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Nordvorpommern Kreis will Ehrenamtler motivieren
Vorpommern Grimmen Nordvorpommern Kreis will Ehrenamtler motivieren
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00:00 04.09.2013
Grimmen

Sie bringen Kindern Fußball bei, geben Lebensmittel an Hilfebedürftige aus oder engagieren sich für den Erhalt alter Schlösser — Ehrenamtliche in der Region sollen in Vorpommern-Rügen künftig mehr gewürdigt werden. Dazu laufen derzeit zwei Projekte im Großkreis. Sie sollen es engagierten Menschen der Region in Zukunft leichter machen, sich einzubringen — und sie andererseits für ihre Aktivitäten auch belohnen.

Ein Projekt steht fast in den Startlöchern: Zum Januar 2014 soll eine „Anlaufstelle für bürgerschaftliches Engagement“ im Kreis entstehen. Koordinatorin Kati Bischoff sucht derzeit den Kontakt zu allen Gemeinden, Vereinen und anderen Aktiven in der Region.

Eine Mammutaufgabe. Wie viele tausend Ehrenamtler es im Landkreis gibt, vermag Kati Bischoff nicht zu schätzen. Nur soviel: Für eine Umfrage hatte sie insgesamt 985 Vereine oder Organisationen angeschrieben. „279 Rückantworten haben wir zur Auswertung bekommen“, informierte Landrat Ralf Drescher (CDU) die Kreistagsmitglieder am Montagabend. Außerdem seien im August auch alle Bürgermeister des Kreises angeschrieben worden. Mit Hilfe der neuen Anlaufstelle soll es den Vereinen künftig möglich sein, sich untereinander über Projekte auszutauschen und Informationen weiterzugeben.

Beispielsweise darüber, welche Förderungen es gibt und was man dafür tun muss. Dazu wird derzeit an einer Internetplattform gearbeitet. „Voraussichtlich werden wir sie zum 1. Januar freischalten.

Dort wird es Neuigkeiten und auch eine Ehrenamtsbörse geben“, sagt Kati Bischoff gestern. Jeder Verein könne sich dort anbieten oder engagierte Leute für bestimmte Projekte suchen. Um das Vorhaben bekannt zu machen, hat die Koordinatorin den Ämtern und Gemeinden angeboten, das Projekt vorzustellen. Einige Termine haben bereits stattgefunden. Um Kati Bischoff dabei zu unterstützen, sind im Juni die ersten sechs Ehrenamtslotsen ausgebildet worden. Vereine beraten und Kontakte herstellen könnten ihre Aufgaben sein. „Sie sollen für Vereine und Bürger Ansprechpartner vor Ort sein“, erklärte der Landrat. Dazu sollen die so genannten Bürgerbüros im Landkreis als Anlaufstellen genutzt werden. Die Ehrenamtlotsen kommen laut Drescher aus Barth, Stralsund, Altenpleen und Putbus.

Als zweites Projekt ist die Ehrenamts-Card im Gespräch. Um Engagement attraktiver zu machen, soll diese Karte aktive Menschen mit Vergünstigungen belohnen. Dieses Vorhaben sei derzeit landesweit im Gespräch, sagt Drescher. In Niedersachsen und Bremen werde diese Form der Auszeichnung bereits erfolgreich praktiziert. In einigen Städten wie Rostock gibt es ähnliche Projekte.

Unabhängig von den Planungen zur Ehrenamts-Card werden bereits am morgigen Donnerstag Ehrenamtler in Vorpommern-Rügen gewürdigt. Etwa 100 Aktive aus allen Bereichen werden für ihr Engagement geehrt.

Die Veranstaltung findet in Stralsund statt.

Virginie Wolfram

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