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Nordvorpommern Prohn punktet mit Top-Infrastruktur
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04:37 19.03.2013
Projekte wie „Prohn rockt“ gehören zum vielseitigen Angebot der Regionalschule „Prohner Wiek“.

Die „heimliche Hauptstadt“ des Amtsbereiches Altenpleen arbeitet seit Jahren daran, die 2000-Einwohner-Grenze zu knacken. Bisher schrammte man mit 10, 15, 20 Bewohnern an der Zielmarke vorbei, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Bürgermeister Peter Messing (Wählergemeinschaft) ist optimistisch. „Die Einwohnerzahl wird sich jetzt so einpegeln, ich habe keine Angst vor einem demografischen Wandel. Einen großen Verlust hatten wir nicht zu beklagen, ganz im Gegenteil. Wir haben sehr viele junge Familien, die zu uns ziehen. Sicher ist der große Boom aus der Hansestadt oder aus dem Umfeld der Marinetechnikschule vorbei, aber wir haben trotzdem viele Nachfragen“, sagt Peter Messing und betont, dass es trotz gut ausgelasteter Wohnanlagen immer freie Bauplätze gebe. Da könnten Bauwillige gleich loslegen. Er freue sich auch, dass einst weggezogene Familien wieder nach Prohn zurückkommen. „Wir merken das am Kita-Interesse.

Gerade erst haben wir den Hort aufgestockt.“ Das kann die Leiterin der Einrichtung „Kunterbunt“ nur bestätigen. „Ich habe Wartelisten, unser Haus ist knackevoll. Unsere 18 Erzieher betreuen zurzeit 187 Mädchen und Jungen. 30 sind es in der Krippe, 87 im Kindergarten und 70 im Hort“, so Claudia Borchardt und ergänzt: „Wir haben jetzt zwei Standorte, nämlich für die Kleinen in der Mühlenbergstraße und für die Großen in der Stralsunder Straße.“ Träger der Kindertagesstätte, die für den Neubau 2009 Richtfest feierte, ist der Verein zur Förderung der Integration Behinderter.

Und auch die volle Halbtagsschule glänzt mit vielen Angeboten, die weit über den Unterricht hinaus gehen. In der Regionalschule „An der Prohner Wiek“ lernen zurzeit etwa 180 Schüler. Hatte man vor ein paar Jahren hier gerade saniert und auch die Sporthalle auf Vordermann gebracht, war nun der Sportplatz an der Reihe. „Wir haben in den letzten Jahren hier eine Million Euro investiert, und ich denke, das sieht man der Infrastruktur auch an. Natürlich steckt viel Geld in den Straßen, aber wir haben die anderen Dinge nicht vernachlässigt“, findet Messing.

Auch wirtschaftlich sei die Kommune gut aufgestellt, denn immerhin gibt es in Prohn 104 Gewerbetreibende.

Doch das Gemeindeoberhaupt sieht Prohn auch interessant für die ältere Generation. „Wir haben viele Möglichkeiten für altersgerechtes Wohnen. Im Ort gibt es Ärzte, eine Apotheke, Pflegedienst und Physiotherapie sind ebenso greifbar. Das hat nicht jeder“, zeigt sich der pensionierte Sportlehrer schon ein wenig stolz. Auch die Einkaufsmöglichkeiten seien mit dem Edeka-Markt und mit Fleischereien, die auch bei Stralsundern beliebt sind, gut. „Die Leute vermissen nach dem Schlecker-Aus natürlich eine Drogerie. Und auch ein Blumenladen fehlt im Moment, aber ich hoffe, dass wir da bald eine Lösung gefunden haben.“

Ein besonderes Pfund, mit dem die Gemeinde acht Kilometer nördlich von Stralsund wuchern kann, sind die Sport- und Kulturangebote. „Wir haben zwei Chöre, Blasmusikanten, einen Angler- und einen Gartenverein. Skatklub, Feuerwehr, Volkssolidarität, Reit- und Fahrverein und Sportverein beleben ebenfalls das Dorfleben. Und auch die Feuerwehr darf man nicht vergessen. Die Blauröcke sind immer da, wenn man sie braucht, tragen sehr zu einem bunten Gemeindeleben bei. Das alles ist Ehrenamt pur. Und dafür möchte ich den Vereinen und Gruppen an dieser Stelle auch mal danken.“

Übrigens wird in Prohn am 17. August groß gefeiert. Drei Jubiläen stehen an: Die Feuerwehr wird 85, den Gartenverein „An der Bek“ gibt es seit 50 Jahren, und auch der Anglerverein blickt auf ein halbes Jahrhundert Geschichte.

Und was wünscht sich ein Bürgermeister, der seit der Wende im Amt ist, für die Zukunft? „Ich hätte gern mehr Geld in der Gemeindekasse, um noch einige Pläne zu verwirklichen.“

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