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Hohenwarther feiern ihr 540. Dorfjubiläum

Hohenwarth Hohenwarther feiern ihr 540. Dorfjubiläum

Daniel Lemke hat für die jetzigen und einstigen Einwohner ein Fest organisiert/ Grimmens Ortsteil ist wahrscheinlich aber älter

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„In der Vorbereitung wurde herausgefunden, dass Hohenwarth wahrscheinlich fast 700 Jahre alt ist.“ Daniel Lemke (41)

Hohenwarth. Hier kräht ein Hahn, da blökt ein Schaf – wer wochentags am Vormittag im Grimmener Ortsteil Hohenwarth spazieren geht, begegnet eher einer Weinbergschnecke als einem Einwohner. Und doch lebt dort niemand für sich, erzählt Daniel Lemke. Vor zehn Jahren zog er mit seiner Familie in den Ort. „Wir sind eine richtige Dorfgemeinschaft. Jeder kennt sich und zum Halloweenfeuer sitzen wir alle zusammen“, sagt der 41-Jährige.

OZ-Bild

Daniel Lemke hat für die jetzigen und einstigen Einwohner ein Fest organisiert/ Grimmens Ortsteil ist wahrscheinlich aber älter

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Schnell gehörte Familie Lemke auch zur Dorfgemeinschaft und hörte die Geschichten von den „Alten“, wie es einst war im Ort. „Als ich dann irgendwann in dem Büchlein ’Güter und Dörfer im Kreis Grimmen’ von Wolfgang Marder las, dass Hohenwarth bereits 1527 genannt wurde, hatte ich die Idee, eine kleine Feier zu organisieren. Schließlich würde Hohenwarth demnach in diesem Jahr 540 Jahre alt werden“, erzählt der dreifache Familienvater.

Gesagt getan, die Vorbereitungen begannen. Am 1. Juli treffen sich nun jetzige und einstige Einwohner Hohenwarths auf dem Dorfplatz an der Buswendeschleife. „Es soll kein großes Dorffest werden“, betont Daniel Lemke. Dieses Fest sei tatsächlich nur für jetzige und ehemalige Hohenwarther.

Rund 90 Gäste – so schätzt der 41-Jährige – wird diese Feier haben. Viele Leute, die einst hier lebten, seien eingeladen worden. „Es lebt auch noch eine Tochter des einstigen Gutsherrn Harder. Wir würden uns freuen, wenn auch sie kommt“, sagt Lemke. Er freue sich drauf, mit allen zusammenzusitzen, alte Fotos anzuschauen und den Erinnerungen der „Alten“ zu lauschen. Um 15 Uhr soll die Feier am 1. Juli beginnen. „Mit einer kleinen Ansprache von Pastor Wolfgang Schmidt“, erzählt Lemke.

Die Verbindung zur Kirche, wo er mithilfe von Andrea Mietzner in Vorbereitung auf die Feier der Geschichte Hohenwarths auf den Grund ging, hat dann auch noch einen anderen Fakt ans Tageslicht gebracht. „Anscheinend ist unser Heimatort noch viel viel älter“, erzählt Lembke. Von Dr. Haik Thomas Porada, einem deutschen Historiker, erfuhren beide, dass es Nachweise für die Existenz des Ortes zu Beginn des 14. Jahrhunderts gibt. So wird beispielsweise in einem pommerschen Urkundenbuch „in der Vogtei Loitz auf dem festländischen Teil des Fürstentums Rügen zwischen 1320 und 1323 eine Herrin, genannt die Hohenwarthsche, eine Grimmer Bürgerin, genannt, die einem Rickold von Lutzow, der seinerseits Versall des Rügenfürsten Wizlaw III. acht Mark geliehen hatte.“ Auch ein Ritter in Hohenwarth sei in einem Urkundenbuch zwischen 1320 und 1325 aufgeführt.

„Das könnte bedeuten, dass unser Dorf schon bald 700 Jahre alt wird“, freut sich Lemke über das neue Wissen. Die kleine Feier am 1. Juli soll aber trotzdem wie geplant stattfinden. „Aber wir werden ein Sparschwein hinstellen, um schon mal für das große Jubiläum Hohenwarths zu sammeln“, sagt er.

Das Rittergut Hohenwarth

Bereits 1527 wurde Hohenwarth in alten Dokumenten genannt, als der Verkauf des Besitzes von Lucius von Normann in Stralsund an das Kloster Eldena bekanntgegeben wurde.

1891 wurde Otto Harder Pächter der Domäne Hohenwarth. Er ließ 1910 ein neues Gutshaus bauen. Bemerkenswert war die Gestaltung des Parks mit seltenen Gehölzen und Teichen. Das Gutshaus, heute in privater Hand, verfällt zusehens, der Park verwildert.

Letzter Pächter war sein Sohn Carl Hermann Ernst Harder. Er ließ die Straße nach Stoltenhagen bauen.

Quelle: „Güter und Dörfer im Kreis Grimmen“

Anja Krüger

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