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Nordvorpommern Jona-Schüler erkunden Nehringer Wald
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00:00 30.08.2013
Revierförster Klaus Wiede — er zeigt hier ein präpariertes Eichhörnchen — war mit den Jona-Schülern in Nehringen unterwegs. Quelle: Almut Jaekel
Nehringen

„Die wurde bestimmt mit Zuckerwasser gewässert“, sagte Lukas Karopka (11) als der Grammendorfer Revierförster Klaus Wiede erklärte, das die heutigen Süß- und Sauerkirschbäume aus den Vogelkirschen gezüchtet worden sind. Und ebensolche Wildkirsch-Bäume finden sich entlang des Waldweges in Nehringen, den der Förster gemeinsam mit den Schülern einer 6.

Klasse der Stralsunder Jona-Schule wanderte, um ihnen die Natur näher zu bringen.

Lukas Karopka meinte seine favorisierte Wässerungsmethode nicht so ganz ernst, schließlich ist der Prohner Pfadfinder und kennt sich in Wald und Flur aus. Trotzdem war er ebenso wie seine Mitschüler begeistert von der Artenvielfalt an der Trebel. Schon von der Brücke aus beobachteten die Mädchen und Jungen Entengrütze und suchten Fische in der natürlichen Grenze zwischen Pommern und Mecklenburg.

Dass das Wasser im Moment in der Trebel nicht fließt, weil der Ostwind es von der Peene aus entgegen der eigentlichen Strömung treibt, konnten die Kinder selbst erklären. Etwas schwieriger wurde es dann auf dem Weg, der von Nehringen aus in Richtung Bassendorf beginnt. Eichen und Pappeln zur linken, Nadelhölzer wie Kiefern und Fichten zur rechten Seite, erklärte Klaus Wiede. Einen Tipp gab es wenige Meter weiter von ihm für die Jungen: „Aus der Rinde des Faulbaums kann man prima Schießpulver machen“, sagte er. Die Mädchen zeigten sich allerdings vom Geruch des Holzes gar nicht begeistert.

Springkraut und seine besonderen Eigenschaften kannten die meisten und schnell fanden sie heraus, dass man mit Kletten im Haar die Klassenkameraden ärgern kann. Dass es in Nehringen mitten im Wald Hopfen gibt, beeindruckte die Schüler, vom Geschmack ließen sie sich aber nicht überzeugen. Schnecken am Baum, die ihr Gehäuse wachsen lassen, Schneeballbeeren als Vogelfutter, ein Mistkäfer, der schnell wieder ins Dickicht gesetzt wurde — für Bruno ter Smitten von der Insel Rügen ist das alles interessant. „Ich liebe den Wald“, sagte er und erzählte, dass er auch schon im brasilianischen Dschungel war.

Auf einem Hochsitz am Wegesrand hatte Klaus Wiede bereits vor der Wanderung einiges vorbereitet. Präparierte Tiere, aber auch Zapfen, Pilze, Gehörn und Geweihe galt es zu bestimmen. Beim Frischling, Buntspecht und Eichhörnchen fiel das den Schülern nicht schwer, bei Iltis und Mauswiesel musste der Förster aber helfen.

Die Schüler der Jona-Schule werden bis heute im Nehringer Jugendgästehaus „Graureiher“ zu Besuch sein. Während ihrer Klassenfahrt gehörte unter anderem zum Programm, ein Floß zu bauen und damit auf der Trebel zu schippern, die Kirche im Dorf besichtigen. Auch eine Dropping-Tour gehörte dazu, bei der die Teilnehmer an unbekannter Stelle ausgesetzt wurden und nach verschiedenen Aufgaben den Weg nach Nehringen zurückfinden mussten.

Nehringen
An der historischen Grenzlinie zwischen Vorpommern und Mecklenburg gelegen, hat Nehringen eine vielfältige Geschichte.

Zu den Sehenswürdigkeiten des Dorfes gehört zum einen die Sankt-Andreas-Kirche. Als Verbindung beider Landesteile gehört auch die Holzzugbrücke zu den geschichtsträchtigen Bauwerken im Ort.

Almut Jaekel

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