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Nordvorpommern Kleine Forscher in der Butscherstuv
Vorpommern Grimmen Nordvorpommern Kleine Forscher in der Butscherstuv
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04:01 13.04.2013
Anton, Fabienne und Sven toben als „Wiesenzwerge“. Sie gehören in die Gruppe der Jüngsten.

„Butscherstuv“heißt die Kindertagesstätte in Brandshagen. Und wie eine gute Stube für die Mädchen und Jungen — heimelig, wohnlich und mit allem ausgestattet, was kleine Butscher sich eben wünschen — präsentiert sich die Kita. „Das Gebäude war ursprünglich ein Zweifamilienhaus, deshalb stoßen wir räumlich manchmal an unsere Grenzen, es ist aber sehr gemütlich“, erklärt die Kita-Leiterin Ilona Helm (50).

Die Kita mit dem großen Außengelände bietet 59 Knirpsen Platz, 45 Kindergartenkindern und 14 Plätze in der Kinderkrippe. „Wir sind völlig ausgelastet“, sagt Ilona Helm und erzählt, dass zwar im Sommer 15 Kinder in die Schule kommen, aber deren Plätze auch schon wieder belegt sind. Acht Erzieher in Voll- und Teilzeit kümmern sich um die Mädchen und Jungen, angefangen vom Jüngsten, Karl, mit seinen eineinhalb Jahren, bis zu den Vorschulkindern.

Zu denen gehören Moritz, Johanna und Tobias aus der Gruppe der „Schlauen Füchse“, die wie die Waldgeister in der oberen Etage des Hauses untergebracht sind. Unten sind die Wiesenzwerge und die Wühlmäuse zu Hause. „Unser Konzept ist angelehnt an die Reggio-Pädagogik“, sagt die Chefin. Forschen, kreativ sein, etwas selbst tun, um daraus zu lernen und Erzieher, die die Knirpse dabei lediglich begleiten, gehören zu den pädagogischen Eckpfeilern. Spiegel, die ermöglichen, dass sich Kinder und Besucher aus vielen Perspektiven betrachten und immer wieder Podeste, die Alternativen des Standpunktes anbieten, sind überall im Haus zu finden. Bei den „Schlauen Füchsen“, den Fünf- bis Sechsjährigen, gibt es zwar auch Bauklötze und anderes Spielzeug, aber deren beide Räume haben mit dem Aquarium, einem Globus und dem Mikroskop einen besonderen Charakter. Ilona Helm: „Wir haben die Anerkennung als ‘Haus der kleinen Forscher‘“. Stolz zeigen Moritz, und Johanna in einem Tagebuch, welche Experimente sie durchgeführt haben. Um Magnete ging es und darum, in welchem Gefäß Getränke am längsten heiß bleiben. Ein ägyptischer Apfel wurde mit Backpulver hergestellt und so haltbar gemacht, Kartoffelchips wurden zubereitet und natürlich auch gemampft. „Das macht total Spaß“, sind sich die Kinder einig. „Ich gehe aber am liebsten raus“ ergänzt Tobias. „Und ich male sehr gern“, sagt Johanna und erzählt, dass gerade Bilder zum neuesten Projekt von Nasi und seinen Freunden entstanden sind. Nasi & Co. sind große Handpuppen und Nasi hatte es erst gar nicht so leicht, weil der Nasenbär anders aussieht als die anderen Waldbewohner. In dem Projekt lernten die „Großen“ viel über Freundschaft. Das alles erzählen sie auch gern ihren Gästen. Beispielsweise beim „Papa-und-Opa-Tag“ im Mai. „Den gibt es dann erstmals bei uns“, sagt Ilona Helm.

Gegessen wird in der Kita übrigens in der eigenen Küche. „Das Essen kommt aber aus Abtshagen. Seit eineinhalb Jahren gibt es Vollverpflegung, morgens, zur Obstpause, mittags und am Nachmittag. Ilona Helm: „Und die Großen sind mit Begeisterung dabei, wenn sie sich ihre Stullen selbst schmieren dürfen“.

Almut Jaekel

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