aus Australien. Maria und Joseph sowie das Christkind dargestellt als Koalas, die Heiligen Drei Könige als ein Känguru, ein Wombat und ein Emu. „Von diesem Kontinent fehlte uns noch eine Krippe. Mein Neffe, der mit einer Australierin verheiratet ist, hat sie organisiert“, berichtet Hans-Joachim Paffenholz.

Auch Werke bekannter Holzschnitzer sind zu sehen. Beispielsweise von Eugeniusz Zegadlo aus Polen, der aus einer Schnitzerfamilie mit langer Tradition stammt. Seine Werke befinden sich in internationalen Museen und Galerien, öffentlichen und privaten Sammlungen, wie jener der Familie Paffenholz. Genauso vielseitig wie die Herrkunft der Krippen ist auch deren Gestaltung und Größe. So können Besucher sogar die Darstellung der Weihnachtsgeschichte in einer Streichholzschachtel oder Walnuss bestaunen. Die Ausstellung dieser Werke ist für Wenzels eine besondere Herausforderung. „Die hohe Luftfeuchtigkeit hier in der Kirche könnte ihnen schaden“, erklärt Dorothea Wenzel, die deshalb die kleinen, filigran gearbeiteten Werke geschützt durch eine Glashaube ausstellt.

Doch nicht nur zu gucken gibt es bei der Ausstellung. „Wir wollen unseren Besuchern auch interessante Informationen über die Gaben der Heiligen Drei Könige vermitteln. Vor allem über Weihrauch und Myrrhe, die kostbare Duft- und Heilpflanzen sind“, berichtet Christel Paffenholz, die sich freut, dass auf ihre Ausstellung durch die entsprechende Schaufensterdekoration der Rats-Apotheke in der Grimmener Innenstadt hingewiesen und diese damit unterstützt wird.

Kerzen werden Sonntag wieder ausgeblasen

Bereits zum 11. Mal findet in der evangelischen Kirche St. Marien in Grimmen die Krippenausstellung statt – traditionell zum 2. Advent.

Heute um 11 Uhr eröffnen Heinz Wenzel, Pastor i. R., sowie Kinder der Kita „Kinderkahn“ die Ausstellung mit dem Anzünden der Kerzen.

Geöffnet ist die Ausstellung heute bis Sonnabend jeweils von 11 bis 17 Uhr, am Sonntag von 10 bis 12.45 Uhr.

Zum Kerzenziehen wird heute bis Sonnabend jeweils um 14 Uhr eingeladen. Die Rohmasse wird nach Gewicht in Rechnung gestellt.

Ein musikalisches Mittagsgebet findet morgen und übermorgen jeweils um 12 Uhr statt.

Am Sonntag endet die Ausstellung mit einer Andacht um 12.45 Uhr und dem Kerzenausblasen.

Für Kinder steht zu den Öffnungszeiten ein Mal- und Büchertisch bereit.

Der Eintritt ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

Anja Krüger

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