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Nordvorpommern Marode Kreisstraßen: 20 Millionen sind nötig
Vorpommern Grimmen Nordvorpommern Marode Kreisstraßen: 20 Millionen sind nötig
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00:00 23.01.2013
Stralsund

Diese Zahl nannte Rainer Roloff vom zuständigen Fachdienst Tiefbau der Kreisverwaltung Montagabend auf der Sitzung des Ausschusses für Kreisentwicklung, Wirtschaft und Tourismus des Kreistages in Stralsund. Er verwies auch darauf, dass Straßen oftmals nicht breit genug seien.

Die Kreisstraße „NVP 7“ zwischen Carlsruhe und Dammerstorf bei Marlow musste wegen ihres schlechten Allgemeinzustandes bereits für Lkw gesperrt werden. Die Kreisstraße 12 auf Rügen zwischen Poseritz und Frankental habe eine zu enge Kurvenkrümmung, es kommt hier häufig zu schweren Unfällen.

Viele Straßen sind grundhaft nicht richtig ausgebaut, betonte Roloff. Einige bestehen nur aus Beton, der mit Asphalt überzogen sei. Resultat: Nach einem Winter reiht sich hier Schlagloch an Schlagloch. Dennoch gibt es im Kreis kaum eine Straße, an der in den zurückliegenden Jahren keine Instandsetzungsarbeiten durchgeführt wurden.

1,3 Millionen stehen laut Kreishaushalt für den Straßenerhalt aktuell zur Verfügung. Noch, muss man dazu sagen, denn jeder weiß, dass auch Vorpommern-Rügen ein Defizit hat und sparen muss. Die komplizierte Haushaltslage inclusive der Umstellung auf die doppische Rechnungsführung hatte 2012 bereits zur Konsequenz, das lange geplante Maßnahmen nicht durchgeführt werden konnten, weil der Haushalt erst sehr spät durch den Kreistag beschlossen und durchs Innenministerium genehmigt wurde.

„Wir konnten noch die Ausschreibungen durchführen und die Bauverträge abschließen“, erklärte Roloff, „dann kam der Winter“.

Konkret betrifft das vier Straßen, deren Instandsetzung nach Winterende, aber sofort in Angriff genommen werden sollen. Die Baufirmen stünden Gewehr bei Fuß. Dabei geht um die Kreisstraße 3 zwischen Hessenburg und Bartelshagen II nahe Ribnitz-Damgarten, die Kreisstraße 15 zwischen Sievertshagen und der L 222 Richtung Franzburg. Auf Rügen soll im Frühjahr die Kreisstraße 18 zwischen Buschvitz und Stedow grundhaft ausgebaut und auf 5,50 Meter verbreitert werden. Eine Deckenerneuerung ist von Lobkevitz nach Schmantevitz geplant. Dafür stehen noch Mittel aus dem 2011 aufgelegten Schlaglochprogramm zur Verfügung, sagt Roloff.

In seiner Behörde gibt es eine Prioritätenliste, die für den Altkreis Nordvorpommern 17 und Rügen insgesamt 13 Straßen umfasst. „Diese Liste“, so Roloff, „lässt sich aber ohne Probleme erweitern.“ Es seien lediglich Wünsche, die man notiert habe. Es gibt keine Nummerierung. Roloff hofft, dass alle hier aufgeführten 30 Straßen bis 2016 instand gesetzt werden können. Im Raum Stralsund betrifft das auch die Ortsdurchfahrten Klausdorf und Altenpleen.

Zu den 326 Kilometern Kreisstraßen kommen in Vorpommern-Rügen weitere 644 Kilometer Landes- und 187 Kilometer Bundesstraße. Für sämtliche Unterhaltung sind vier Straßenmeistereien zuständig. Sie befinden sich in Grimmen, Bergen, Martensdorf und Ribnitz-Damgarten. Mit ihnen hat der Kreis Vereinbarungen abgeschlossen, weil er selbst über keine Bauhöfe verfügt. Als Straßenbaulastträger muss er vom Gesetz her auch die Aufgaben des Winterdienst sowie die Baumpflege wahrnehmen.

Großes Straßennetz

326Kilometer Kreisstraßen gibt es im Landkreis Vorpommern-Rügen. Davon sind 224 Kilometer im Altkreis Nordvorpommern und 102 Kilometer auf der Insel

Rügen.


Zu den Kreisstraßen kommen noch 187 Kilometer Bundes- und 644 Kilometer Landesstraße sowie diverse

Gemeindestraßen.

4Straßenmeistereien kümmern sich um die Unterhaltung der insgesamt 1157 Bundes-, Landes- und Kreiskilometer. Zur

Unterhaltung gehören neben dem

dauerhaften Ausbau, der Schlaglochbeseitigung und der Riss-Sanierung auch Winterdienst und Baumpflege.

Wir konnten noch die Ausschreibungen durchführen und die Bauverträge abschließen, dann kam Winter.“Rainer Roloff,

Fachdienst Tiefbau

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