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Nordvorpommern „Saufen“ trifft den Nerv
Vorpommern Grimmen Nordvorpommern „Saufen“ trifft den Nerv
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00:05 10.02.2017

Das Thema Suchtprävention klingt nach trockenem Schulstoff – auf anschauliche und unterhaltsame Art haben sich die Schüler der Regionalen Schule Niepars mit dem Thema Alkohol befasst. Das Stück „Saufen – All Night Long“ des Berliner Schauspielensembles „Bühnengold“ setzt sich damit sehr realitätsnah auseinander. Die beiden Schauspielerinnen Anna Reinhard und Victoria Forberger spielten ihre Rollen als überdrehte Partymaus Leo einerseits und etwas zurückhaltende und besonnene Freundin Maja als Gegenpart mit großer Überzeugungskraft und starkem Alltagsbezug.

Leo und Maja, beide 15 Jahre alt, treffen sich nach einem Jahr Trennung zu einem gemeinsamen Wochenende in Berlin. Dass junge Leute gerne feiern, ist natürlich. Gerade am Wochenende oder in den Ferien ist man mit Freunden unterwegs und zieht durch die Clubs oder Diskotheken. Auch dass dabei Alkohol konsumiert wird, ist nicht selten. Das geschieht aus verschiedenen Gründen und mit unterschiedlicher Intensität. Einige trinken, um in Stimmung zu kommen, andere, weil es alle machen und man selbst keine Spaßbremse sein will. Aber kennt jeder auch seine Grenzen? Was geschieht mit uns, wenn wir diese überschreiten?

Leo, die in Berlin zu Hause ist, hat schon alles für die gemeinsame Sause organisiert und begrüßt die Freundin bereits auf dem Bahnsteig mit einem Piccolo. Weiter geht es dann mit etlichen Flaschen Bier. „Schadet ja nichts“, ist Leos Meinung, während sich Maja mit dem Trinken immer noch etwas zurückhält und mit dem Verlauf der Ereignisse gar nicht so recht zufrieden ist. Die Handlung nimmt rasant ihren Lauf, es kommt zu etlichen weiteren Gratisdrinks im Club, zu Bekanntschaften mit zwielichtigen Gestalten und endet für Leo im totalen Kontrollverlust. Für beide Mädchen endet der Abend in einer Katastrophe, von der Freundschaft ist nichts mehr übrig.

Das Stück „Saufen“ traf den Nerv des jugendlichen Publikums. Übertreibung veranschaulicht und das Nachgespräch mit den Schauspielerinnen verdeutlichte, dass das Thema die Schülerinnen und Schüler der siebenten und zehnten Klassen inhaltlich und emotional sehr ansprach. Anschließend diskutierten die Schüler in einer Klassenleiterstunde die Langzeitfolgen der Abhängigkeit und zeigten Alternativen zum Alkohol auf.

Beate Berndt

OZ

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