Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Nordvorpommern Rundreise der Pröpstin: Glockenweihe war Höhepunkt
Vorpommern Grimmen Nordvorpommern Rundreise der Pröpstin: Glockenweihe war Höhepunkt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:01 05.12.2017
Unter den wachsamen Blicken von Udo Griwahn (r.) von der Grimmer Firma für Turmuhren und Läuteanlagenbau wurde die 740 Kilogramm schwere Glocke zunächst per Kran zur Rakower Kirche gehievt. FOTOS (2): PEK/SEBASTIAN KÜHL
Rakow

„Die Glocke hat einen wunderbar kräftigen Klang“, freute sich Rolf Kneißl über das erstmalige Läuten der neuen Rakower Glocke am Sonntag. Der Turm, der unter dem Putz teilweise aus Fachwerk besteht, wurde erst kürzlich frisch saniert. „Sonst wäre er gar nicht stabil genug gewesen, um die neue Glocke zu tragen“, berichtet der Pastor.

Helga Ruch vom Kirchenkreis erkundete mehrere Tage das Gemeindegebiet

Mit einem Gottesdienst anlässlich der Glockenweihe hatte am ersten Adventssonntag die Visitation von Pröpstin Helga Ruch in den evangelischen Kirchengemeinden Glewitz und Rakow geendet. Seit dem 19.

November war die Pröpstin der Propstei Stralsund im Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis, zu der das Pfarramt Glewitz gehört, mehrfach im Gemeindegebiet unterwegs. Sie nahm an vier Gottesdiensten teil und gestaltete sie mit, besuchte den Gemeindenachmittag, eine Posaunenchorprobe sowie eine gemeinsame Sitzung der Kirchengemeinderäte.

Helga Ruch kam während der Visitation mit vielen Gemeindegliedern ins Gespräch und beteiligte sich intensiv am Gemeindeleben. Zudem unternahm sie eine Rundreise durch die zum Pfarramt zählenden Ortsteile und zu den Predigtstätten der Kirchengemeinde. Unterstützt und begleitet wurde die Pröpstin an mehreren Stationen der Visitation vom Kirchenkreisratsmitglied Dorothea ter Veen sowie bei der Verwaltungsvisitation vom Leiter des pommerschen Kirchenkreisamts, Hartmut Dobbe.

Pröpstin Ruch äußerte sich zum Abschluss der Visitation beeindruckt vom Gemeindegeschehen. „Meine Rundreise war außerordentlich interessant. Vor allem bleibt mir das umfangreiche ehrenamtliche Engagement in guter Erinnerung“, so die Pröpstin. „Es war besonders schön, bei Gemeindegliedern viele persönliche Gespräche führen zu können.“ Der lebhafte Gemeindenachmittag habe ihr ein vielseitiges und enges Miteinander in den Kirchengemeinden vermittelt, ebenso wie die hochmotivierten Mitglieder des Posaunenchors, so Helga Ruch. Zu den Höhepunkten der Visitation durch die Pröpstin zählten die Ankunft der neuen Glocke für die Kirche in Rakow und natürlich die Glockenweihe am Sonntag.

Zwar sind mit der neuen Glocke in Rakow und der Turmsanierung nun wichtige Schritte zum Erhalt der Kirchen des Pfarramts Glewitz getan, doch stehen noch viele Vorhaben bevor. „Die Schlosskapelle Deyelsdorf benötigt eine grundlegende Restaurierung, der Dachstuhl der Kirche in Nehringen muss saniert werden und in Glewitz der Turm“, zählt Kneißl auf. Einen weiteren Focus seiner Arbeit sieht der Pastor im Umgang mit dem demografischen Wandel: Die Ortschaften schrumpfen, Einwohnerzahlen und Mitgliederzahlen der Kirchengemeinden gehen zurück. In Glewitz beispielsweise leben derzeit 190 Menschen, vor zehn Jahren waren es noch fast 40 Personen mehr.

600 Mitglieder gehören zum Pfarramt

Zu den Kirchengemeinden des Pfarramts zählen rund 600 Mitglieder in den Orten Glewitz, Grammendorf, Zarnekow, Jahnkow, Wolthof, Langenfelde, Medrow, Toitz Ausbau, Nehringen, Rodde, Dorow, Keffenbrink, Deyelsdorf, Fäsekow, Bassendorf, Stubbendorf, Rakow, Dönnie, Grabow, Grischow und Bretwisch.

Hier gibt es insgesamt vier Kirchen: in Glewitz (St. Margarethen), in Medrow eine Kapelle, in Nehringen St. Andreas und in Deyelsdorf die Schlosskapelle.

Desweiteren gibt es zwei Kirchen in der Kirchengemeinde Rakow (Zum Heiligen Leichnam in Rakow) und in der Gemeinde Bretwisch die Kapelle.

Sebastian Kühl

Mehr zum Thema

Weihnachtsmärkte in Klausdorf, Velgast und Franzburg sorgen für heimelige Stimmung

30.11.2017

Viele Hundehalter nutzen den parkähnlichen Weg in Schönwalde I/ Doch das ist verboten/ Die Stadt verhängt Verwarngelder

01.12.2017

Clemens Kastner erhält Ehrenamtsnadel des Landes für Verdienste bei Hilfsorganisation

01.12.2017

Kirchengemeinden Horst und Reinkenhagen unterstützen Hospizarbeit in Afrika

05.12.2017

Im „Treffpunkt Europas“ werden weihnachtliche Aktionen für Kinder geboten

02.12.2017

In Grimmen stieg die Quote von 8,4 auf 8,8 Prozent

01.12.2017