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Schicke Imkerei durch bienenfleißige Spender

Bremerhagen Schicke Imkerei durch bienenfleißige Spender

OZ-Leser finanzieren Renovierung der Einrichtung im Bremerhäger Forst / Die hat nun auch neue Fenster

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Die Waldimkerei Bremerhagen mit ihrem neuen Schindeldach. FOTOS (3): CLAUDIA NOATNICK

Bremerhagen. Die Waldimkerei in Bremerhagen wird immer schmucker: Nachdem im Sommer das alte Reetdach abgenommen und durch rote Bitumenschindeln ersetzt wurde, ist in den vergangenen Wochen auch im und um das Gebäude jede Menge passiert. „Wir haben in der Imkerei ordentlich aufgeräumt“ erzählt Revierförster Hendric Wojtek. Der lange „Schlauch“, in dem die Bienenkästen stehen, wurde von Schmutz und Unrat gesäubert. Die mit allen möglichen Dingen vollgepfropften Bienenkästen wurden komplett durchgeschaut und geleert. Von verrosteten Nägeln über alte Zeitungen und Lappen war darin alles zu finden. Die Arbeitstische an der Fensterseite wurden beibehalten. „Die sind noch gut in Schuss“, sagt Hendric Wojtek. Wenn die Waldbienenschule in Betrieb geht, könne man an ihnen gut mit den Kindern arbeiten.

 

OZ-Bild

Zimmerer Stefan Bolda (l.) und Waldarbeiter Wolfgang Wendel.

Viel Geld von OZ-Lesern

17 000 Euro kamen bei der OZ-Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude 2016“ zugunsten der Sanierung der Waldimkerei zusammen.

Dieses Geld , gespendet von den Lesern der OSTSEE-ZEITUNG, ist in die Erneuerung des Daches sowie die Glaserarbeiten geflossen.

Die Wabe im hinteren Teil des Gebäudes, die früher vermutlich als Schleuderraum diente, ist leergeräumt worden. An den Gerätschaften, die hier standen, habe der Zahn der Zeit genagt, die meisten seien einfach nicht mehr zu gebrauchen gewesen, so Wojtek. Überhaupt soll das Sechseck frei bleiben. „Von hier aus können die Kinder durch die Fenster sehr gut die Bienen beobachten, wenn sie aus ihrem Bienenstock fliegen oder zu ihm zurück kommen“, meint der Revierförster.

Vollkommen frei ist auch die kleine verglaste Wabe am anderen Ende des Ganges. Vor einiger Zeit konnte man hier nicht treten, so vollgestopft war der kleine Raum mit Rähmchen, alten Stühlen und sonstigen Sachen. Vieles davon wurde komplett entsorgt, da die gelagerten Dinge einfach kaputt waren.

Im vorderen Teil des Gebäudes hat Zimmerer Stefan Bolda Hand angelegt. Im Zuge der Dachsanierung entnahm er marode, vom Wurm zerfressene Balken und Bretter und ersetzte sie durch neue. Eine Zwischenwand entfernte der Handwerker komplett, um den Raum zu vergrößern. Von den Forstmitarbeitern wurden bereits zwei lange Tische sowie einige Bänke hineingestellt und man kann das Klassenzimmer schon erahnen, das es einmal werden soll. Fertig ist der Raum jedoch noch nicht. Alte Wandverkleidungen sollen noch abgenommen und durch USB-Platten ersetzt werden. Das soll vermutlich im Frühjahr geschehen.

Erledigt sind dagegen die Arbeiten an den Fenstern. Nach einer ordentlichen Putzaktion sieht es nun schon viel freundlicher im Inneren des Gebäudes aus. Der kaputten Fensterscheiben nahm sich die Grimmener Firma Machel an und ersetzte sie. Auch die Rahmen erhielten einen frischen Farbanstrich.

Um die Waldimkerei wurden Unkraut und Gebüsch entfernt. Im Bereich der Fallrohre der Regenrinne wurden Fässer als Rückhaltebecken in die Erde gelassen. Nick Köpke ist noch dabei, die letzte Grube auszuheben. „Das ist ganz schön schwer, der Boden ist steinhart“, sagt der 16-jährige Koch-Schüler. Er absolviert bei der Forst ein Praktikum. „Mir gefällt es hier richtig gut, ein Bürojob wär’

nichts für mich“, sagt er und setzt den Spaten an. Noch einige Zentimeter, dann hat er es geschafft und auch das letzte Fass verschwindet in der Erde.

Auch wenn es schon richtig gut aussieht in der alten Waldimkerei, so gibt es doch noch einiges zu tun. Von der Elektrik über die Wandverkleidung bis hin zu einem neuen Farbanstrich. Das soll im kommenden Frühjahr angegangen werden.

Claudia Noatnick

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