Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Nordvorpommern Nach Wohnungsbrand kam es knüppeldick
Vorpommern Grimmen Nordvorpommern Nach Wohnungsbrand kam es knüppeldick
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
03:37 04.09.2013
Ingeborg und Burkhard Hagen feiern heute das Fest der diamantenen Hochzeit für 60 gemeinsame Ehejahre. Quelle: Reinhard Amler
Tribsees

„Wir haben alle zum gemeinsamen Kaffee eingeladen“, sagt der 83-Jährige Burkhard Hagen. Seine Frau Ingeborg und er haben zwei Kinder und zwei Enkel. Die Enkelin arbeitet bei der Polizei in Berlin, der Junge hat in Holland studiert, kehrt jetzt zurück. „Wir werden 13 oder 14 Personen“, plant der Jubilar. Heute feiert das Paar das Fest der diamantenen Hochzeit.

Burkhard Hagen und seine 86-jährige Frau sind Ur-Vorpommern. Die meiste Zeit ihres Lebens haben sie in Grammendorf verbracht. Später wohnten sie in der Clara-Zetkin-Straße in Tribsees, anschließend im altengerechten Wohnen im Verbindungsweg der Trebelstadt. „Wir sind in die Landwirtschaft hinein geboren worden“, erzählt Burkhard Hagen. Bis kurz nach der Wende leitete er das Trockenwerk in Tribsees, inzwischen abgerissen. Seine Frau machte dort sauber. Seit 1993 ist er Rentner.

Unvergessen bleibt für das Paar der 11. Juli 2010. Es war ein Schicksalstag. Leider nicht im positiven Sinn. „Wir kamen von unserer Tochter aus Neuenkirchen“, erzählt der Senior und ergänzt: „Schon unterwegs zog eine schwarze Wand hoch. Als wir zehn Minuten zu Hause waren, hörte ich plötzlich einen lauten Knall. Dann sah ich Rauch auf dem Dach unseres Hauses“. Der Blitz hatte ins Haus eingeschlagen. Alle Bewohner mussten schnellstens das Haus verlassen. Das war ein Schock. Und es kam noch schlimmer, denn viele Wohnungen, wie auch die der Hagens, waren anschließend nicht mehr bewohnbar. Im Obergeschoss sah es besonders verheerend aus. „Wir sind bei unserer Tochter untergekommen“, erzählt der Senior. „Und dort geschah ein weiteres Unglück. Meine Frau stürzte hier beim Treppensteigen, brach sich zwei Halswirbel. Seither sitzt sie im Rollstuhl und ist ein Pflegefall“, schildert der Rentner. „Es war eine schlimme Situation“. Nach der Renovierung der Wohnung zog der Mann zunächst allein in den Verbindungsweg zurück. Seine Frau kam ins benachbarte Pflegeheim der Arbeiterwohlfahrt. Das war vor etwa zwei Jahren. Seit einem Jahr haben beide nun ein gemeinsames Zimmer im Heim. „Das Personal kümmert sich um uns. Das Essen schmeckt.“ Auch er ist nach einem Schlaganfall gesundheitlich angeschlagen. „Die linke Körperhälfte“, sagt er, „hat etwas abbekommen.“ Zum Glück klappt noch alles mit der Sprache. Trotzdem ist auch er auf Hilfe angewiesen. „Ich habe die Schaufensterkrankheit“, sagt der Rentner. „Wenn ich 15 Schritte gelaufen bin, muss ich stehen bleiben, wie vor einem Schaufenster, weil ich nach Luft schnappen muss“. Sein größter Wunsch deshalb: „Ich möchte, dass mir meine Barmer einen Elektro-Rollstuhl bezahlt. Davon fahren schon über ein Dutzend im Heim. Für mich wäre solch ein Fahrzeug eine große Hilfe“, meint Burkhard Hagen, der sich gern in Tribsees mehr bewegen würde. Bislang reicht seine Kraft kaum bis zum Edeka, der dem Heim gegenüberliegt. Einmal die Woche fährt er seine Frau mit dem Rollstuhl aus. „Es ist aber mehr eine Quälerei“, sagt er, weil ihm die Anstrengung sehr schwer fällt. Dreimal in der Woche übernehmen deshalb die Pfleger die Spazierfahrt mit seiner Frau.

Reinhard Amler

Die Schulsozialarbeiter des ehemaligen Landkreises Nordvorpommern trafen sich in der Grimmener Grundschule „Friedrich Wilhelm Wander“ zum Erfahrungsaustausch.

04.09.2013

Die Truppe der Freiwilligen Feuerwehr der Trebelstadt wird mit dem Prädikat „Hervorragend“ geehrt.

04.09.2013

Engagierte Menschen sollen gewürdigt werden. Landrat stellt zwei Projekte vor.

04.09.2013