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Im Landkreis wird gebaut: Vom kleinen Carport bis zur großen Halle

Wirtschaft Im Landkreis wird gebaut: Vom kleinen Carport bis zur großen Halle

Vorpommern-Rügen erteilte im letzten Jahr 1400 Baugenehmigungen, 772 davon für Projekte zwischen Barhöft, Bad Sülze und Bartmannshagen.

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Die Ferrum GmbH in Groß Lüdershagen bekam vom Landkreis die Genehmigung für weitere temporäre Leichtbauhallen.

Quelle: Fotos: Ines Sommer

Langendorf/Barhöft — 1400 Projekte — vom Carport bis hin zur Biogasanlage — bekamen im letzten Jahr vom Bauamt des Landkreises den Genehmigungsstempel. Die Hälfte der Vorhaben liegt auf dem Festlandteil Vorpommern-Rügens zwischen Barhöft, Bad Sülze und Bartmannshagen. „Die Tendenz der Genehmigungen im gesamten Kreis gegenüber den Vorjahren ist leicht steigend. Rügen holt jetzt etwas auf“, schätzt Bauamtsleiter Steffen Schulze ein.

Zu den 772 befürworteten Plänen von Privatpersonen oder Firmen und Gesellschaften gehört unter anderem der Bau eines Hochregallagers bei Sconto im Ostseecenter in Langendorf. Das Unternehmen wolle Fahrzeiten nach Rostock einsparen und die Ware selbst vor Ort haben. Seit zwei Jahren ist das Vorhaben bekannt. Während die Abgeordneten der zuständigen Gemeinde Lüssow die Investition des Möbeldiscounters sofort befürworteten, gab es zunächst Gegenwind von der benachbarten Hansestadt Stralsund. Die sah in dem Projekt — ähnlich wie bei den Plänen des Strelaparks auf dem Gelände der Gemeinde Kramerhof — eine versteckte Erweiterung der Verkaufsfläche und lehnte das Ganze deshalb strikt ab. Mit der Begründung, man wolle nicht die grüne Wiese, sondern die Altstadt beleben.

„Inzwischen ist das alles geklärt, wir haben die Baugenehmigung erhalten. Wir haben auch schon ein paar Vorbereitungsarbeiten angeschoben und hoffen, dass wir im Sommer 2015 mit dem Bau des Lagers beginnen können. So ist es zumindest geplant“, sagt der Stralsunder Sconto-Chef Detlef Schmeling gegenüber der OZ.

Wesentlich weiter ist da ein Projekt in Barhöft. Hier wurde vom Landkreis der Bau eines neuen Informationszentrums für den Nationalpark genehmigt und bereits gebaut. Bauherr ist die Gemeinde Klausdorf, die das Gebäude ans Nationalparkamt vermietet. „Wir sind jetzt soweit fertig. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 350000 Euro, der Großteil davon sind Fördermittel. 280000 kommen aus dem Leader-Programm, 30000 konnten wir über die Bingo-Stiftung an Land ziehen“, so Bürgermeister Thomas Reichenbach (CDU) und ergänzt: „Ehrlich gesagt dauert mir das Bau-Genehmigungsverfahren zu lange. Das zieht sich oft über Jahre hin. Bei einem Treffen der Bürgermeister mit dem Landrat haben wir das auch angesprochen...“

Demnächst soll das „Haus am Kliff“ mit einer Ausstellung eröffnet werden. Auf einer Gesamtfläche von 150 Quadratmetern wird es eine Ausstellungsfläche, ein Büro sowie eine Infothek mit Archiv geben. Besonders freuen sich die Mitarbeiter, dass nun Sanitärräume zum Haus gehören, die das alte Infozentrum im bereits abgerissenen blauen Häuschen direkt am Hang nicht bieten konnte. Grünes Licht gibt es auch für ein zweites, bei den Einwohnern umstrittenes Projekt in der Gemeinde. Der Landwirt Henning Heß möchte in Klausdorf eine Biogasanlage und einen Jungrinderstall errichten (die OZ berichtete).

Genehmigt ist auch der Plan der Gemeinde Groß Mohrdorf, in der Kita „Regenbogen“ das Dachgeschoss auszubauen und dort einen Generationstreff zu etablieren. Die Firma Ferrum in Groß Lüdershagen bekam vom Landkreis die Zustimmung für den Bau zweier temporärer Stahlleichtbauhallen. Und in Behrenwalde befürwortete das Kreis-Bauamt die Errichtung einer Getreide-Siloanlage beim Landwirt Raben.

Weitere Projekte im Kreis
Die Erweiterung des Erholungszentrums Wustrow, der Neubau der Rettungswache Prerow und ein Personenaufzug zur Deichkrone in Zingst zählen zu den größeren Projekten.
Die Städte und Kommunen setzen auf Schulen und Kitas. Bergen baut die Oberschule VI um, Marlow erweitert die Grundschule. Die Gemeinde Süderholz hat in Kandelin eine neue Kita gebaut.
Beim Tourismus gehören die Nutzung der Blöcke 1,2 und 4 des KDF-Bades in Prora, die Sandskulpturenausstellung in Binz und die Sanierung des Asta-Nielsen-Haus in Vitte auf Hiddensee zu den Schwerpunkten.
In Süderholz am Pommerndreieck ist ein Logistikzentrum geplant, in Bergen entsteht ein Lidl-, in Sellin ein
Aldi-Markt. In Barth entsteht ein Fachmarktzentrum in der Stadt.
Die Offshore-Industrie errichtet im Fährhafen Mukran einen Montage- und Logistikpark. Am Pommerndreieck will sich der Gewerbebetrieb Biosanica erweitern.

 



Ines Sommer

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