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Löschwasserprobleme bei Großfeuer in Kummerow

Kummerow Löschwasserprobleme bei Großfeuer in Kummerow

Lagerhalle niedergebrannt / Sachschaden: Rund 150000 Euro / Löschfahrzeuge mussten zwischen Martensdorf und dem Einsatzort pendeln

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Die Lagerhalle auf einem Hühnerhof in Kummerow ist fast komplett niedergebrannt.

Quelle: Susanne Senneke

Kummerow. Feuerwehren im Dauereinsatz und ein Schaden im sechsstelligen Bereich: In Kummerow an der B105 zwischen Ribnitz-Damgarten und Stralsund ist in der Nacht von Montag zu Dienstag eine alte Lagerhalle auf dem Gelände eines Landwirtschaftsbetriebes niedergebrannt. Bis in die Morgenstunden waren die Einsatzkräfte im Einsatz. Die Kameraden konnten das Gebäude aber nur kontrolliert abbrennen lassen. Circa 300 Strohballen und 200 Heuballen sind nach Polizeiangaben verbrannt. Auch mehrere Arbeitsmaschinen wurden zerstört. Ein Sachschaden in Höhe von circa 150000 Euro sei entstanden. Verletzt wurde niemand. Ermittelt wird wegen Brandstiftung. Polizeisprecherin Antje Unger: „Selbstentzündung oder ein technischer Defekt können ausgeschlossen werden.“

„Theoretisch kann es keine Selbstentzündung gewesen sein.“ Gregor Wedig, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Niepars

Das vermutet auch die Feuerwehr. „Das Stroh war dort vor zwei Jahren eingelagert worden, war also trocken. Stromleitungen waren keine vorhanden. Theoretisch kann es keine Selbstentzündung gewesen sein“, sagt Gregor Wedig, Wehrführer der Freiwillligen Feuerwehr Niepars. Mehr als 100 Feuerwehrleute waren nach seinen Angaben im Einsatz. Die Nieparser hatten die Einsatzleitung inne. „Es ist immer schwierig bei solchen Lagerhallen – massive Wände, nur wenige Fenster – da kommt man schlecht an das Feuer ran“, sagt Wedig. Starke Rauchentwicklung, herumfliegende Stücke vom Wellasbestdach, Einsturzgefahr: „Wir mussten vorsichtig sein.“

Laut Hans-Peter Tews, Chef der Freiwilligen Feuerwehr Velgast, sei es nur darum gegangen, zwei umstehende Gebäude vor einem Übergreifen der Flammen zu bewahren. „Die Halle war nicht mehr zu retten, das hat gebrannt wie Zunder. Und der Wind hat das Feuer vorangetrieben“, sagt Tews. Erst gegen 5.15 Uhr konnten die Velgaster Kameraden abrücken. Die Feuerwehr Niepars war sogar erst gegen 9 Uhr aus Kummerow zurück im eigenen Gerätehaus. Am Morgen holten Mitarbeiter des Landwirtschaftsbetriebes mit einem Radlader noch glühende Heuballen aus der Brandruine, um sie auf dem Gelände auszubreiten und zu löschen.

„Kameraden, die arbeiten mussten, wurden in der Nacht ausgelöst“, so Gregor Wedig. Neben der Velgaster und der Nieparser Wehr waren außerdem die Berufsfeuerwehr Stralsund sowie die freiwilligen Feuerwehren aus Altenhagen, Flemendorf, Karnin, Weitenhagen und Zimkendorf vor Ort im Einsatz.

Kaum ein Auge zugemacht hat in dieser Nacht auch Marie Schulz. Die 84-Jährige lebt seit 1953 in dem Haus, das keine 50 Meter entfernt steht. „Ich habe schon geschlafen, als es passiert ist“, sagt sie mit aufgewühlter Stimme. Durch das Blaulicht sei sie wieder munter geworden. Zuvor hatte ihre Schwiegertochter die Feuerwehr alarmiert. „Sie ist durch den vielen Qualm auf das Feuer aufmerksam geworden. Mein Sohn ist danach zum Bauern gefahren und hat den informiert. So kam das alles ins Rollen“, schildert sie und ist froh, dass ihre Familie mit dem Schrecken davon gekommen ist.

Den Einsatzkräften machte allerdings zu schaffen, dass zu wenig Löschwasser zur Verfügung stand. „Das war schwierig, in Kummerow war der Druck auf dem Hydranten zu lasch, ein Feuerlöschteich war nicht in der Nähe“, so Gregor Wedig. Das führte dazu, dass Tanklöschfahrzeuge (TLF) nachgeordert werden mussten. Drei dieser TLF pendelten zwischen dem Einsatzort und der Tankstelle in Martensdorf hin und her, wo ein Hydrant mit der benötigten Leistung stand. Dort füllten die Fahrzeuge die Tanks mit Wasser und gaben sie in Kummerow an die löschenden Fahrzeuge weiter. „Wir haben früh erkannt, dass es knapp wird. Das Zusammenspiel hat gut geklappt“, so der Einsatzleiter.

Robert Niemeyer und Susanne Senneke

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