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Horster sollen selber über Straße entscheiden

Miltzow Horster sollen selber über Straße entscheiden

Gemeinde strebt breite Diskussion über Sanierung der „Buckelpiste“ an

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Das ist die Buckelpiste in Horst. Sie soll saniert werden.

Quelle: Foto: Reinhard Amler

Miltzow. Die Gemeinde Sundhagen will in ihrem Ortsteil Horst die Dorfstraße sanieren. Oder besser gesagt, einen Teil von ihr, der im Ort auch als „Buckelpiste“ bekannt ist. Diese führt direkt an der Dorfkirche vorbei. Nun kostet so etwas aber Geld und ist ohne die Betroffenen nicht machbar. Das hatte Bürgermeister Helmut Krüger (CDU) bereits im Vorfeld einer Anliegerversammlung deutlich gesagt.

Diese Zusammenkunft fand nun statt. Und sie war, wie Krüger auf der Gemeindevertretersitzung am Donnerstag in Miltzow betonte, sehr gut besucht. „Es waren alle betroffenen Anwohner anwesend“, sagte er. „Und es wurde offen diskutiert. Es gibt große Befürworter für eine Sanierung der Straße“, erklärte der Bürgermeister, „aber auch viele Ablehner und eine ebenso nicht geringe ,Mittelschicht’.“

65 Prozent der Kosten seien über ein Programm der Bodenordnung förderfähig, erläuterte der Bürgermeister. Das sei natürlich der Hauptteil der Kosten. Es blieben aber immer noch 35 Prozent übrig, die als Eigenanteil erbracht werden müssen. Dieser Eigenanteil müsste von der Gemeinde, die selber Anlieger an der Straße ist, und den Bürgern geschultert werden, erläuterte der Bürgermeister, ohne aber Summen zu nennen. Sie dürften aber nicht so unbeträchtlich sein. Es gibt bereits auch Überlegungen, diesen Eigenanteil noch zu minimieren. So gebe es die Möglichkeit, über Betriebe in der Gemeinde Arbeiten in Eigenleistungen durchzuführen, schlug Helmut Krüger vor. Er verwies darauf, dass dies bei anderen Projekten bereits sehr gut geklappt habe. Als Beispiele nannte er die Wege von Falkenhagen nach Stahlbrode und den Försterweg in Horst.

Am Ende des Informationsgespräches in Horst wurden an alle beteiligten Bewohner Zettel ausgeteilt, erklärte Krüger. Auf ihnen sind nun zwei Fragen notiert: Die erste lautet, ob saniert werden soll, die zweite, ob der betroffene Anwohner auch bereit ist, entsprechend der gültigen Satzungen den Baukostenzuschuss zu zahlen.

Es sei auch möglich auf die erste Frage mit Ja und auf die zweite mit Nein zu antworten, sagte Krüger, weil Christiane Latendorf, Gemeindevertreterin der Linken, dies wissen wollte. Bis zum 31. Mai haben die Bewohner nun Zeit, die Zettel auszufüllen und abzugeben. „Wir werden sie danach auswerten und die Ergebnisse in den Ausschüssen und der Gemeindevertretung diskutieren“, sagte der Bürgermeister. Wie er informierte, sei ein Drittel der ausgegebenen Zettel bereits zurück. Eine Auswertung habe aber noch nicht stattgefunden.

Ginge es nach Krüger, so könnte der Straßenbau in den Haushalt der Gemeinde Sundhagen für 2018 aufgenommen werden. Das bedeutet, dass spätestens im Oktober eine Entscheidung gefallen sein muss.

Reinhard Amler

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